Erkältung: Bei den ersten Anzeichen entgegenwirken
Der eine spürt die nahende Erkältung zuerst an einem Kratzen im Hals, bei dem anderen beginnt es mit kribbelnder Nase und Niesreiz. Sobald sich die ersten Anzeichen bemerkbar machen, können diese Maßnahmen den Verlauf abschwächen oder sogar ganz aufhalten: • Nasenspülung: Mit Hilfe einer einfachen Nasendusche aus der Apotheke wird lauwarme Salzlösung durch den Nasenraum geleitet, was wie ein natürliches Desinfektionsmittel wirken kann und Krankheitserreger hinausspült. • Ansteigendes Fußbad: Dazu werden die Füße in einen Eimer mit lauwarmem Wasser gestellt. Nun alle paar Minuten heißes Wasser nachfüllen, bis etwa 40 – 42 Grad erreicht sind. Das Wasser sollte bis eine Handbreit unter die Knie reichen. So einige Minuten bleiben, das steigert die Durchblutung und mobilisiert die Abwehrkräfte. Anschließend abtrocknen, warm anziehen und eine halbe Stunde ruhen. Nicht anwenden bei Venenleiden! • Schüssler-Salze: Im ersten Stadium einer Erkältung wird üblicherweise das Schüssler-Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum eingesetzt. In der ersten Stunde alle fünf bis zehn Minuten eine Tablette im Mund zergehen lassen. Dann die Dosis reduzieren, jede Stunde um die Hälfte: erst eine Tablette alle 15 Minuten, dann alle 30, dann alle 60 Minuten. • Pflanzenkraft: Extrakte und Tees aus bewährten Heilpflanzen wie Sonnenhut (Echinacea), Lapacho, Hagebutte, Holunder oder Ginseng können das Immunsystem ankurbeln und im Kampf gegen Erkältungsviren unterstützen.
Erkältungssymptome
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Immunsystem stärken: Warm anziehen und raus an die Luft
Trotz aller Bemühungen ist es fast unmöglich, den Schnupfenviren während des ganzen Winterhalbjahres komplett auszuweichen. Gegen ein starkes Immunsystem kommen sie aber nur schwer an. Omas guter Rat „Zieh Dich warm an, Kind“ hat hier durchaus Bedeutung. Denn wenn wir frieren, ziehen sich die Gefäße in der Körperperipherie zusammen, die Schleimhäute werden schlechter durchblutet und trocknen aus, was den Viren das Eindringen erleichtert. Mütze, Schal und warme Schuhe können also Helfer gegen Erkältungen sein. Trotz aller Bemühungen ist es fast unmöglich, den Schnupfenviren während des ganzen Winterhalbjahres komplett auszuweichen. Gegen ein starkes Immunsystem kommen sie aber nur schwer an. Omas guter Rat „Zieh Dich warm an, Kind“ hat hier durchaus Bedeutung. Denn wenn wir frieren, ziehen sich die Gefäße in der Körperperipherie zusammen, die Schleimhäute werden schlechter durchblutet und trocknen aus, was den Viren das Eindringen erleichtert. Mütze, Schal und warme Schuhe können also Helfer gegen Erkältungen sein. Warm anziehen ist außerdem besser als immer zu Hause zu bleiben. Denn Bewegung, frische Luft und Sonne aktivieren ebenfalls das Immunsystem. Unter dem Einfluss der Sonnenstrahlen bildet unser Körper nämlich Vitamin D, das für eine gesunde Abwehr unentbehrlich ist. Aktivität bringt den Kreislauf in Schwung und vermehrt die Anzahl der Abwehrzellen im Blut. Übertreiben sollte man den sportlichen Ehrgeiz allerdings nicht, weil Leistungssport und zu starke Anstrengung den gegenteiligen Effekt haben. Wichtig für die Immunabwehr sind aber nicht nur äußere, sondern auch innere Einflüsse, denn Vitamine, Mineralstoffe und bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe können sie unterstützen. So sind beispielsweise Zitrusfrüchte, Sanddorn, Hagebutten, Kohl und Broccoli wahre Vitamin-C-Bomben. Schwarzer Holunder hilft mit seinen Flavonoiden bei der Abwehr freier Radikale, und Süßholzwurzel kann schleimlösend und entzündungshemmend wirken. Ein Naturmittel, auf das viele geradezu schwören, ist Ingwer: Ein Tee aus einem daumengroßen Stück der gelben Wurzel, geraspelt, mit Wasser überbrüht und nach 10 Minuten abgeseiht, heizt von innen durch und fördert mit seinen Scharfstoffen die Durchblutung der Nasenschleimhaut. Wem das zu exotisch ist, der kann es mit dem alten Spruch „Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern“ halten. Denn das Lieblingsobst der Deutschen liefert viele gesunde Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und ist ein echter „Gesundhalter“. Bewegung, frische Luft und gutes Essen machen müde, und das führt zum letzten großen „Immunbooster“: Entspannung und Schlaf. Denn ebenso wie Aktivität brauchen Körper und Geist Ruhephasen, um fit und stark zu bleiben. Tagsüber sollte man darum auf regelmäßige Auszeiten achten – vielleicht mit einer kleinen Fantasiereise, einem warmen Bad oder etwas Meditation. Und eine ausreichend lange und ungestörte Nachtruhe gibt dem Immunsystem und den Reparaturmechanismen der Zellen Zeit für ihre Arbeit. Dann können die Erkältungsviren einpacken.
Allgemeine Informationen
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Abwehrstark gegen Viren
Keine rote Nase, kein Husten und Schniefen, kein Brummschädel – und das von Oktober bis März? Eine schöne Vorstellung, der man mit Vorbeugung und ein bisschen Glück sogar sehr nahe kommen kann. Erkältungen sind demokratisch: Irgendwann erwischen sie jeden. Erwachsene erkranken im Durchschnitt zwei- bis viermal pro Jahr an einem banalen Atemwegsinfekt, Kinder sogar bis zu zehnmal – meist im Herbst und Winter. Schuld sind Viren – genauer gesagt rund 200 verschiedene Virentypen, von denen Rhinoviren die häufigsten sind. Dafür, dass sie vor allem in der kalten Jahreszeit zuschlagen, gibt es verschiedene Erklärungsansätze: Zum einen können die Erreger bei kühler, trockener Luft länger außerhalb des Körpers überleben und sich so besser verbreiten. Zum anderen können Kälte und fehlendes Sonnenlicht das Immunsystem schwächen, sodass das Körper anfälliger wird. Und nicht zuletzt verbringen wir im Winter oft mehr Zeit mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen. „Kontaktsperre“ für Viren Ist die Erkältung erst richtig ausgebrochen, muss der Körper alleine damit fertig werden. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht, und auch Antibiotika können gegen Viren nichts ausrichten. Man kann lediglich die Symptome abmildern und sich möglichst viel Ruhe gönnen. Besser ist es deshalb, gar nicht erst zu erkranken. Um sich vor Halskratzen, Schnupfen und Husten zu schützen, gibt es grundsätzlich zwei Wege: Der erste ist, möglichst gar nicht in Kontakt mit den Viren zu kommen, der zweite, das Immunsystem für die Abwehr angreifender Erreger zu stärken. Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollte man sich von Menschenmengen und bereits Erkrankten möglichst fern halten. Die Erreger werden aber nicht nur beim Niesen oder Husten über die Luft verteilt, sie haften auch an den Händen, an Türgriffen, Computertastaturen, Telefonhörern, Haltegriffen, Treppengeländern und vielen anderen Gegenständen. Deshalb sollte man sich in der kalten Jahreszeit häufig gründlich die Hände mit Seife waschen – vor allem, wenn man im öffentlichen Raum unterwegs ist oder die Wohnung mit Schnupfennasen teilt. Dazu ist es möglichst zu vermeiden, sich ins Gesicht, an Mund, Augen oder Nase zu fassen. Wir alle tun das unwillkürlich recht häufig, aber Viren finden so schneller den Weg zu den Schleimhäuten. Wer selbst vom Schnupfen geplagt wird, kann übrigens auch einiges tun, um niemanden anzustecken. Zum Beispiel zu Hause bleiben und nicht heftig niesend im Büro sitzen. Außerdem gilt: Nicht die Hand vor den Mund halten, sondern die Armbeuge. So bleiben die Hände virenfreier. Nach jedem Naseputzen – hier sind Einmaltaschentücher am hygienischsten – sollte man die Hände waschen. Wer ganz rücksichtsvoll ist, kann auch einen Mundschutz tragen.
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Erkältung der Harnwege
Außer grippalen Infekten der Atemwege können auch die Nieren und die ableitenden Harnwege von einer „Erkältung“ erfasst werden, hier liegt allerdings meistens eine bakterielle Infektion zugrunde. Sollte man sich unsicher sein, ob eine Blasenentzündung vorliegt oder nicht, kann ein Teststreifen aus der Apotheke Gewissheit verschaffen, beispielsweise Combur. Die Beschwerden beginnen meist mit Brennen beim Urinlassen, gehen dann über in häufigen Harndrang, bis hin zu Krämpfen und Schmerzen sowie zu Harnverhalten. Eventuell kommt es auch zu Fieber und Druckschmerz im Rücken, im Bereich der Nieren. Eine rosarote Verfärbung des Urins deutet auf eine Nierenentzündung und erfordert unbedingt eine sofortige ärztliche Behandlung. Auf jeden Fall muss eine Erkrankung der ableitenden Harnwege gründlich ausgeheilt werden, da sonst die Gefahr von Wiederholungserkrankungen besteht. Das kann sich dann in einer so genannten „Reizblase“ äußern. Beim geringsten Anlass treten die bekannten, lästigen Beschwerden immer wieder auf. Frauen sind besonders gefährdet! Grundsätzlich sind leichte Erkrankungen der Harnwege nach fachmännischem Rat aus der Apotheke ein typischer Bereich für die Selbstmedikation. Wenn nach spätestens drei Tagen jedoch keine Besserung eingetreten ist, muss ärztlicher Rat eingeholt und eventuell mit einem Antibiotikum behandelt werden. Grundsätzlich ist an erster Stelle zu raten: Viel trinken! Als Faustregel gilt, so viel Flüssigkeit aufzunehmen, dass in 24 Stunden mindestens 1,5 Liter Urin ausgeschieden werden, folglich mindestens zwei bis 2,5 Liter. Dabei ist die erforderliche persönliche Trinkmenge abhängig von zahlreichen Faktoren: Trockene Luft in der Wohnung oder am Arbeitsplatz, körperliche Arbeit mit Schwitzen, Art und Menge der Nahrungsmittel und Getränke. Zu meiden sind vor allem kalte Getränke wie Bier und scharfe Alkoholika. Hingegen sind Arzneitees empfehlenswert, bis zu einem Liter in 24 Stunden zusätzlich zur üblichen täglichen Trinkmenge! Sie wirken neben der gründlichen Spülung desinfizierend und heilend auf die erkrankten Organe. Geeignete Teedrogen, die einzeln oder auch gemischt angewendet werden, sind unter anderem Goldrutenkraut, Ackerschachtelhalmkraut, Birkenblätter, indischer Blasen- und Nierentee sowie Hauhechelwurzel. Diese Teedrogen werden als Einzelmittel oder gemischt in Dragees, Kapseln oder in Form von Tee angewendet, wie beispielsweise Cystinol akut, Aqualibra, Arctuvan oder Harntee 400. Nach neuesten Studien sind Kombinationen von Cranberry mit Cystus und Zink durchaus sinnvoll und effektiv und auch für Kinder erhältlich. Wenn Männer Beschwerden beim Harnlassen haben, so sollte ein Urologe feststellen, ob eine Vergrößerung der Prostata vorliegt oder eine Blasenentzündung. Männer erkranken eher selten an einer Blaseninfektion, allerdings können sich die Beschwerden von Patienten mit Prostataerkrankungen durch eine „Erkältung“ noch zusätzlich verschlimmern.
Sonstige Maßnahmen
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Wickel und Packungen
Durch den „Wasserdoktor“ Sebastian Kneipp sind die Anwendungen von Wickeln und Packungen für Patienten aller Altersstufen sehr populär geworden. Je nach Indikation werden sie trocken oder nass, warm oder kalt, für den ganzen Körper oder gezielt an Armen und Beinen, aber immer nach genauen Vorschriften ausgeführt. Sie sollen entweder Wärme entziehen, Wärme stauen oder Schweiß treiben. Dem Wasser, in dem die Umschlagtücher eingeweicht werden, können Extrakte aus Kamillenblüten, Zinnkraut, Eichenrinde oder Haferstroh zur Wirkungsverstärkung beigegeben werden. Auch Essigwasser, Lehm und sogar Senfmehl sind in Einzelfällen geeignet. Körperregionen, die mit Packungen oder Wickeln behandelt werden, sind Leib, Lenden, Brust, Waden und der Hals. Die vorgeschriebenen Tücher werden in drei Lagen aufgelegt: Für den unmittelbaren Hautkontakt ein Tuch aus Leinen, ein mittleres Tuch aus Baumwolle und ein äußeres Tuch aus Wolle oder Flanell. Die Größe der benötigten Tücher richtet sich nach dem zu versorgenden Körperteil. Es gibt auch spezielle Kneipp’sche Wickeltücher, jedoch kann in der häuslichen Krankenpflege durchaus improvisiert werden. Wickel oder Packungen zum Wärmeentzug (gegen Fieber) werden den Umständen entsprechend angemessen lange auf dem Körper belassen. Zur Erreichung eines Wärmestaus sollen die Tücher 45 bis 60 Minuten, als schweißtreibende Packung bis zu zwei Stunden liegen bleiben.
Atemwegserkrankungen - Bewährte Hausmittel
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Medizinische Bäder – Erkältungsbäder
Wie der Name sagt, sind medizinische Bäder keine Reinigungs- oder Duschbäder, sondern dienen der Zufuhr arzneilich wirksamer Stoffe auf oder in den Körper. Dazu werden der ganze Körper oder einzelne Körperteile in einem entsprechenden Gefäß (Sitz, Arm- oder Vollbadewanne) in Wasser eingetaucht, mit festgelegter Temperatur und für eine bestimmte Zeit. Im Badewasser werden zuvor medizinische Badezusätze gelöst. Erkältungsbäder sind Vollbäder, die nur für kreislaufstabile Patienten geeignet sind. Mit Ausnahme des Kopfes wird der ganze Körper in das Bad eingetaucht. Die Menge des Badezusatzes, üblicherweise ätherische Öle, ist nach der Wassermenge zu bemessen. Die Badetemperatur soll, je nach Empfindlichkeit des Patienten, zwischen 35 °C und 40 °C betragen. Die Badedauer kann bis zu zwanzig Minuten betragen. Will man eine schweißtreibende Wirkung erzielen, lässt man während des Badens dem Badewasser nach und nach heißes Wasser zulaufen. Anschließend ist es wichtig, unmittelbar ins Bett zu gehen, sich warm einzupacken und zu schwitzen. Ein Lindenblütentee kann diese „Prozedur“ noch fördern. Patienten mit Kreislaufproblemen sollten generell vorsichtig sein, vor allem aber keine ansteigenden Bäder und keine Schwitzkur durchführen! Als Badezusätze empfehlenswert sind Fertigarzneimittel wie Pinimenthol oder Dermasel TMS Spa Bäder. Diese enthalten eines oder mehrere ätherische Öle in wirksamer Konzentration für eine gleichmäßige Verteilung im gesamten Badewasser. So können die Öle die ganze Körperoberfläche erreichen und durch die Haut eindringen, sie gelangen durch das Blut in die Atemwege. Gleichzeitig lindert das Einatmen der Wirkstoffe die Beschwerden wie bei einer Inhalation. Bei der Zugabe reiner ätherischer Öle sollte ein Emulgator (Honig, Sahne, neutrale Flüssigseife, Meersalz) zugefügt werden, da sich sonst die Öle nur an der Oberfläche verteilen. Nach jedem Erkältungs-Vollbad ist Bettruhe notwendig! Patienten mit größeren Hautverletzungen, akuten Hautkrankheiten sowie mit Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz sollten medizinische Badezusätze nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden.
Atemwegserkrankungen - Bewährte Hausmittel
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Inhalationen
Bei Atemwegserkrankungen sind Inhalationen mit ätherischen Ölen (Kamille, Latschenkiefernöl) oder mit Fertigpräparaten (Pinimenthol Inhalation, Soledum Balsam) sehr zu empfehlen. Befindet sich kein Inhalationsgerät im Haus, behilft man sich mit einem Topf, halb gefüllt mit heißem Wasser und einem Handtuch über dem Kopf. Besser geht es mit einem zur Inhalation geeigneten Plastikbehälter, mit dem nicht das ganze Gesicht bedampft wird (Soledum, Transpulmin). Dabei ist die Atemtechnik wichtig: Das bewusst tiefe Einatmen sollte, wenn kein Inhaliermundstück verwendet wird, immer durch die Nase erfolgen, auch wenn sie scheinbar „dicht“ ist. Meist öffnet sie sich im Laufe der Anwendung. Das Ausatmen erfolgt dann durch den Mund. Sind die Bronchien stark in Mitleidenschaft gezogen, ist das tiefe Einatmen durch den Mund sinnvoll. Zehn Minuten Inhalation sind ausreichend. Die Wirkstoffkonzentrationen sollten nicht zu hoch sein, bei reinen ätherischen Ölen oder Gemischen genügen meist fünf bis zehn Tropfen auf etwa einem halben Liter Wasser oder eine Handvoll Kamillenblüten auf die gleiche Menge. Welchen Vorteil bieten elektrische Inhalationsgeräte? Bei einer schweren Bronchitis und bei hartnäckigem Husten sowie auch für Asthmatiker sind elektrische Inhalationsgeräte zweckmäßig. Bei ihnen wird die zu inhalierende Wasserdampflösung durch extrem enge Düsen gepresst, wodurch winzigste Tröpfchen der ätherischen Ölmischung entstehen. Diese gelangen beim tiefen Einatmen leicht in die untersten Atemwege, die Alveolen, wohin normaler Wasserdampf – allein schon wegen der Tröpfchengröße – nicht gelangen kann. Inhalationen sind auch bei Säuglingen und Kleinkindern mit speziellen Inhalationsgeräten möglich (MicroDrop, Pari). In vielen Apotheken kann man sich elektrische Inhalationsgeräte gegen eine geringe Gebühr ausleihen. Wie bereits erwähnt, ist das Auftragen weniger Tropfen ätherischer Öle auf Bettwäsche oder Kleidung (Babix Inhalat) eine sanfte Möglichkeit, die Schleimhäute des Babys frei zu halten. Aus der Umgebung werden die Tropfen über einen längeren Zeitraum gleichmäßig eingeatmet. Raumsprays (zum Beispiel Erkältungsduft mild von Taoasis) haben den gleichen Effekt und erleichtern das Atmen. Eine zweifache Wirkung können Erkältungssalben wie Pinimenthol, Transpulmin oder Bronchoforton entfalten, die auf Brust und Rücken eingerieben werden. Zum einen verdampfen die heilsamen ätherischen Öle durch die Körperwärme und gelangen beim Einatmen in Nase, Rachen und Bronchien. Zum anderen gelangen sie über die Haut in den Blutkreislauf und damit ebenfalls zu den Schleimhäuten des Nasen-Rachen-Raumes (Babix Bronchialbalsam für Babys und Kleinkinder bis zu zwei Jahren). Eine Sonderform der Inhalation stellen gute Hals-, Rachen- oder Hustenbonbons dar, die wirksame ätherische Öle enthalten, wie Dallmanns Salbei-Bonbons, Rheila oder Em-Eukal sowie Wick Bonbons. Die ätherischen Öle von Pfefferminze und Salbei vermitteln das Gefühl freier Atmung und wirken bei ausreichender Konzentration auch gegen Viren. Ein positiver Nebeneffekt des Lutschens ist, dass der Patient den Mund geschlossen hält und dadurch das Infektionsrisiko verringert. Eine Nasendusche bzw. -spülung ist eine spezielle Form der Therapie der oberen Atemwege, die – wenngleich gewöhnungsbedürftig – langfristig auch durchaus vorbeugend wirksam werden kann, weil sie sekretlösend wirkt und Krankheitserreger einfacher abfliessen lässt. Die Salzlösung dazu sollte nicht mehr als zwei gestrichene Teelöffel auf einem Liter Wasser enthalten. Wer auf die Prozedur über dem Waschbecken verzichten möchte, kann mittlerweile auch auf handliche, batteriebetriebene Geräte zurückgreifen, die nicht nur die Kochsalzlösung vernebeln und mit Druck in die Nase transportieren, sondern auch eine separate Kammer zum Auffangen der verschmutzten Flüssigkeit haben.
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Schnupfen
Schnupfen kann unterschiedliche Ursachen haben und ist nicht immer die Folge einer Virusinfektion. Aus diesem Grunde sind zuerst milde Maßnahmen anzuraten. Dazu zählen Kamillendampfbäder, Inhalation von ätherischen Ölen wie Eukalyptus- oder Minzöl oder die Anwendung von Nasensalben mit mineralischen oder pflanzlichen Wirkstoffen. Bei den ersten Anzeichen eines Schnupfens helfen Nasensprays, wie Wick Erste Abwehr Mikro-Gel Spray oder das neue algovir, sowie das Rachenspray Viru Protect. Alle drei verhindern auf unterschiedliche Weise das Eindringen der Viren in die Nasenschleimhaut und bekämpfen somit die Erreger, bevor die Erkältung richtig ausbrechen kann. Die Anwendung von Schleimhaut abschwellenden Nasentropfen oder besser -sprays, beispielsweise Otriven, Imidin, Hysan oder Nasivin, ist dann erforderlich, wenn die Nasenschleimhaut bereits sehr stark angeschwollen und die Nasenatmung deutlich erschwert ist. Ohne abschwellenden Wirkstoff befreit Aspecton Nasenspray die Schnupfennase durch den Einsatz reiner ätherischer Öle. Das Präparat Nasic hat den Vorteil, dass es zusätzlich einen heilenden Wirkstoff enthält. Preiswerte Generika zu Nasic sind XyloDuo ratiopharm und Septanasal. Produkte mit Hyaluronsäue, zum Beispiel hysan Pflegespray, pflegen und schützen die Nasenschleimhaut und reduzieren das Risiko einer erneuten Infektion. In weniger akuten Fällen kann ein Nasenspray auf Meerwasserbasis (Rhinomer, Mar) hilfreich sein. Auch wenn die Atmung durch die Nase beschwerlich erscheint, sollte es vermieden werden, durch den Mund zu atmen – denn dadurch werden zusätzliche Infektionen mit verunreinigter Luft begünstigt. Es ist wichtig zu wissen, dass der Dauergebrauch von Schleimhaut abschwellenden Nasensprays zur Austrocknung der Nasenschleimhaut führen kann, sie kann rissig werden, wodurch die Infektionsgefahr steigt. Ferner kann ein Abhängigkeitsgefühl entstehen. Sind die Schleimhäute bereits angegriffen, so hilft die sanfte Pflege des Naseninnenraumes mit naturbelassenem Sesamöl, zum Beispiel Gelositin, oder mit einer Nasensalbe, beispielsweise Nisita, Bepanthen oder Emser.
Erkältungssymptome
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Halsschmerzen / -entzündung
Die Rachenmandeln (Tonsillen) spielen im Abwehrsystem unseres Körpers eine wichtige Rolle. Nach viralen Infekten werden sie oft von Bakterien als Folgeinfektion befallen und schwellen entzündlich an. Es entstehen Schluckbeschwerden und Halsschmerzen, die anfangs mit desinfizierenden und zusammenziehend wirkenden (adstringierenden) Gurgellösungen oder Sprays behandelt werden. Zur örtlichen Desinfektion können Lutsch-tabletten – rechtzeitig und konsequent über mindestens 24 Stunden! – angewendet werden. Die Schulmedizin bietet z. B. neo-angin oder Mucoangin, auf pflanzlicher Basis Isla Moos oder Ipalat. Bewährt haben sich inzwischen die so genannten Hydro-Depots, wie z. B. GeloRevoice, die sich wie ein Schutzfilm auf die trockene Schleimhaut legen. Homöopathisch stehen Tonsipret oder Tonsiotren H Tabletten zur Verfügung. Lutschtabletten mit Schmerz betäubendem Effekt sind unter anderem Lemocin und Dorithricin. Neu ist Septolete mit zwei Wirkkomponenten: antipakteriell und durch ein Lokalanästhetikum betäubend. Die Beschwerden werden gelindert und können eine Antibiotika-Therapie entbehrlich machen. Es stehen auch Sprays mit antiseptischer Wirkung (neo-angin, Hexoral, Chlorhexamed, Tantum Verde) zur Verfügung. Dobendan direkt gibt es auch als Spray, mit antiseptischem, schmerzstillendem Effekt. Sprays mit pflanzlichen Bestandteilen (Kamillosan, Echinacea Mund- und Rachenspray) sind ebenso sinnvoll und wirksam zur Vorbeugung als auch für die Akut-Therapie. Auch eine rechtzeitig beginnende und konsequent durchgeführte Einnahme von Homöopathika, wie zum Beispiel Meditonsin, Imupret oder Metavirulent, ist aussichtsreich.
Erkältungssymptome
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Vorbeugende Maßnahmen gegen Erkältungskrankheiten
In Zeiten erhöhter Infektionsgefahr ist es ratsam, Menschenansammlungen so weit wie möglich zu meiden. Viele Firmen empfehlen ihren Mitarbeitern, sich in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr nicht mehr die Hand zur Begrüßung zu geben. Eine fest installierte Desinfektionslösung in der Toilette ist ebenfalls sinnvoll. Desinfektion ist auch im privaten Bereich ein wichtiges Thema – in der Apotheke berät man Sie gerne zu Produkten für unterwegs oder für spezielle Situationen, zum Beispiel Kinder, Schwangerschaft oder Pflege. Das Verdunsten ätherischer Öle ist in Räumen, in denen sich häufig viele Menschen aufhalten, zum Beispiel in Büro- oder Konferenzräumen, nicht nur angenehm, sondern wirkt zusätzlich desinfizierend und energetisierend. Es spricht auch nichts gegen das Tragen eines Mundschutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn Ihnen das unangenehm ist, lutschen Sie in der Öffentlichkeit Cystus-Tabletten zur Abwehr von Bakterien und Viren. Die Einnahme von Zink und hochdosiertem Vitamin C (Ihre individuell optimale Dosis kann Ihnen Ihre Apotheke ermitteln), sowie das Trinken von Vitamin-C-reichen, möglichst frisch gepressten Fruchtsäften ist sinnvoll. In der feuchtkalten Jahreszeit ist auf warme Kleidung sowie auf warme Hände und Füße zu achten. Wer vielen Menschen die Hand geben muss, sollte seine Hände öfter und vor allem gründlicher waschen und desinfizieren, beispielsweise mit Sterillium virugard, das antibakteriell und antiviral wirkt. Achten Sie immer darauf, beim Niesen die Hand vor den Mund zu halten!
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Harmloser Infekt oder echte Virusgrippe?
Wichtig ist, dass man die ernst zu nehmende „echte Virusgrippe“, die Influenza, klar von einem grippalen Infekt abgrenzt. Erkältungen sind weit verbreitet, sie treten meist im Frühjahr und Herbst auf, zwingen uns häufig zur Bettruhe, sind aber im Prinzip recht harmlos und gehen nach einigen Tagen vorüber. Die echte Virusgrippe, wie zum Beispiel Vogelgrippe oder Schweinegrippe, tritt epidemieartig auf. Die beiden Erkrankungen unterscheiden sich deutlich durch die Heftigkeit der Symptome. Die Influenza ist meldepflichtig, da die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist. Bei der Influenza handelt es sich in erster Linie um eine Infektion der oberen Atemwege. Fieber, Gliederschmerzen, trockener Husten treten schnell und heftig auf. Der ganze Körper fühlt sich zerschlagen und wie zermalmt an. Zusätzlich zu den Viren können Bakterien Infekte im Magen-Darm-Bereich, in den Gelenken, Muskeln oder auch im Gehirn hervorrufen. Die Erkrankung klingt nur langsam ab und kann den gesamten Organismus für Wochen schwächen – und: Eine Influenza kann im schlimmsten Fall tödlich verlaufen! Bei Verdacht auf eine echte Grippe, wie zum Beispiel nach einem Aufenthalt in infizierten Gebieten, kann ein Schnelltest aus der Apotheke Klarheit verschaffen. Wenn dieser Schnelltest ein positives Ergebnis zeigt, sollte sofort ein Arztbesuch folgen. Beide Grippearten werden durch Tröpfchen beim Niesen, Anhusten oder Sprechen sowie durch Körperkontakt übertragen. In geschlossenen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln steigt das Risiko einer Infektion signifikant. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Infektion bis zum tatsächlichen Auftreten der ersten Symptome, kann zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen betragen. Grippeimpfungen werden jährlich aufgefrischt, weil sich immer wieder neue Erreger entwickeln. Gefährdete Personen sind all diejenigen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, insbesondere Senioren und chronisch Kranke, aber auch Berufstätige mit erhöhter Infektionsgefahr, beispielsweise Ärzte und Pflegepersonal. Ihnen wird allgemein empfohlen, sich zeitgleich mit der Grippeimpfung gegen Lungenentzündung impfen zu lassen. ! Tipp: Grippeschutz = Herzschutz! Nachgewiesen wurde ein interessanter Zusammenhang zwischen Grippeimpfung und Herzschutz. Denn die Impfung schützt offensichtlich nicht nur vor Grippe, sondern auch vor koronaren Herzkrankheiten (KHK). Bei geimpften Patienten mit KHK ließ sich nach einem Jahr eine um zwei Drittel geringere Sterberate an Herz-Kreislauf-Ereignissen verzeichnen. Noch ist man sich allerdings über den Zusammenhang unklar, doch man vermutet, dass die Impfung das Immunsystem allgemein stärkt, wovon letztendlich auch die Herzpatienten profitieren.
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