Sommer, Sonne, Herpesbläschen

Ausgerechnet dann, wenn man es überhaupt nicht gebrauchen kann, kündigen sich die unansehnlichen Herpesbläschen an. Der Grund: Herpesviren haben im Sommer Hochsaison. Sie reagieren besonders sensibel auf intensive Sonneneinstrahlung. Aber auch Urlaubsstress oder Erkältungen fördern den Virenausbruch.

Die meisten Menschen tragen den Herpes-simplex-Virus seit dem Kleinkindalter in sich. Eine Übertragung von der Mutter auf ihr Kind ist häufig der erste Kontakt mit dem Erreger. Einmal infiziert, wird man den Virus nie mehr los, denn er nistet sich entlang der Nervenbahnen ein. Oft schlummert er unbemerkt sogar über Jahre, bis er plötzlich aktiv wird. Der Grund für den Ausbruch ist meist ein überlastetes Immunsystem. Die Auslöser für die Schwächung reichen von intensiven Sonnenstrahlen, hormonellen Veränderungen über Hitze, Kälte, Stress und Ekel bis zur Erkältung.

Die meisten Menschentragen den Virus in sich

Bei vielen Menschen kommt es nie zu Symptomen, obwohl sie den Virus in sich tragen. Gelingt es den Viren jedoch, in die Hautzellen einzudringen, kommt es zu einer explosionsartigen Vermehrung. Was meist mit Kribbeln und Brennen beginnt, endet schließlich in schmerzenden Bläschen, die mit einer hochinfektiösen Flüssigkeit
gefüllt sind.

Schnelle Hilfe ist gefragt, je früher sie einsetzt, umso besser. Bei einem unkomplizierten Verlauf bilden sich Hautveränderungen und Beschwerden meist nach zwei bis maximal drei Wochen ohne Narbenbildung zurück. Präparate zur äußeren Anwendung sind meist die Mittel der Wahl. Sie verkürzen den Heilungsverlauf etwas, können aber weder vor einer Übertragung auf andere Personen noch vor einem weiteren Ausbruch schützen.

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die Behandlung mit homöopathischen Mitteln. Sie berücksichtigt sowohl die Auslöser für das Auftreten eines Lippenherpes als auch die unterschiedlichen Veränderungen an der Haut sowie individuelle Beschwerden. Letztendlich regen homöopathische Mittel den Körper dazu an, sich selbst zu helfen.

Tipp: Homöopathie bei Lippenherpes
Es gibt verschiedene Mittel für die Behandlung. Je nach Beschwerdebild erfolgt die Auswahl. Sie richtet sich beispielsweise nach der Beschaffenheit der Bläschen oder ob eher Juckreiz oder Brennen als Symptom wahrgenommen wird. Rhus toxicodendrom ist ein Mittel, das auf viele Herpes-Beschwerden eingeht wie etwa Bläschenbildung mit starken Juckreiz, feine Krustenbildung oder Schwellung der Lippe.