Nervöse Störungen sanft bei Kindern ausgleichen

Kinder haben es heutzutage nicht leicht, denn auch von ihnen wird viel verlangt. Neben großen Hoffnungen werden auch Erwartungen in sie gesetzt. Schon in jungen Jahren ist ihr Terminkalender manchmal voller als der eines Erwachsenen. Leistungsdruck und Freizeitstress sind längst im Kinderzimmer angekommen.

Oft bahnen sich die Probleme schon im Kindergarten an. Spätestens in der Grundschule bemerken dann die betroffenen Eltern, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmt. Es hat sich anscheinend nicht im Griff, reagiert übersteigert, ist oft trotzig, wütend und zornig. Seine Konzentration und Geduld lassen zu wünschen übrig. Andere Kinder fühlen sich durch seine Überaktivität und Impulsivität gestört. Wenn die Eltern immer häufiger zu hören bekommen, ihr Kind sei ein Störenfried, Unruhestifter und Zappelphilipp, beginnt die Sorge und Ratlosigkeit.

Auffälligkeiten erkennen und gegensteuern

Schnell wird von Außenstehenden das Urteil gefällt: Das Kind ist schlecht erzogen. Doch Erziehung hat mit diesem Verhalten wenig zu tun. Auch ist es keine Frage der Intelligenz. Kleine Unruhegeister haben es einfach schwer, Ruhe zu finden. Ihre innere Zerrissenheit führt dazu, dass sie sich schnell ablenken lassen und sich nicht länger auf eine Sache konzentrieren können. Alles Gründe, die es ihnen schwermachen, dem Unterricht zu folgen. Häufige Misserfolge und schlechte Noten nagen an ihrem Selbstbewusstsein. Sie reagieren beleidigt, denn auch sie brauchen Aufmunterung und Lob, aber auch Freunde.

Schlechte Schulnoten und drohende Versetzungsgefahr müssen nicht sein. Auch die Rolle des Außenseiters lässt sich vermeiden. Eltern können ihrem Kind viel Leid ersparen, wenn sie sich bei den ersten Anzeichen einer so genannten nervösen Störung mit ihm auf Spurensuche begeben. Nur selten liegt eine körperliche Krankheit vor, sondern eher eine Reaktion des Kindes auf seine Situation, mit all ihren Anforderungen.

An erster Stelle steht, die Ursache für die Verhaltensauffälligkeit des Kindes zu finden. Ist sie lokalisiert, sollten sich Eltern zusammen mit dem Kind den Umgang für die Zukunft überlegen. Allein die Auseinandersetzung mit der kindlichen „Stressquelle“ kann schon dazu führen, dass Kinder oftmals von alleine ruhiger werden.

Zur Unterstützung und Begleitung bieten sich homöopathische Komplexmittel an. Mit aufeinander abgestimmten Wirkstoffen wie z. B. Chamomilla, Kalium phosphoricum, Staphisagria oder Valeriana wirken sie sanft und ausgleichend bei Überaktivität, Impulsivität, Unaufmerksamkeit und Schlafstörungen.

Eine schnelle Behandlung von nervösen Störungen mit Unruhe gibt es nicht. Ferien reichen nicht aus, um aus einem nervösen ein ausgeglichenes Kind werden zu lassen. Auch sollten Veränderungen nicht als vorübergehende Maßnahmen betrachtet werden, sondern als etwas, das in den Familienalltag einfließt, ohne zeitliche Begrenzung.

Tipps für einen entspannten Alltag

  • Regelmäßige Mahlzeiten, Hausaufgabenzeiten und Einschlafrituale erleichtern den Alltag.
  • Die Nutzungsdauer von Computer, Fernsehen, Smartphones und Tablets einschränken.
  • Als Ausgleich zur kopflastigen Schule genügend Zeit für körperliche Aktivität einplanen.
  • Zeit nehmen für Gespräche im Alltag und Unternehmungen an den Wochenenden.
  • Für regelmäßige Ruhepausen, z. B. mit Vorlesen, Musikhören oder Spazierengehen, sorgen.