Bewährte Hausmittel aus der traditionellen Heilkunde
Wenn sich eine Erkältung mit Schnupfen, Husten und Halsweh ankündigt, legen immer mehr Menschen Wert auf natürliche Behandlung mit bewährten Hausmitteln und Kräutern. Auch gegen andere Befindlichkeitsstörungen wie Schlafstörungen und Verdauungsprobleme hält die Natur zahlreiche Hausmittel parat. Diese und die moderne Medizin sollten sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern gemeinsam zu Heilerfolgen führen. Die Anwendung sollte aber immer mit dem Arzt oder Apotheker besprochen werden. 1. Natürliche Hilfe bei grippalen Infekten In der Naturheilkunde gibt es zahlreiche Kräuter, die die Symptome eines grippalen Infekts lindern, das Immunsystem stärken und den Heilungsprozess beschleunigen können. Viele Kräuter werden vor allem als Tee zubereitet. Ein heißer Erkältungstee lindert meist recht schnell typische Symptome wie Halsschmerzen und sorgt dafür, dass die Schleimhäute gut befeuchtet werden. So regt Ingwertee die Durchblutung an, stärkt dadurch die Abwehrkräfte, unterstützt die Schleimlösung in den Atemwegen und wirkt entzündungshemmend. Holunderblüten sind ein bewährtes Heilmittel gegen Erkältungskrankheiten. Die in den Blüten enthaltenen Flavonoide wirken in Kombination mit dem ätherischen Holunderblütenöl fiebersenkend, schweißtreibend und entzündungshemmend. Daher ist ein frisch aufgebrühter Tee aus Holunderblüten eine gute Maßnahme, eine Erkältung rasch zu kurieren. Das gilt auch für Lindenblüten: Diese Heilpflanze gilt wie Holunder als schweißtreibend und entkrampfend, ist aber hauptsächlich bekannt durch ihre Fieber senkende und beruhigende Wirkung. Nicht nur Tee, auch Hühnersuppe stärkt das Immunsystem: Hühnersuppe ist nicht nur nahrhaft, sondern wirkt vor allem entzündungshemmend und antibakteriell. Hartnäckiger Husten Zum Gurgeln und Spülen sind reizmildernde, entzündungshemmende und antibakteriell wirkende Pflanzen geeignet wie Eibisch, Huflattich, Salbei, Spitzwegerich und Thymian, aus denen Arzneitees zubereitet werden. Die Wirkstoffe sind auch in vielen Hustenbonbons und Hustenmedikamenten aus der Apotheke enthalten. Gegen hartnäckigen Husten kann auch ein schleimlösender Sirup aus Zwiebeln helfen: Dazu werden drei Esslöffel Honig und eine fein geschnittene Zwiebel gut vermischt. Die Mischung sollte man mindestens sechs Stunden ziehen lassen, danach ist der Hustensirup fertig. Es empfiehlt sich, mehrmals täglich einen Teelöffel davon einzunehmen. Inhalationen und Bäder Das Einatmen von leicht kochsalzhaltigem Wasserdampf, eventuell mit einem Zusatz von ätherischen Ölen wie Fichte, Pfefferminze, Eukalyptus, Wacholder, Kümmel, Fenchel oder Rosmarin, dient der Befeuchtung der Schleimhäute. Tipp für unterwegs: Einige Tropfen auf ein Taschentuch geben und tief einatmen. Fichtennadel- oder Eukalyptusbäder, die nicht zu heiß sein sollten, regen die Durchblutung an und erleichtern die Atmung.
Allgemeine Informationen
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Bach-Blütentherapie
Zur Harmonisierung seelischer Ungleichgewichte entwickelte der britische Arzt Dr. Edward Bach in den 1930er Jahren die so genannte Bach-Blütentherapie. Er definierte 38 grundlegende Gefühlszustände und entsprechende Blütenessenzen, die heute als Original Bach-Blüten bekannt sind. Zur Herstellung der Essenzen verwendete Dr. Bach die Blüten wild wachsender Pflanzen und Bäume sowie Quellwasser. Auch heutzutage folgt der Herstellungsprozess exakt den ursprünglichen Anweisungen von Dr. Edward Bach, ebenso werden die meisten Blüten und Pflanzen immer noch an den originalen Fundstellen im Garten des Bach Centres im englischen Oxfordshire gesammelt. In Wasser eingelegte oder gekochte Blüten und Pflanzenteile sollen Schwingungen an das Wasser übertragen, was so genannte Urtinkturen ergibt. Diese sind dann gemäß der Bach-Blütentherapie stark verdünnt als Blütenessenzen gegen seelische Missstimmungen einsetzbar. So helfe beispielsweise der Ölbaum (Olive) gegen Müdigkeit, Lärche (Larch) gegen mangelndes Selbstvertrauen, Stechpalme (Holly) gegen Eifersucht und Misstrauen, Springkraut (Impatiens) gegen Ungeduld oder die Zitterpappel (Aspen) gegen Schüchternheit und Nervosität. Jede Blütenessenz kann dabei einzeln zum Einsatz kommen, aber auch individuelle Bach-Blütenmischungen von bis zu sieben Blüten, angepasst an die jeweilige Gefühlssituation, sind möglich. Von der Essenz oder Mischung werden zwei Tropfen in ein Glas Wasser gegeben und schluckweise getrunken. Bei emotionaler Anspannung oder bei akuter seelischer Belastung kann die als Rescue-Remedy-Mischung bekannte Kombination aus Springkraut, Doldiger Milchstern (Star of Bethlehem), Kirschpflaume (Cherry Plum), Gelbes Sonnenröschen (Rock Rose) und der Gewöhnlichen Waldrebe (Clematis) zur Entspannung, Gelassenheit und Stärke beitragen. Bei der speziellen Mischung ‚Rescue Night‘ kommt noch die Weißblühende Rosskastanie (White Chestnut) hinzu, um eine ruhige Nacht zu gewährleisten.
Alternativ- und Komplementärmedizin
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Naturheilmittel — so alt wie die Menschheit
Schon vor Jahrtausenden nutzten Kräuterfrauen und Heilkundige, was die Natur zur Linderung von Beschwerden bereithielt. Um Schmerzen zu lindern, um Fieber zu senken, um Unwohlsein zu beseitigen – Pflanzen setzte man gegen viele Beschwerden ein. Zahlreiche Versuche waren notwendig, bis genau bekannt war, welche Pflanze in welcher Dosierung bei welchen Beschwerden hilfreich ist. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich mit zunehmendem Wissen über die Anatomie des Menschen und deren Zusammenhänge weitere therapeutische Richtungen. Diese stützten sich sowohl auf Ressourcen der Natur und ihre Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Wassertherapie (Hydrotherapie), als auch auf bestimmte Weltanschauungen, in denen der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele gesehen und behandelt wird, wie beispielsweise in der Anthroposophie nach Rudolf Steiner. Mit der Entwicklung der chemischen Industrie konnten nicht nur etliche Wirkstoffe aus den Pflanzen isoliert werden, wie beispielsweise Digitalis aus dem Fingerhut, sondern Arzneistoffe konnten künstlich in Laboratorien hergestellt werden. Eine gravierende Veränderung, die das Behandlungsspektrum der Medizin, insbesondere für schwere, lebensbedrohliche Erkrankungen, in wenigen Jahrzehnten ungemein erweiterte. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl unerwünschter und teilweise gravierender Nebenwirkungen. Alternativen zur Schulmedizin, die begleitend oder ergänzend zu ihr eingesetzt werden, gewinnen daher zunehmend an Aufmerksamkeit – vor allem für so genannten Lapidarerkrankungen wie Erkältungen, leichte Verdauungs- oder Schlafstörungen. Stehen Nebenwirkungen für den Patienten nicht im Verhältnis zur heilenden Wirkung oder erscheint ihm die Therapie nicht befriedigend, so sucht er ebenfalls nach Möglichkeiten aus der Erfahrungsheilkunde. Es steht dennoch außer Frage, dass viele Menschen der Schulmedizin ihr Leben verdanken.
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Harnwegsinfekte
Der Mensch besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Für die Funktions- und Leistungsfähigkeit des Organismus ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit genauso wichtig wie deren Ausscheidung. Eine gute Trink-menge sind etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit täglich. Bei älteren Menschen, die oft das Trinken vergessen, sind 1,5 Liter schon eine Leistung. Bei Beschwerden des Urogenitaltraktes, der Harnwegsorgane und der Prostata stellen pflanzliche Arzneimittel eine gute Wahl dar. Harnwegsinfektionen, auch Blasenentzündungen genannt, zählen zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Ursache sind Bakterien, die in Harnwege und Blase gelangen. Auslösend können Unterkühlung, Ansteckung durch unhygienische sanitäre Anlagen, aber auch psychischer Stress oder die Menstruation sein. Bei Harnwegsinfektionen muss viel getrunken werden, Wasser oder besser Blasen-Nieren-Tee. Wer wenig trinkt, leert seltener die Blase – und der konzentrierte Harn ist der perfekte Nährboden für Keime und Bakterien, die hingegen bei jedem Wasserlassen ausgeschieden werden. ! Hinweis: Sobald Fieber oder Nierenschmerzen hinzukommen, wird ein Arztbesuch erforderlich. Häufiger Harndrang ist eines der charakteristischen Kennzeichen, oft verbunden mit einem brennenden oder schmerzenden Gefühl beim Wasserlassen. Gerade Frauen sind häufig von einer Blasenentzündung betroffen: Eine kürzere Harnröhre sorgt beim weiblichen Geschlecht dafür, dass Krankheitserreger schneller bis zur Harnblase vordringen können. Außerdem liegen Harnröhre, Scheide und Darmausgang näher beieinander, sodass Bakterien leicht vom Darm in die Genitalregion vordringen und eine so genannte Schmierinfektion verursachen. Auch ohne Entzündungsprozesse kann die Funktionalität der Blase gestört sein. Häufiger Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen können auch bei einer so genannten Reizblase auftreten, hier lassen die Beschwerden nachts meistens nach. Auch kann es unter körperlicher Belastung oder beim Niesen und Husten zu einem unwillkürlichen Wasserlassen kommen. Anders als bei infektiösen Erkrankungen können hier Antibiotika nichts ausrichten. Phytopharmaka wie beispielsweise auf der Basis von echtem Goldrutenkraut, mit Rosmarin- oder Bärentraubenblättern, Liebstöckelwurzel und Tausendgüldenkraut bieten bei Harnwegsinfekten und Reizblase sinnvolle Alternativen, die auch langfristig einsetzbar sind. Meist werden Kombinationspräparate eingesetzt, beispielsweise Canephron. Mehr als die Hälfte aller Männer über 50 Jahren, so schätzt man, leiden unter gutartiger Vergrößerung der Prostata, der benignen Prostatahyperplasie. Die kurz BPH genannte Erkrankung ist eine Domäne der Phytotherapie: Gut zwei Drittel der eingesetzten Medikamente sind auf pflanzlicher Basis und stellen auch für Schulmediziner oft das „Mittel der Wahl“ dar.
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Muskel- und Gelenkbeschwerden
Eine gesunde und schützende Hautoberfläche kann allerdings nicht verhindern, dass auch Muskeln, Knochen und Gelenke durchaus schmerzen können. Ein kleiner Stoß an einer empfindlichen Stelle oder eine Überbeanspruchung durch Sport, körperliche Anstrengung oder stundenlanges Sitzen oder Stehen können Schmerzen hervorrufen. Verspannte Muskelpartien reagieren gut auf Wärme, sei es auf Wärm-flasche, Heizkissen oder wärmende Salben, beispielsweise mit Spanischem Pfeffer. Wenn die Muskeln aufgrund von Prellungen, Verstauchungen oder Muskelkater schmerzen, ist an die lindernde Wirkung von Arnika zu denken. Eine abschwellende und dadurch schmerzlindernde Wirkung wird auch durch eiweißspaltende Enzyme, wie zum Beispiel in Bromelain-POS, erzielt. Weil die Fließeigenschaften des Blutes damit aktiviert werden, gehen Blutergüsse schneller zurück und die Regeneration von überbe-anspruchten Muskelpartien erfolgt schneller. Gelenkschmerzen beruhen mit zunehmendem Alter häufig auf Verschleiß-erscheinungen, der so genannten Arthrose. Ist diese Verschleißerschei-nung entzündet, spricht man von Arthritis. Oft werden Schmerzmittel eingesetzt, um leistungsfähig und beweglich zu bleiben. Daneben können in der Selbstmedikation auch Präparate auf Basis von Weidenrinden-Extrakt, Grünlipp-Muschelextrakt, Glucosamin sowie Chondroitin eingesetzt werden. Vor allem bei Frauen entwickelt sich im Laufe der Jahre häufig ein Hallux Valgus. Der Großzehenballen wölbt sich dabei nach außen, in der Folge kann es zu Schmerzen kommen bis hin zu Versteifungen des Gelenks. Rückgängig machen lässt sich der Prozess nicht, aber durch spezielle Fuß- und Zehengymnastik sowie mit mechanischen Hilfen, beispielsweise Bandagen oder Druckschutzpolster von ratioline, wird der Verlauf oft gemildert und verlangsamt. Ihre Apotheke berät Sie dazu gerne.
Krankheitssymptome
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Hautpflege und Hautkrankheiten
Die Haut, das größte Organ des Menschen, hat viel mehr Aufgaben als nur den Zusammenhalt des Körpers. Durch ihren Säureschutzmantel schützt sie vor äußeren Einflüssen, vor dem Eindringen von Krankheitserregern und Sonnenstrahlen sowie vor Austrocknung. Mit der Haut fühlen wir Berührungen – sanfte, zarte, die positive Emotionen auslösen, wie auch schmerzhafte Stöße. Stoffwechselfunktionsstörungen, Gefühlsirritationen oder pubertäre Entwicklungsschübe zeigen sich häufig über den Zustand der Haut. Übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss lässt unseren Körper und unsere Haut schneller altern, unausgewogene Ernährung lässt sie ebenfalls fahl und grau erscheinen. Im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses verliert die Haut kontinuierlich an Feuchtigkeit. Dazu kommen belastende Umwelteinflüsse, die das Wasserdepot der Zellen angreifen und zu Elastizitätsverlust, Trockenheit und Faltenbildung führen. Insbesondere die Haut ab 30 braucht eine regenerierende, feuchtigkeitsspeichernde Gesichtspflege, um den Reparaturmechanismus in den Hautzellen zu unterstützen und die Zeichen der Hautalterung sichtbar zu mildern. Spezielle Produkte können durch ihre Inhaltsstoffe (beispielsweise Mineralienkomplexe aus dem Toten Meer und Hyaluronsäure wie in DermaSel Med) diesen Anforderungen gerecht werden. Eine gute Hautpflege ist nicht nur für ein „gesundes“ Aussehen wichtig, sondern ist ein Beitrag zum eigenen Wohlgefühl. Sowohl körperlich als auch seelisch – die Haut wird nicht zu Unrecht als Spiegel der Seele bezeichnet. Entzündungen der Haut oder Schleimhaut, Irritationen und Wunden sind unangenehm, oft auch schmerzhaft und je nach Lokalisation auch langwierig. Der Heilungsprozess sollte daher gezielt unterstützt werden, um langwierige Folgeerscheinungen, wie beispielsweise eine bakterielle Infektion, zu verhindern. Heilpflanzen können in diesen Fällen gut in Kombinationen miteinander eingesetzt werden. Zum einen, um den Entzündungsprozess zu stoppen, wie beispielsweise mit Kamille. Zum anderen, um den Wundheilungsprozess zu fördern, z. B. mit Schafgarbe, Salbei, Ringelblume oder Hamamelis. Kombiniert werden beide Prozesse in speziellen Gelen (z.B. Tyrosur Wundheilgel), die dem Prinzip der feuchten Wundbehandlung entsprechen und die gerade bei Riss-, Kratz- und Schürfwunden effektiv sind.
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Herz-Kreislauf-Störungen
Das Herz sorgt für den Rhythmus unseres Lebens, es ist das Zentrum unseres Kreislaufsystems. Wenn das Herz aus dem Takt gerät, bei Herzrhythmusstörungen oder bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit, beispielsweise bei Schwäche des Altersherzens, gibt es pflanzliche Helfer. Auch der Kreislauf lässt sich mit Hilfe der Natur stabilisieren und schützen. Kreislaufbeschwerden müssen nicht zwangsläufig mit Herzbeschwerden verbunden sein, sondern lassen sich auf eine Vielzahl von Ursachen zurückführen. Ein Wetterumschwung, anhaltende Sommerhitze, Stress oder Überlastung können bei empfindlichen Menschen Schwindelgefühle und Unwohlsein hervorrufen. Auch können sich Menstruationsprobleme auf den Kreislauf auswirken. Tropfen zum Einnehmen auf Zucker oder Brot werden gelutscht und wirken sofort über die Mundschleimhaut. Weitere Ersthelfer sind ätherische Öle, da sie über die Reizung des Geruchssinns auch den Kreislauf anregen. Medizinische Badezusätze, zum Beispiel mit Rosmarin oder Lavendel, können zur Kreislaufstabilisierung beitragen. Bei Herzproblemen ist allerdings ganz besonders darauf zu achten, dass das Badewasser nicht zu heiß ist (nicht über 38° C) und die Badedauer zwischen zehn und maximal 15 Minuten liegt. Auch Bluthochdruck ist ein Kreislaufproblem, das unbedingt frühzeitig erkannt und behandelt werden sollte, um daraus resultierende Krank-heiten zu vermeiden. Unabhängig davon, ob die Hypertonie vererbt oder die Folge einer anderen Erkrankung ist, ob die Ursachen bekannt sind oder nicht: Bluthochdruck ist sehr tückisch. Im Anfangsstadium spürt man ihn nicht, er verursacht keine offensichtlichen Beschwerden, es kann zu unspezifischen Symptomen wie Herzklopfen oder Schwindelgefühl, Schweißausbrüchen oder Kopfschmerzen kommen, wobei dann oft schon Folgeschäden aufgetreten sind. Deshalb ist es für jeden Menschen über 45 Jahren wichtig, jedes Halbjahr seinen Blutdruck überprüfen zu lassen – diesen Service bietet Ihnen Ihre Apotheke meist kostenlos oder gegen eine kleine Schutzgebühr. Im Gegensatz dazu steht der niedrige Blutdruck, der zwar auch unspezifische Symptome wie Müdigkeit oder Schwindelgefühl verursachen kann, aber letztendlich keine bleibenden Schäden im Körper anrichtet. Wenn sich keine organischen Ursachen feststellen lassen, das Herz aber dennoch spürbar stolpert oder immer wieder mal rast, wenn sich Beklemmungen einstellen oder ein Stechen in der Herzgegend auftritt, spricht man von funktionellen Herzbeschwerden. Hier spielen oft psychische Ursachen eine Rolle: Das Herz ist dann der Kanal für die Probleme, die eigentlich einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen. Die Mehrzahl der Herzerkrankungen ist jedoch organischer Natur, die auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden müssen. Pflanzliche Präparate können bei der Therapie von Herzmuskelschwäche und deren Ursachen, wie bei Bluthochdruck, unterstützend oder ergänzend eingesetzt werden. ! Hinweis: Neben medikamentöser Therapie sollte bei Herz-Kreislauf-Störungen eine Ernährungsumstellung erfolgen und Ausdauersport betrieben werden. Alle Maßnahmen sind mit dem Arzt abzustimmen, um langfristig die Herzgesundheit zu erhalten.
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Verdauungs- und Magenbeschwerden
Viele negative Einflüsse des Alltags zeigen sich nicht nur in unseren Redewendungen, sondern auch konkret mit Störungen im Magen-Darm-Bereich. „Etwas ist einem auf den Magen geschlagen“ oder „es dreht sich einem der Magen um“, um nur einige Beispiele zu nennen. Zwischen Speiseröhre und Darmausgang wird die aufgenommene Nahrung verarbeitet, die lebensnotwendigen Nährstoffe daraus entzogen und in den Organismus weitergeleitet. Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit – diese Missbefindlichkeiten zählen zu den so genannten funktionellen Magenbeschwerden. Bei einigen Menschen können diese Beschwerden längerfristig oder regelmäßig wiederkehrend auftreten, was aufeinen Reizmagen und/oder einen Reizdarm schließen lässt. Sowohl akute Beschwerden als auch chronische Probleme lassen sich mit Phytopharmaka gut behandeln. Ein erster Schritt kann auch die Nutzung heimischer Gewürze und verdauungsfördernder Kräuter in der Küche sein! Daneben ist es sinnvoll, auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralien sowie Ballaststoffe zu achten. Um die normale Darmtätigkeit wieder in Schwung zu bringen, dienen lösliche Ballaststoffe (z. B. Opti Fibre) den wichtigen, „gesunden“ Darm-bakterien (z. B. Bifidus, Lactobazillus) als Nahrung und regen deren Vermehrung an. ! Hinweis: Wenn sich Magen-Darm-Beschwerden häufen oder ver-schlimmern, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Ohne Leber und Galle wäre eine Verdauung der Nahrung in unserem Körper nicht möglich. Beide sind maßgeblich an den Verdauungsprozessen beteiligt. Eine wichtige zusätzliche Aufgabe der Leber ist die Entgiftung unseres Körpers. Auch die Schlussphase des Verdauungsprozesses zeigt sich nicht immer von der besten Seite. Durchfall und Verstopfung sind häufige Erscheinungsformen, wobei man selbst oft dazu neigt, zu früh von einer Verstopfung zu sprechen (ein Mal täglich bis ein Mal wöchentlich sind normal!). Der Durchfall ist in der Regel nur eine vorübergehende Störung, beispielsweise bedingt durch Reisen, bei denen ungewohntes Essen oder die Änderung der klimatischen Verhältnisse auslösend sind. Bei Durchfall ist es wichtig, den Flüssigkeits- und Mineralienverlust auszugleichen – ganz besonders bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Personen. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass der Durchfall zwar gestoppt wird, aber die Erreger weiterhin aus dem beruhigten Darm herausgespült werden. ! Hinweis: Wenn bei Durchfall nach drei bis vier Tagen der Selbst-medikation keine Besserung der Beschwerden auftritt, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.
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Schlafstörungen, nervöse Unruhe
Angstgefühle und Schwermut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, oft verbunden mit Schlaflosigkeit, quälen die Menschen nicht erst in jüngster Zeit. Häufig sind Schicksalsschläge oder anhaltender Leistungsdruck auslösende Faktoren, doch auch die bedrückenden Gefühle der Einsamkeit oder von Ausweg- und Sinnlosigkeit können massive Schlafstörungen verursachen. Psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder depressive Verstimmung bis hin zur ausgeprägten Depression können die Folge sein. Bei Schlafstörungen unterscheidet man Störungen des Ein- oder Durchschlafens. Manche Menschen schlafen schlecht ein, andere wachen mehrmals nachts ohne äußeren Grund auf und können wegen ihres ruhelosen Gedankenkarussells nicht wieder einschlafen. Tagesmüdigkeit und Konzentrationsprobleme sind die Folge, man fühlt sich unausgeglichen und unausgeschlafen. Wer mindestens drei Mal pro Woche länger als eine halbe Stunde benötigt, um in den ersehnten Schlaf zu fallen, kann mit Hilfe bestimmter Phytopharmaka seinen Einschlaf- oder Durchschlafstörungen begegnen. Pflanzliche Schlafmittel haben keinen negativen Einfluss auf den natürlichen Schlafrhythmus und wirken nicht narkotisierend, d. h. sie beeinflussen weder die Schlafintervalle noch führen sie zur gefürchteten Müdigkeit bis in die Morgenstunden (hangover). ! Hinweis: Auch vor der Einnahme pflanzlicher Schlafhelfer sollte ärztlich sichergestellt sein, dass keine physischen Ursachen, wie beispielsweise eine Herzinsuffizienz, vorliegen. An nichts mehr Interesse finden, keine Lust mehr auf irgendetwas haben – solche Aussagen sind charakteristisch für Menschen mit einer depressiven Verstimmung. Die Menschen ziehen sich zurück und scheuen den Außenkontakt. Diffuse Ängste führen zu Schlafstörungen, die, wenn sie über längere Zeit anhalten, körperliche Beschwerden hervorrufen. Äußere Ereignisse oder konfliktbeladene Lebenssituationen, die bereits im Kindes- und Jugendalter aufgetreten sein können, spielen bei Depressionen sehr häufig eine nicht zu unterschätzende Rolle.
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Erkrankungen der Atemwege — Grippaler Infekt
Man fühlt sich schlapp und krank, hat Schnupfen und Halsschmerzen, ist heiser und hustet, Kopf- und Gliederschmerzen sind keine Seltenheit. Erkältungskrankheiten stellen für die Betroffenen eine massive Einschränkung der Leistungsfähigkeit dar. Ein Großteil der grippalen Erkrankungen geht zulasten von Viren, gegen die Antibiotika nichts ausrichten können. Erst eine sich anschließende bakterielle Infektion kann damit behandelt werden. Oft beginnen fieberhafte Infekte mit Hals-schmerzen und Schluckbeschwerden, die mit pflanzlichen Arzneistoffen, wie beispielsweise in Sprays, Gurgellösungen oder Lutschtabletten, rasche Linderung finden. Um die heilende Wirkung von Lutschtabletten auch nachts nutzen zu können, sollte man vor dem Schlafengehen eine (zuckerfreie!) Lutschtablette in die Backentasche stecken. Der Wirkstoff wird dann über Nacht langsam in den hinteren Rachenbereich gespült. Schnupfen ist eines der weiteren charakteristischen Kennzeichen einer Erkältung – die Nase läuft, erst flüssig und klar, schließlich schleimiger und damit „produktiv“, d.h. die Krankheitserreger werden ausgeschieden. Abschwellende Nasensprays sind nur bei Fließschnupfen sinnvoll, sie sollten bei einem produktiven Schnupfen nicht mehr benutzt werden. Besser sind Kochsalzoder Meerwasserlösungen sowie Nasensprays mit ätherischen Ölen. Letztere verflüssigen und fördern die Sekretbildung und erleichtern damit den Abtransport der Krankheitserreger. Wenn die Erkältungsviren den Weg in die Bronchialschleimhaut gefunden haben, entwickelt sich aufgrund einer bakteriellen Folgeinfektion meist eine akute Bronchitis, die sich durch Husten bemerkbar macht. Ein Zeichen für einen bakteriellen Infekt ist eine gelbliche bis grünliche Verfärbung des abgehusteten Schleims. Die Schleimproduktion ist zuerst nur geringfügig, ein so genannter (unproduktiver) Reizhusten, der nachts mit einem Hustenstiller zur Ruhe gebracht wird. Tagsüber sollte der Husten und der Schleimauswurf durch einen Hustenlöser gefördert werden. Apotheke, Sauna, Multivitamin, Heißgetränk, Tee, Schleim, Rachen, Bronchien, Immun
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Möglichkeiten und Grenzen der natürlichen Therapierichtungen
Zu den ältesten Wissensschätzen der Menschheit zählt die Kenntnis von der Wirkungsweise und Heilkraft dessen, was die Natur zur Verfügung stellt: Pflanzen. Daher enthält dieser Ratgeber vorwiegend Angaben zu Heilpflanzen für spezifische Krankheitsbilder, aber auch Präparate der Homöopathie einschließlich der Schüssler Salze und der Spagyrik fließen in die Vorschläge zur Selbstmedikation ein. Zu den Grundbedürfnissen des Menschen zählen seit jeher Schlaf und Nahrungsaufnahme. Es ist daher wenig verwunderlich, dass unter anderem bei Schlafstörungen und Magenbeschwerden sehr viele Pflanzen bekannt sind, die bei diesen Problemen helfen. Bevor es die Möglichkeit der industriellen Herstellung von Arzneimitteln gab, versuchte man, mit den Mitteln zu helfen, die naturgemäß verfügbar waren. Daneben zählen Erkältungen und grippale Infekte sowie Erkrankungen von Haut, Muskeln, Nervensystem und Gelenken zu den Gebieten, in denen das umfang-reichste Wissen über die Wirkung von Heilpflanzen vorhanden ist. Selbst wenn es nur leichte Beschwerden sind, die einem zusetzen: Auch beim Einsatz natürlicher Mittel sollten Auswahl und Anwendung vorher mit dem Apotheker oder Arzt besprochen werden. Die Naturmedizin wird zwar gemeinhin als risikolos und nebenwirkungsfrei angesehen, dennoch ist auch hier Vorsicht angeraten. So können beispielsweise manche pflanzlichen Inhaltsstoffe eine erhöhte Lichtempfindlichkeit hervorrufen, wie beispielsweise Johanniskraut, weshalb man während der Einnahme besser auf direkte Sonneneinstrahlung verzichtet.
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