Abnehmen – Gesund zum Wunschgewicht

Abnehmen heißt nicht hungern, sondern genussvoll essen und dies in Kombination mit dem richtigen Bewegungstraining. Für Abnehmwillige können zudem auch Produkte aus der Apotheke hilfreich sein.

Abnehmen planen
Der Abbau von medizinisch definiertem Übergewicht (Adipositas) sollte auf jeden Fall über einen langen Zeitraum geplant werden, denn nur so kann ein langfristiger Abnahmeerfolg erreicht werden. Denn genauso wichtig wie der eigentliche Gewichtsverlust ist die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Ein Diätplan sollte alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten. Im Idealfall sollte eine deutliche Gewichtsreduktion unter ärztlicher Begleitung stattfinden und von einem abgestimmten Sportprogramm begleitet werden.

Richtiges Abnehmen erfordert Umdenken
Hinter den meisten Schlankheitskuren verbergen sich falsche Versprechen, und sie sind nicht alltagstauglich für gesundes Abnehmen. Meist bestehen Verbote statt Genüsse, was ein K.O.-Kriterium darstellt. Eine ungesunde Diät bedeutet weniger als 1200 Kilokalorien täglich, sich unausgewogen bzw. einseitig zu ernähren. Auch eine Gewichtsreduktion von mehr als einem Kilogramm pro Woche ist nicht realistisch. Man sollte nicht weniger als 1500 Kalorien zu sich nehmen.
Wer zu wenig isst („FDH“), is(s)t ungesund, denn es werden zu wenige Vitamine, Mineralstoffe und andere Nährstoffe aufgenommen. Dadurch kommt nicht nur der Vitamin- und Mineralstoff-Haushalt aus dem Gleichgewicht; derartige Diäten führen auch oft zu Frustration, und die verlorenen Kilos zeigen sich nach Ende der Diät schnell wieder auf der Waage.
Ein langfristiger Abnahmeerfolg spielt sich auch im Kopf ab. Neben einer maßvollen Kalorienreduktion ist eine Veränderung des eigenen Essverhaltens unabdingbar. Erfolgt diese Veränderung nicht, so wird nach der Beendigung der Diät das Körpergewicht fast zwangsläufig wieder ansteigen. Das ständige Auf und Ab des Körpergewichts ist unter dem Begriff Jo-Jo-Effekt bekannt.

Dem Jo-Jo-Effekt vorbeugen
Einer Crash-Diät folgt häufig das dicke Ende: der Jo-Jo-Effekt. Die Waage zeigt dann oft mehr Kilos an, als das Ausgangsgewicht ursprünglich betrug. Warum? Wenn wir hungern, schlägt unser Körper Alarm: Er deutet das Ausbleiben der gewohnten Nahrung als eine lebensbedrohliche Notsituation. Er läuft während der Schlankheitskur auf Sparflamme und passt sich an die reduzierte Kalorienzufuhr an. Damit er überleben kann, speichert er soviel Energie wie möglich für kommende Hungerperioden. Die Folgen davon sind erheblich: Der Energieverbrauch wird immer mehr gebremst, um vorhandene Energiereserven zu speichern. Statt hauptsächlich Fett abzubauen, verliert man Wasser. Zudem hütet der Körper Fettreserven und baut Muskelmasse ab. Infolgedessen sinkt der Bedarf an Kalorien zusätzlich, da weniger Muskeln entsprechend weniger Energie verbrauchen. Der Körper benötigt dadurch weniger Kalorien. Deshalb genügen nun kleinere Essensportionen, um rasch wieder das Ausgangsgewicht zu erreichen.
Wer längerfristig abnehmen will, muss seinem Körper deshalb ausreichend Zeit lassen, sich auf die neue Ernährungsweise einzustellen. So kann der Abbau der Muskelmasse eingeschränkt werden.

Diäterfolg mit ausgewogener Ernährung und Sport
Nachhaltig und gesund abnehmen ist nur möglich, wenn man mehr Energie verbrennt als man zu sich nimmt. Die Lösung ist einfach: Der Schlüssel liegt in der Bewegung und in einer langfristigen Umstellung des Menüplans. Dabei sollte es keine Verbote geben, und die Ernährungsumstellung gut im Alltag integrierbar sein. Zudem sollte die Gewichtsreduktion auch Genuss statt nur Stress verursachen.
Um gesund abzunehmen, ist regelmäßiger Sport Voraussetzung. Wer auf den Lift verzichtet und Treppen steigt, schlägt die optimale Richtung ein. Wichtig ist auch hier die Ausdauer, denn die Muskeln müssen regelmäßig aktiviert und gestärkt werden. So steigt der Energieverbrauch und das Gewebe strafft sich.

Entspannung und bewusste Ernährung
Studien besagen, dass Stress und Übergewicht zusammenhängen. Viele Menschen essen, um sich vom Stresslevel herunterzubringen. Experten empfehlen, für mehr Entspannung im Alltag zu sorgen. Das gelingt mit Spaziergängen oder autogenem Training. Zudem helfen veränderte Verhaltensweisen und bewusster Konsum weiter. Kleinere Teller, das Abschalten des Fernsehers während der Mahlzeit und langsames Essen machen schneller satt. Das Sättigungsgefühl stellt sich nach etwa 20 Minuten ein. Das Erfolgsrezept sind somit bewusste Menügestaltung und Bewegung, um mehr Kalorien zu verbrennen als man zu sich nimmt.

Tipps aus der Apotheke
In der Apotheke gibt es Formuladiäten, bei denen die Diätdrinks ganze Hauptmalzeiten ersetzen. Der Stoffwechsel wird angeregt und das leicht verdauliche Eiweiß wird sehr gut vom Körper aufgenommen. Das hat zur Folge, dass man sich trotz der Diät fit und gesättigt fühlt.
Daneben gibt es Lipidbinder, die Fette, die mit der Nahrung aufgenommen werden, binden und ausscheiden. Diese eignen sich gut zur Gewichtskontrolle, bei Übergewicht oder zur Eindämmung der Cholesterinaufnahme und sind zudem einfach in der Anwendung. Quellstoffe wie Flohsamen sind ebenfalls sehr beliebt. Flohsamen quellen beim Kontakt mit Flüssigkeit auf. Grund dafür sind die Schleim- und Ballaststoffe. Im Magen nehmen sie also viel Platz ein und verstärken so das Sättigungsgefühl.
Im Hinblick auf eine gesundheitsorientierte Ernährungsweise, sollten diese Produkte nur ein Aspekt einer gesunden Lebensweise sein. Sie dürfen nicht übermäßig oder entgegen der vernünftigen Ernährungsgewohnheiten eingenommen werden.

Das Wohlfühlgewicht erreichen
• gesund und ausgewogen ernähren
• vollwertig, natürlich und saisonal essen, auf Light-Produkte verzichten
• Essgewohnheiten langfristig auf eine eiweißbetonte und kohlenhydratarme Ernährung umstellen
• viel Bewegung und Kraftsport, um die Muskelmasse zu erhöhen und die Fettverbrennung anzukurbeln