Brand- und Schürfwunden

Symptome
Bei Schürfwunden handelt es sich um oberflächliche Verletzungen der Oberhaut. Die meist nässende Wunde mit unregelmäßigen Wundrändern und einem deutlichen Wundschmerz blutet in der Regel wenig bis gar nicht. Verbrennungen vom Grad 1 (beispielsweise ein Sonnenbrand) und Grad 2 (einhergehend mit Blasenbildung) schmerzen stark. Bei Verbrennungen dritten Grades sind Schmerzen zunächst selten, da die Nerven ebenso wie Haut und darunter liegendes Gewebe geschädigt oder zerstört sind.

Ursachen
Schürfwunden entstehen, wenn die Haut unter Druck raues Material, unverputzte Mauern oder Straßenbelag, streift. Verbrühungen entstehen durch heiße Flüssigkeiten oder Dämpfe, Verbrennungen sind Folge trockener Hitze, zum Beispiel durch Herdplatten oder Feuer.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Zur Wundversorgung gibt es Pflaster, schmerzstillende, entzündungshemmende und abschwellende Gele, Salben oder Sprays sowie Verbandmaterial. Feuchte Wundauflagen (Hydrokolloide, Hydrogele) eignen sich besonders gut bei nässenden Wunden, da eine Krustenbildung vermieden und der Heilungsprozess gefördert wird.

Eine Wunde sollte zunächst zu mit einem desinfizierenden Wundtherapeutikum behandelt werden. Antiseptika mit den Wirkstoffen Octenidin und Polyhexanid sind hautverträglich, farblos und wirken effektiv gegen zahlreiche Keime.

Bei Verbrennungen hält man den betroffenen Bereich schnell unter fließendes kaltes Wasser, danach wird das Auftragen einer Brandsalbe oder
spezieller Brandwunden-Verbandauflagen empfohlen.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Kommt es zu pochenden Schmerzen, Schwellung, Rötung oder Überwärmung, so deutet das auf eine Wundinfektion hin und erfordert einen Arztbesuch. Platz-, Riss-, Quetsch- und Bisswunden gehören unbedingt in ärztliche Hände.

Brandwunden bei Kindern sollten auf jeden Fall von einem Arzt begutachtet
werden, bei Erwachsenen ist der Arztbesuch abhängig von Schwere und Ausmaß.

Das sollte man tun
Verletzte Hautareale sollte man schonen – was allerdings in der Nähe von Gelenken schwierig ist. Diese Bereiche profitieren von einem regelmäßigen Eincremen mit Wund- und Heilsalbe bzw. speziellen Narbentherapeutika.

Ein regelmäßiger Blick in den Impfpass und eine Auffrischung der Tetanusimpfung ist ein guter Schutz gegen Krankheitserreger, die sich gerne in Erde und Schmutz aufhalten.

Das sollte man besser lassenSalben, welche die Hautporen luftdicht verschließen, sowie Puder, die eine harte Kruste oder Verklumpungen auf der Wundoberfläche bilden, darf man nicht auf Wunden auftragen.