Pilzbefall von Haut und Nägeln

Unabhängig von der Jahreszeit lauern Pilzsporen auf neue Einsatzgebiete – das ganze Jahr  über in Gemeinschaftsduschen und Schwimmbädern. Besonders im Winter im feucht-warmen Klima der wasserfesten Schuhe, aber auch aus dem Sommerurlaub bringt man nicht selten einen Pilzbefall mit nach Hause.

Wenn sich ein Nagelpilz eingenistet hat, kommt es zu mehr oder weniger ausgeprägten Kennzeichen. Abhängig von der Pilzart verfärbt sich der Nagel weißlich, gelblich oder bräunlich. Der Nagel wird brüchig, meist beginnt sich die befallene Nagelplatte vom Nagelbett zu lösen. Daher ist eines der ersten, typischen Anzeichen für einen Nagelpilz, dass man mit der Nagelfeile erstaunlich tief unter den Nagel dringen und dabei viel weißliche Substanz darunter hervorkratzen kann. Ein Nagelpilz erfordert
eine schnelle und konsequente Behandlung!

Erfolgreich behandelt wird der Nagelpilz im Anfangsstadium mit Präparaten aus der Selbstmedikation. Verschiedene Nagellacke sowie
Salben mit pilzhemmenden oder pilzabtötenden Inhaltsstoffen können die weitere Ausbreitung verhindern und die Ab- und Auflösung der bereits betroffenen Nagelareale unterstützen (Ciclopoli, Nagel-Batrafen, Loceryl). Ungewöhnlich durch seinen Inhaltsstoff wirkt ein Gel (naloc), das Milchsäure enthält, die den Pilz nachhaltig eindämmt und eliminiert. Es wird direkt aus der Tube auf den Nagel aufgebracht. Einfach und leicht zu handhaben, überrascht es mit einer guten Wirksamkeit. Egal welches Produkt angewendet wird, elementar ist eine gute, intensive und hygienische Fußnagelpflege – meistens über einen längeren Zeitraum, bis ein gesunder Nagel vollständig nachgewachsen ist. Da ein Nagelpilz sehr hartnäckig sein kann, sollte mit der Behandlung so früh wie möglich begonnen und diese konsequent, meist über ein halbes Jahr hinweg durchgeführt werden.

Folgende Maßnahmen helfen dabei, Fußnagelpilz zu vermeiden und bei einer Erkrankung die weitere Ausbreitung zu vermindern:
• Täglich Füße waschen und besonders die Zehenzwischenräume gut abtrocknen, eventuell mit einem Föhn trocknen (Achtung, dies gilt nicht für Diabetiker! Sie sollten auf keinen Fall föhnen, da ihre Sinneswahrnehmung eingeschränkt ist)
• Täglich Socken und Strümpfe wechseln, Baumwollfasern bevorzugen, auf Kunstfasern verzichten
• Feuchtes und warmes Klima an den Füßen vermeiden: Keine engen Schuhe, keine synthetischen Materialien
• Badeschuhe sind Pflicht bei Sauna- und Schwimmbadbesuchen
• Die gemeinsame Benutzung von Handtüchern und Waschlappen – auch innerhalb der Familie – vermeiden
• Wäsche, speziell Socken, mit antimykotischem Waschmittel nachspülen (Canesten)
• Nicht zu vergessen: Schuhe und Bettvorleger aus- und ansprühen!

Außer an den Nägeln können sich Pilzsporen auch auf der Haut einnisten. Die Symptome können je nach betroffener Körperregion und nach Erreger unterschiedlich sein – angefangen bei Juckreiz, Rötung bis hin zu Entzündungsreaktionen, Fieber und Mattigkeit, wenn es sich um massive, tiefliegende Infektionen handelt. Bei Auffälligkeiten sollte man möglichst bald mit einem Spezialisten sprechen und umgehend mit der Therapie beginnen.

Meistens ist es aber schon ausreichend, die befallene Hautstelle mit einer Salbe, Paste oder auch mit einem speziellen Puder zu behandeln. Ihre Apotheke hat verschiedene Präparate zur Auswahl vorrätig. Oft tritt rasch eine Besserung der Beschwerden auf, dennoch ist es wichtig, dass die vorgeschriebene Behandlungsdauer eingehalten wird – nur so lässt sich eine neue Ausbreitung des Pilzes verhindern. Relativ einfach ist die Anwendung von Lamisil Once. Dabei handelt sich um eine effektive
Einmalbehandlung von Fußpilz zwischen den Zehen. Lassen Sie sich dazu in der Apotheke beraten. Wie beim Nagelpilz gelten auch hier die empfohlenen Hygienemaßnahmen.