Augenbeschwerden

Symptome
Typische Augenbeschwerden sind müde, brennende und tränende Augen. Eine der häufigsten Augenerkrankungen ist das trockene Auge (Keratoconjunctivitis sicca, Sicca-Syndrom). Blinzeln, Lichtscheue und gerötete Augen sind die Symptome; die Augen ermüden leicht, oft hat man ein Fremdkörpergefühl im Auge. Durch die ständige Reizung können schon geringfügige Einflüsse, wie z. B. ein leichter Wind, zu verstärktem Tränen der Augen führen.

Ursachen
Trockene Augen entstehen, wenn die Tränenflüssigkeit Bindehaut und Hornhaut der Augen nicht ausreichend benetzt. Die Produktion des Tränenfilms verringert sich mit zunehmendem Alter. Doch auch permanente Fokussierung der Augen auf nahe Distanz, durch PC, Spiele-konsole, Fernseher, Handy, trägt dazu bei. Auslöser für trockene Augen sind daneben auch Umweltfaktoren, etwa der Luftzug von Klimaanlagen oder Tabakrauch, ebenso das Tragen von Kontaktlinsen.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Gegen trockene Augen empfiehlt man in erster Linie Tränenersatzmittel, um akute Beschwerden zu lindern. Tropfen Sie diese künstlichen Tränen mehrmals täglich in das betroffene Auge. Man hat die Wahl zwischen dünnflüssigeren (Augentropfen) oder zähflüssigen Mitteln (Augen-Gel). Verwenden Sie Augengele am besten für die Nacht, da Sie für eine kurze Zeit nur verschwommen sehen können. Mittel gegen trockene Augen sollten keine Konservierungsstoffe enthalten, da diese die Trockenheit der Augen verstärken beziehungsweise eine Allergie hervorrufen können. Auch bei weichen Kontaktlinsen dürfen nur künstliche Tränen ohne Konservierungsmittel verwendet werden. Ideal sind Tränenersatzmittel mit dem Inhaltsstoff Hyaluronsäure, sie besitzt ein sehr hohes Wasser bindungsvermögen, bildet einen lang anhaltenden Flüssigkeitsfilm auf der Augenoberfläche und sorgt für eine gleichmäßige Befeuchtung. Andere Augentropfen, -gele oder -salben für trockene oder gereizte Augen haben eine Basis aus Heilpflanzen, z. B. Ringelblume (Calendula), Augentrost (Euphrasia) oder Schöllkraut (Chelidonium).

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Fehlt der schützende Tränenfilm über einen längeren Zeitraum, drohen chronische Entzündungen sowohl der Binde- als auch Hornhaut, die einen Arztbesuch erforderlich machen.

Das sollte man tun
Sorgen Sie für feuchte und frische Raumluft durch häufiges Lüften oder Luftbefeuchter. Legen Sie bei längerer Bildschirmarbeit regelmäßig Pausen ein und blinzeln Sie bewusst mit den Augen, um die Lidschlagfrequenz zu erhöhen. Trinken Sie mindestens zwei Liter täglich.

Das kann man tun
Ein guter Augenschutz verringert den Einfluss von Sonnenstrahlen und starkem Wind. Bei Kosmetika sollte auf gut verträgliche Produkte geachtet werden, um eine dadurch bedingte Irritation des Tränenfilms zu vermeiden. Augenpads mit einem Extrakt aus Kräutern verschaffen, regelmäßig aufgelegt, Linderung.

Das sollte man besser lassen
Die dauerhafte Einnahme bestimmter Medikamente, beispielsweise Antidepressiva oder Betablocker, greift in den Tränenfluss ein. Diese können deshalb nur nach ärztlicher Diagnose eingenommen werden.