Schlafstörungen, nervöse Unruhe

Angstgefühle und Schwermut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, oft verbunden mit Schlaflosigkeit, quälen die Menschen nicht erst in jüngster Zeit. Häufig sind Schicksalsschläge oder anhaltender Leistungsdruck auslösende Faktoren, doch auch die bedrückenden Gefühle der Einsamkeit oder von Ausweg- und Sinnlosigkeit können massive Schlafstörungen verursachen. Psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder depressive Verstimmung bis hin zur ausgeprägten Depression können die Folge sein.

Bei Schlafstörungen unterscheidet man Störungen des Ein- oder Durchschlafens. Manche Menschen schlafen schlecht ein, andere wachen mehrmals nachts ohne äußeren Grund auf und können wegen ihres ruhelosen Gedankenkarussells nicht wieder einschlafen. Tagesmüdigkeit und Konzentrationsprobleme sind die Folge, man fühlt sich unausgeglichen und unausgeschlafen. Wer mindestens drei Mal pro Woche länger als eine halbe Stunde benötigt, um in den ersehnten Schlaf zu fallen, kann mit Hilfe bestimmter Phytopharmaka seinen Einschlaf- oder Durchschlafstörungen begegnen. Pflanzliche Schlafmittel haben keinen negativen Einfluss auf den natürlichen Schlafrhythmus und wirken nicht narkotisierend, d. h. sie beeinflussen weder die Schlafintervalle noch führen sie zur gefürchteten Müdigkeit bis in die Morgenstunden (hangover).

! Hinweis: Auch vor der Einnahme pflanzlicher Schlafhelfer sollte ärztlich sichergestellt sein, dass keine physischen Ursachen, wie beispielsweise eine Herzinsuffizienz, vorliegen.

An nichts mehr Interesse finden, keine Lust mehr auf irgendetwas haben – solche Aussagen sind charakteristisch für Menschen mit einer depressiven Verstimmung. Die Menschen ziehen sich zurück und scheuen den Außenkontakt. Diffuse Ängste führen zu Schlafstörungen, die, wenn sie über längere Zeit anhalten, körperliche Beschwerden hervorrufen. Äußere Ereignisse oder konfliktbeladene Lebenssituationen, die bereits im Kindes- und Jugendalter aufgetreten sein können, spielen bei Depressionen sehr häufig eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Phytotherapie bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe
Baldrianwurzel
• Nervöse Erregungszustände, Einschlafstörungen
• Enthalten z. B. in Baldriparan stark für die Nacht, Sedonium, Euvegal
Hopfenzapfen
• Befindlichkeitsstörungen wie Unruhe und Schlafstörungen
• Enthalten z. B. in Nervenruh, Moradorm, Vivinox
Johanniskraut
• Innerliche Anwendung: Psychovegetative Störungen, Angst und nervöse Unruhe, leichte depressive Verstimmungen (Hinweis: Ein antidepressiver Effekt ist nicht vor zehn bis 14Tagen Behandlungsdauer zu erwarten. Johanniskraut ist weder zur Vorbeugung von depressiven Verstimmungen noch als gelegentliches Beruhigungsmittel geeignet.)
• Enthalten z. B. in Felis 425, Jarsin 300, Laif 612, Hyperforat 250
Melissenblätter
• Nervös bedingte Einschlafstörungen
•Enthalten z. B. in Euvegal, Phytonoctu
Passionsblumenkraut
• Nervöse Unruhezustände, Einschlafstörungen
• Enthalten z. B. in Passiflora Curarina, Kytta Sedativum f Dragees

Homöopathie bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe
Um das passende Präparat zu finden, ist der Rat eines kundigen Apothekers oder Therapeuten sinnvoll.
Aconitum
• Unruhe, Angst
Coffea
• Schlaflosigkeit, Übernervosität
Causticum
• Nervosität und Traurigkeit
Helonias dioica
• Erschöpfungszustände, Dauerstress
Nux vomica
• Nervöse Erschöpfung, Überreizung, Ungeduld

Schüssler Salze bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe
Nr. 2 Calcium phosphoricum (D 6)
• Regeneration
Nr. 7 Magnesium phosphoricum (D 6)
• Muskeln und Nerven
Nr. 14 Kalium bromatum (D 12)
• Schlaflosigkeit
Nr. 25 Aurum chloratum natronatum (D 12)
• Schlafstörungen

Spagyrik bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe
Solunat Nr. 4 Cerebretik
•stärkt die Nachtruhe, beruhigt das Nervensystem
Solunat Nr. 14 Polypathik
•krampflösend und schmerzstillend