Blutdruck

Symptome
Das Herz pumpt jeden Tag rund 7.000 Liter Blut durch den Körper und sorgt somit dafür, dass unser gesamter Organismus mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Dazu und für den Rücktransport von Schadstoffen und Kohlendioxid benötigt der Kreislauf einen gewissen Druck: den Blutdruck. Er hängt einerseits von der Kraft, mit der das Herz Blut in die Gefäße drückt, und andererseits von der Elastizität der Gefäßwände ab.
Der Blutdruck steigt, wenn die Pumpleistung des Herzens zunimmt oder sich Blutgefäße verengen. Von Bluthochdruck, der arteriellen Hypertonie, sind auch junge Menschen häufig betroffen. Die Erkrankung bleibt meist lange unbemerkt, weil die Symptome nicht spürbar oder unspezifisch sind, wie zum Beispiel Herzklopfen, Schwindelgefühl, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen. Ein unbehandelter Bluthochdruck verkürzt die Lebenserwartung und birgt das Risiko von Herzschwäche, koronarer Herzkrankheit (KHK) und Schlaganfall.
Die Hypotonie, der niedrige Blutdruck, kann zwar auch unspezifische Symptome verursachen, richtet aber keine bleibenden Schäden im Körper an. Wer morgens nur schwer aus dem Bett kommt, sich den ganzen Tag erschöpft fühlt oder wem bei schneller Bewegung leicht schwindlig wird, leidet eventuell darunter.

Ursachen
Mit zunehmendem Alter lässt die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf- Systems nach. Stress, ungesunde Ernährung, Alkohol und Nikotin, Bewegungsmangel und andere unschöne Gewohnheiten verstärken den Prozess und lassen die Erkrankungstendenz auch bei Jüngeren steigen. Ebenso kann die Neigung zu Bluthochdruck familiär vererbt werden.

Gesundheit aus der Apotheke
Es steht eine Vielzahl von Blutdruckmessgeräten mit Handgelenks- oder mit Oberarmmanschetten zur Verfügung, eine Beratung in der Apotheke erleichtert die Auswahl des individuell passenden Gerätes.
Gemessen werden ein systolischer und ein diastolischer Wert. Der obere, systolische Wert wird hörbar, wenn sich das Herz zusammenzieht und dadurch Blut in die Gefäße pumpt. Das Verschwinden des Geräusches zeigt den diastolischen Wert an, er entspricht dem Ruhedruck während der Erschlaffungsphase des Herzens und gibt Aufschluss darüber, wie elastisch die Gefäße sind. Optimale Werte liegen bei 120/80 mmHg, ab 140/90 mmHg spricht man von Hypertonie. Die Einheit mmHg steht für „Millimeter Quecksilbersäule“, eine physikalische Druckangabe. Etliche Geräte können auch Unregelmäßigkeiten im Puls, dem „fühlbaren Herzschlag“, aufzeigen, dessen Normwert bei 60 bis 70 liegt. Ziel jeder Hochdruck-Therapie ist es, die Gefahr für Folgeerkrankungen zu verringern. Die ärztlichen Therapievorgaben berücksichtigen neben der Höhe der Blutdruckwerte auch die Summe der individuellen Risikofaktoren des Patienten.
Bluthochdruck wird meist mit verschreibungspflichtigen Medikamenten
therapiert, die gefäßerweiternd wirken oder das Blutvolumen vermindern und dem Herzmuskel so die Arbeit erleichtern (Diuretika oder Betablocker). Naturheilkundlich lässt sich die Behandlung wirksam ergänzen, dabei erweisen sich pflanzliche Arzneimittel mit den Wirkstoffen Mistel oder Königin der Nacht (Cactus) sowie homöopathische Kombinationsarzneimittel, mit Campher, Weißdorn oder Cactus, als effektiv. Zur diätetischen Behandlung (Nahrungsergänzung) eignet sich die Kombination aus den natürlichen Nährstoffen Arginin, Folsäure, Vitamin B6 und B12. Bei gelegentlichem niedrigen Blutdruck, beispielsweise aufgrund ausgeprägter Wetterfühligkeit, helfen Herz-Kreislauf-Tropfen.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Wer über längere Zeit einen erhöhten Blutdruck oder Puls bei sich feststellt, der nicht auf sportliche Betätigung zurückzuführen ist, sollte seinen Arzt aufsuchen.

Das sollte man tun
Eine gesunder Lebensstil kann zu einem stabilen Blutdruck beitragen:
Ausgewogene Ernährung, wenig Salz, Fertiggerichte, Käse, Wurst und Brot, Stressabbau, regelmäßige Bewegung sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin zählen dazu. Wichtig ist die Reduktion von Übergewicht: Jedes Kilo weniger senkt den Blutdruck um etwa 1,5 mmHg.

Das sollte man besser lassen
Alkohol wirkt blutdrucksenkend, daher kann die Kombination mit Medikamenten gegen Bluthochdruck unter Umständen zum Kollaps führen.