Erbrechen

Symptome
Dem Erbrechen (Emesis oder Vomitus) gehen meist Übelkeit, Würgereiz sowie vermehrter Speichelfluss, beschleunigte, unregelmäßige Atmung und Magendruck bzw. Kontraktionen voraus. Durch langanhaltendes Erbrechen kommt es zu Flüssigkeitsmangel, Elektrolytverlusten und Austrocknung.

Ursachen
Medikamente und Giftstoffe, Erkrankungen des Zentralnervensystems, Migräne oder Störungen des Gleichgewichtsorgans können die Auslöser sein. Die häufigsten Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt sind allerdings Nahrungsmittelvergiftungen. Bei Frauen kann Erbrechen durch Menstruationsbeschwerden und Schwangerschaft ausgelöst werden. Stoffwechselstörungen oder die Nebenwirkungen einiger Medikamente können ein Erbrechen hervorrufen, zudem ist es ein typisches Symptom der Reisekrankheit.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen bezeichnet man als Antiemetika. Wenn das Erbrechen so heftig ist, dass die Mittel nicht im Magen bleiben, können sie auch als Zäpfchen verabreicht werden. Bei den meisten Antiemetika (z. B. mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat) tritt Schläfrigkeit auf. Es gibt pflanzliche Arzneimittel und Tees gegen Übelkeit und Erbrechen, die zum Beispiel Kamille, Süßholz, Fenchel oder Kümmel enthalten. In der ersten Phase des Erbrechens können homöopathische Arzneimittel wie Nux vomica und Ipecacuanha helfen. Zur Selbstmedikation bei der Reisekrankheit eignen sich so genannte H1-Antihistaminika. Reisekaugummis bieten hier eine besonders schonende Möglichkeit, die Reiseübelkeit zu bekämpfen.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Sehr starkes, lang andauerndes Erbrechen und das Erbrechen von Blut sind zwingende Gründe, eine Diagnose durch den Arzt stellen zu lassen.
Erbrechen Kleinkinder, gebrechliche und ältere Menschen oder Patienten mit Begleiterkrankungen intensiv und über mehrere Stunden, muss ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Das sollte man tun
Bei starkem Erbrechen ist es besonders wichtig, eine Austrocknung des Körpers zu verhindern. Deshalb müssen wieder Flüssigkeit und Mineralien zugeführt werden, sobald Übelkeit und Erbrechen etwas nachlassen.

Das kann man tun
Fenchel- und Kamillentee, kohlensäurearmes Wasser, Schonkost wie geriebener Apfel, Zwieback und Haferschleim und ausreichend Ruhe sind bei Übelkeit und Erbrechen bewährte Therapie-Maßnahmen.

Das sollte man besser lassen
Nach dem Erbrechen sollten Sie nicht sofort wieder Essen zu sich nehmen. Wer unter der Reisekrankheit leidet, sollte während der Fahrt nicht lesen und die Reise nicht mit zu vollem, aber auch nicht mit leerem Magen antreten.