Champignons – Power-Paket Pilz

Der Champignons ist der beliebteste Pilz der Deutschen. Kaum verwunderlich, dass die Nachfrage groß ist, denn Champignons schmecken nicht nur ausgezeichnet, sie sind auch kalorienarm und enthalten viele Vitamine, Ballaststoffe und Eiweiß.

Die Nachfrage nach Champignons stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Pilze bereits seit dem 17. Jahrhundert. Ein französischer Gärtner hatte sie zufällig auf seinen Melonenfeldern entdeckt und anschließend kultiviert. Am Versailler Hof von Sonnenkönig Ludwig XIV. galten Champignons schon als Delikatesse.

Der Champion unter den Pilzen

Champignons – auch Egerlinge genannt – werden in drei Sorten unterschieden: Es gibt weiße und braune Exemplare sowie Riesenchampignons. Weiße und braune Champignons haben einen Hut-Durchmesser von etwa zwei bis fünf Zentimetern. Die Riesenchampignons dagegen erreichen aufgrund der späteren Ernte einen Durchmesser von bis zu zwölf Zentimetern. Was alle Champignons gemein haben, ist der fein-nussige Geschmack. Die braune Variante eignet sich besonders gut zum Braten, denn sie bleibt dabei angenehm fest.

Champignons sind ideal für alle, die sich gesund und ausgewogen ernähren wollen. Denn der Pilz hat nur 15 Kalorien auf 100 Gramm und kaum Kohlenhydrate. Sie enthalten die Vitamine C, D, B2 und K. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink. Außerdem sind Champignons reich an pflanzlichem Eiweiß und sind damit eine gute Alternative zu Fleisch. Tipp: Je erntefrischer die Pilze, desto mehr der gesunden Inhaltsstoffe sind in ihnen enthalten.

Zu jeder Jahreszeit frisch

Champignons haben hierzulande das ganze Jahr über Saison. Bei frischen Pilzen ist das Fruchtfleisch fest. Der Hut ist weder geöffnet noch gebogen. Sie sollten weder feucht und rissig, sondern trocken und vom Geruch neutral sein. Da sie äußerst schnell verderben, empfiehlt es sich, die Pilze direkt zu verarbeiten. Wer sie kurze Zeit lagern möchte, kann sie im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Bei Plastikverpackungen die Folie entfernen oder einstechen, damit das Kondenswasser verdunsten kann. Außerdem wichtig: Champignons nehmen Gerüche leicht an. Daher sollten sie nicht in der Nähe von Lauchzwiebeln oder anderen geruchsintensiven Gemüsen aufbewahrt werden.

Champignons sollten vor der Zubereitung nicht gewaschen werden, denn beim Kontakt mit Wasser saugen sich die Speisepilze voll und verlieren an Aroma. Stattdessen die Champignons mit einer kleinen, weichen Bürste putzen. Wer keine Bürste zur Hand hat, kann die Erd- und Sandreste vorsichtig mit einem Küchentuch oder einer weichen Zahnbürste entfernen. Die Speisepilze müssen nicht geschält werden und ihr Stiel ist essbar.

Champignons schmecken roh oder gegart. Wer die erste Variante bevorzugt,kann die Speisepilze zum Beispiel zum Verfeinern von Salaten verwenden. Ihre Würze harmoniert sehr gut mit Feldsalat oder Rote Bete. Ein bewährter Trick: nach dem Abschneiden des Stils oder dem Zerkleinern des Pilzes etwas Zitronensaft auf die Schnittflächen geben. So bleibt das Fruchtfleisch hell. Angebraten und mit frischen Kräutern wie Petersilie, Rosmarin oder Estragon verfeinert, sind Champignons eine gesunde und leckere Beilage zu Fleisch oder Fisch. Auch Suppen lassen sich durch das kulinarische Multitalent aufpeppen. Dazu einfach ein paar geviertelte und circa drei Minuten in Öl angebratene Champignons vor dem Servieren auf die Suppe streuen.

Tipp: Schon gewusst?

Aus dem Land der „Haute cuisine“: Der Champignon wird auch „Pariser Pilz“ genannt. Vor dem Bau der Untergrundbahn wurde er in den feuchten und kalten Katakomben der französischen Hauptstadt angebaut.

Von der Hand in den Mund: Die Pilze werden grundsätzlich per Hand geerntet. So stellen die Erzeuger sicher, dass die Champignons ohne Schäden und Reste von Erde zu den Verbrauchern gelangen.

Je nach Geschmack: Die deutschen Bundesländer haben unterschiedliche Pilz- Präferenzen: In Baden-Württemberg werden beispielsweise braune, in Nordrhein-Westfalen weiße Champignons besonders häufig gekauft.