Akne

Akne ist die häufigste Hauterkrankung weltweit, vor allem während der Pubertät leiden über 90 Prozent aller Jugendlichen unter den typischen Akne-Pickeln. Selten bei Neugeborenen, zunehmend auch im fortgeschrittenen Erwachsenenalter, ist Akne aber nicht unüblich. Auch Medikamente, wie einige Schlafmittel, Kortikosteroide oder ein Zuviel der Vitamine B6 oder B12, können die unangenehmen Hautveränderungen hervorrufen. Bei der Mallorca-Akne handelt es sich nicht um eine echte Akne, sondern um eine überschießende Reaktion der Haut auf Sonneneinwirkung und zu fettende Sonnenschutzpräparate.

In schweren Fällen ist die Behandlung durch einen Hautarzt nötig. Normalerweise kann man aber mit entsprechenden Reinigungs- und Pflegeprodukten bereits gute Erfolge beim Kampf gegen Pickel und Mitesser erzielen. Zink beispielsweise kann die Wundheilung fördern und ist damit auch zur Abheilung entzündeter Pickel eine gute Nahrungsergänzung. Die Ernährung selbst kann einiges zu einem klaren Hautbild beitragen. Oft wird davon berichtet, dass Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index, die also den Blutzuckerspiegel nicht stark erhöhen, zu einer Verbesserung der Hautstruktur und zur Verminderung von Akne und Mitessern beitragen. Obst und Gemüse, auch sauer vergorene Gurken, Rote Beete oder Kraut können Abhilfe schaffen über den Säure-Basen-Haushalt. Diese können auch in flüssiger Form, als Wochen- oder Monatskuren, getrunken werden, wie beispielsweise als Sauerkrautsaft von Vitagarten.

Da bei Akne die Entzündung von Bakterien verursacht wird, kann der Arzt eine antibiotikahaltige Creme oder auch direkt Antibiotika zum Ein-nehmen verschreiben. In jedem Fall ist auch ein Versuch mit Pantothen-Tabletten sinnvoll, die nebenwirkungsfrei für den Abtransport des Fettüberschusses sorgen. Nach ein bis drei Monaten hat sich die Haut schon regeneriert. Leichte Peelingeffekte und eine Verbesserung der Hautstruktur sind mit Produkten möglich, die entweder die Fruchtsäure Alpha-Hydroxy (AHA) oder Salicylsäure, Linolsäure oder Retinoide
enthalten (Effaclar La Roche-Posay, DermoPurifyer Eucerin). Möchte man biologische Peelings durchführen, gibt es ein Reispeeling von Sensilis oder eines mit Jojobawachskügelchen von Annemarie Börlind.

Ganz wichtig bei der Behandlung einer Akne ist es, die Pickel nicht auszudrücken, auch wenn es schwerfällt – denn dadurch entzündet sich das Gewebe nur noch mehr! Einzelne dicke Entzündungsherde kann man mit kleinen, fast unsichtbaren Pflästerchen abdecken oder man lässt sich in der Apotheke zu einem Camouflage-Make-up beraten (Vichy Dermablend).

! Tipp: Den entstehenden Pickel mehrmals täglich mit Tebamol Pickel-Tupfer behandeln. In jedem Fall ist es gut, wenn man in regelmäßigen Abständen eine Kosmetikerin aufsucht, um eine fachmännische Hautreinigung vornehmen zu lassen.