Mehr Energie in stressigen Zeiten
Hektik, Stress und viele Termine – das Gefühl, alles nicht mehr richtig zu schaffen, ist ein ernstzunehmendesWarnzeichen. Doch keiner ist dem fordernden Alltag hilflos ausgeliefert: Mit verschiedenen Methoden lässt sich einer schleichenden Erschöpfung vorbeugen. Eine Stress-Studie der Techniker Krankenkasse (TK) ergab Alarmierendes: Stress ist in der Bevölkerung nicht nur weit verbreitet, fast jeder vierte Erwachsene bezeichnet sich sogar als „häufig gestresst“. Besonders stark betroffen sind Berufstätige – und das bleibt nicht ohne Folgen: 43 Prozent davon fühlen sich abgearbeitet und verbraucht; die Zahl stressbedingter Krankschreibungen steigt laut TK von Jahr zu Jahr. In hektischen Zeiten kommen Bedürfnisse des Körpers zu kurz. Die Betroffenen ernähren sich unausgewogen, sind selbst beim Essen gehetzt, schlafen zu wenig und kommen kaum zur Ruhe. Die Folgen bleiben nicht aus. Bei Stress bildet der Körper vermehrt Säure. Kommt noch eine einseitige Ernährung mit viel Fleisch, Milchprodukten und Süßigkeiten hinzu, steigt die Übersäuerung noch weiter an. Stress macht den Körper sauer Eine gewisse Zeit kann der Körper das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen noch selbst regulieren. Hält die Belastung länger an und wird nicht bewusst für einen Säure-Basen-Ausgleich gesorgt, brauchen sich Mineralreserven zur Neutralisation irgendwann auf. Der Körper beginnt die überschüssige Säure in den Fasern des Bindegewebes einzulagern. Die natürlichen Verhältnisse im Energiestoffwechsel werden gestört. Prozesse geraten ins Stocken, die Versorgung der Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff wird beeinträchtigt. Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Infektanfälligkeit können Anzeichen einer Übersäuerung sein, aber auch Gelenkschmerzen und Probleme mit der Haut treten häufiger auf. Hilfreich wäre es, sich in einer angespannten Lebenssituation überwiegend von basischen Lebensmitteln wie z. B. Gemüse, Obst, Salaten, Saft und Kräutern zu ernähren. Sie sollten 80 Prozent einer Mahlzeit ausmachen. In der Apotheke sind außerdem Basenpräparate erhältlich, die gezielt auf die Bedürfnisse des Körpers abgestimmt sind. Werden Basenpräparate, vor allem mit gut verwertbaren Citratverbindungen, über einen begrenzten Zeitraum von zwei bis drei Monaten regelmäßig eingenommen, können sie die optimalen Bedingungen für die Stoffwechselfunktionen im Körper wieder herstellen. Sie führen dem Organismus reichlich basische Mineralstoffe und Spurenelemente zu, die für ein ausgewogenes Säure- Basen-Gleichgewicht sorgen und den Energiestoffwechsel unterstützen. Beides sind wichtige Voraussetzungen für Vitalität und Leistungsfähigkeit.
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Die Entdeckung der Stille
Heutzutage gleicht die Welt einem Megaphon. Bunte Bilder und grelle Klänge schreien uns an. Hektisch und laut wird von uns ständig etwas gefordert. Da wächst das Bedürfnis, sich einmal auszuklinken und den Sinnen Ruhe zu gönnen. Jetzt im Herbst ist die beste Zeit für eine geistige „Fastenkur“. Wir hatten auf schönes Herbstwetter gehofft, aber es kam anders. Die Wanderung auf den Schauinsland, Freiburgs Hausberg, begann in feinem Nieselregen. Je höher wir stiegen, desto mehr wurde der leise Regen durch dichter werdenden Nebel abgelöst. Glitzernde Wassertröpfchen hingen in Haaren und Augenbrauen. Bald sah man die Schwarzwaldtannen nur noch als schemenhafte Schatten. Hatte das garstige Wetter anfangs noch die Laune getrübt, änderte sich das aber durch eine merkwürdige Entdeckung. Der Nebel verschluckte jeden Laut, der Wald wurde still. Wir hörten nur noch den Tritt unserer Wanderstiefel auf dem nassen Laub, hin und wieder einmal ein Knacken von Holz. Selbst das leise Fallen der Wassertropfen von den Zweigen wurde mit einem Mal hörbar. Unsere Gespräche waren bald verstummt, machten Platz einem stillen Lauschen und einem meditativen Gang nach innen. Als sich nach drei Stunden unser Ziel, ein Berggasthof, aus dem Nebel herausschälte, war es fast eine Enttäuschung, wieder in die altgewohnte Welt zurückzukehren. Die Erfahrung der Stille hatte diesen Tag im Nebelwald zu etwas Außergewöhnlichem gemacht. So wie der Philosoph Friedrich Nietzsche in seinem „Zarathustra“ schrieb: „Die größten Ereignisse – das sind nicht unsere lautesten, sondern unsre stillsten Stunden.“
Achtsamkeit und Psyche
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Kloster auf Zeit
Das eigene Ich wird dann wieder erfahrbar, wenn das ständige Hintergrundrauschen erlischt und Stille einkehrt. Dazu mag es nötig sein, sich einmal vom Alltag zu verabschieden und an einem ruhigen Ort den Rückzug zu suchen. Eine Möglichkeit wäre, einige Tage oder Wochen in einem Kloster zu verbringen – 268 katholische Klöster in Deutschland bieten ein Klosterleben auf Zeit an. Das christliche Bekenntnis ist keineswegs eine notwendige Voraussetzung, um innerhalb der Klostermauern innere Einkehr zu finden. Wie eine Umfrage der Deutschen Ordensobernkonferenz ergab, ist es über einem Drittel der Gäste vielmehr am wichtigsten, in der besonderen Atmosphäre des Klosters Ruhe und Erholung zu genießen. Dies kann auf ganz verschiedene Weisen geschehen. Größere Ordenshäuser wie das Kloster Arenberg bei Koblenz oder das Kloster Hegne bei Allensbach am Bodensee haben eigene Gästehäuser, wobei die Gäste ganz unverbindlich eingeladen werden, am Gebet, an Gesprächskreisen oder an Schweige-Exerzitien teilzunehmen. Das Kloster Arenberg verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Neben meditativen „Tagen der Stille“ bietet es auch Aquafitness, Aromaöl-Massagen oder Shiatsu-Behandlungen. „Ich glaube, viele Menschen kommen sich heute vor wie ein Hamster im Rad“, sagt Schwester Ursula Hertewich über die Motivation derjenigen, die eine Auszeit im Kloster Arenberg suchen. „Dieses ständig laufen müssen und keine Räume zu haben, wo sie einmal nichts zu tun brauchen. Ruhe finden müssen viele erst wieder lernen.“ Während aber im Kloster Arenberg ein Mitleben im Ordenskonvent nur für Klosteranwärterinnen möglich ist, ist man etwa im kleinen Kapuziner- Kloster Stühlingen an der Schweizer Grenze viel näher dran am Alltagsleben der vier Brüder und drei Schwestern. Im Angedenken an das Testament Franz von Assisis, der auch geistiger Ahnherr des Kapuzinerordens war, sollen alle Brüder und Schwestern eine ehrbare Handarbeit verrichten. „Auch für uns besteht die Notwendigkeit, den Lebensunterhalt zu erwirtschaften und die Dinge des alltäglichen Lebens zu besorgen. Daher versuchen wir, alle anfallenden Arbeiten in Haus und Garten gemeinsam mit unseren Gästen selbst zu leisten“, heißt es im Kloster Stühlingen. Die Gäste sind, so lange sie dort wohnen, nicht bloß Zuschauer, sondern sie nehmen teil an Gebet, Arbeit und den Mahlzeiten. Stühlingen versteht sich weder als „Ferienkloster“ noch als Therapiestätte, stattdessen hat man die seltene Gelegenheit, authentisches Klosterleben kennenzulernen, sowohl beim Jäten im Klostergarten als auch beim Laudes-Gebet am frühen Morgen.
Wohlfühlen
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Geistiges Fasten
Christlichen Exerzitien gar nicht so unähnlich sind Retreats (engl. Rückzug) als spirituelle Praxis asiatischer Glaubensrichtungen oder im Yoga. In selbstgewählter Abgeschiedenheit, weit weg von der gewohnten Umgebung, fällt es erfahrungsgemäß leichter, den Stress abzuwerfen und den inneren Kompass wieder neu zu justieren. Yoga ist eine zuverlässige Methode, über die körperliche Disziplinierung die eigene Mitte wieder zu finden. Denn die Asanas, wie die Dehn-, Beuge- und Streckübungen genannt werden, machen nicht nur Muskeln, Sehnen und Gelenke geschmeidig, sie sind auch ein Weg zur Entspannung und Selbstfindung. Viele Yoga-Häuser, -Schulen und Yoga-Reiseveranstalter bieten Retreats, also „Tage des Rückzugs“, an. „Bei uns ist der Herbst eine beliebte Jahreszeit“, heißt es im Yoga-Haus Samvit, das in herrlichster Lage am Schliersee am Fuße der Alpen liegt. „Zu uns kommen die Menschen, wenn sie von der Hektik und den Anforderungen des Berufs aufgefressen werden.“ Das Haus sieht sich als Ort der Begegnung, aber auch der Stille und Einkehr, ähnlich einem indischen Ashram. Bei Meditation und Yoga kommen die Gedanken zur Ruhe, durch das Innehalten kommt die Kraft zurück. Doch man muss gar nicht unbedingt in die Ferne ziehen. Jetzt im Herbst, wenn die Blätter fallen und die Natur in den Winterschlaf versinkt, kann man das melancholische Lebensgefühl nutzen, um auch zu Hause eine geistige „Fastenzeit“ einzuhalten. Das Rezept ist gar nicht so schwer. Gehen Sie allen Ablenkungen für eine gewisse Dauer aus dem Weg. Lassen Sie Fernseher, Radio und Computer ausgeschaltet, beschäftigen Sie sich für eine Weile einmal nicht mit der Nachrichtenlage und mit Weltproblemen, die den Geist ständig alarmieren, aber mit der eigenen Lebenslage wenig zu tun haben. Gehen Sie stattdessen hinaus in die Natur, erleben Sie den Wandel der Jahreszeit, den Herbstwind, den Nebel, den Regen. Meditieren Sie. Schreiben Sie Ihre Gedanken auf, auch ihre traurigen. Sie dürfen im Herbst ruhig sein. Denn nur indem man sich den Bedürfnissen der Seele stellt und auf innere Fragen eine Antwort sucht, findet man im Wirrwarr der lärmigen Welt zu sich selbst zurück.
Achtsamkeit und Psyche
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Wechseljahre ohne Beschwerden
Die Wechseljahre, die jede Frau zwischen 40 und 55 treffen, sind keine Krankheit, auch wenn es sich für manche Frauen so anfühlen mag. Sie sind ein natürlicher hormoneller Umstellungsprozess. Doch wie bei allen gravierenden Änderungen des Hormonsystems können Beschwerden auftreten. Etwa ein Drittel aller Frauen, so schätzt man, hat keine oder kaum Probleme, ein weiteres Drittel zeigt leichte Symptome und ein Drittel leidet unter starken Beschwerden. Twist der Hormone Die Jahrzehnte der Fruchtbarkeit sind durch ein Ineinandergreifen der weiblichen Geschlechtshormone – Östrogen, Progesteron, FSH und LH – geprägt, die die Reifung der Eizellen und den Monatszyklus steuern. Mit dem Beginn der Wechseljahre reifen in den Eierstöcken allerdings immer weniger Eibläschen. Wenn die Eisprünge ausbleiben, reduziert sich erst der Spiegel des Gelbkörperhormons (Progesteron), später auch die Produktion des Hormons Östrogen. Durch das hormonelle Ungleichgewicht kommt es zu Schwankungen im Menstruationszyklus. Die Blutungen werden stärker oder schwächer, die Abstände dazwischen unregelmäßig, bis die Blutung zwischen dem 50. und dem 55. Lebensjahr irgendwann aufhört und die Fruchtbarkeit endet (Menopause). Allerdings verläuft die hormonelle Umstellung nicht gleichmäßig. Vielmehr versucht der Körper, durch eine vermehrte Ausschüttung des follikelstimulierenden Hormons (FSH) sowie das Eisprung fördernden Hormons LH (luteinisierendes Hormon) die Eierstöcke weiterhin anzuregen. So wird vorübergehend auch mehr Östrogen produziert. Dieses Auf und Ab der Hormone spüren manche Frauen durch stärkere Monatsblutungen, im weiteren Verlauf durch typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit, Erschöpfungszustände oder Gelenkschmerzen. Auch eine rasche Gewichtszunahme, Spannungsgefühle in der Brust, Herzjagen, Scheidentrockenheit und wiederkehrende Blasenentzündungen können die Wechseljahre begleiten. Insbesondere der Östrogenmangel macht sich bemerkbar, denn das Hormon hat vielfältige Aufgaben im Körper und beeinflusst unter anderem den Stoffwechsel, das Bindegewebe, Knochen und Muskeln, das Nervensystem, das Herz und die Blutgefäße.
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Wirksame Heilpflanzen bei Wechseljahresbeschwerden
Mönchspfeffer Die aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze ist schon seit dem Altertum als Mittel gegen Frauenleiden bekannt. Besonders in der Anfangsphase der Wechseljahre gilt Mönchspfeffer als eine wichtige Heilpflanze, da sie progesteronähnliche Substanzen enthält. Mönchspfeffer lindert vor allem Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Periodenkrämpfe und starke Blutungen, Brustschmerzen, Reizbarkeit und Schlafstörungen. Die Wirksamkeit von Mönchspfeffer ist pharmakologisch recht gut belegt. Soja Bei Frauen aus Ostasien hat man festgestellt, dass sie weniger stark unter den typischen Wechseljahresbeschwerden leiden. Als Grund dafür wurde die sojareiche Ernährung ausgemacht. Die Sojabohnen enthalten Isoflavone, die ähnliche Wirkungen entfalten wie das Hormon Östrogen. Sie dämpfen Erscheinungen wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen, außerdem werden positive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und den Knochenstoffwechsel (Osteoporose!) beobachtet. Rotklee Erst vor wenigen Jahren ist die Wirksamkeit des Rotklees gegen Wechseljahresbeschwerden entdeckt worden. Ebenso wie Soja enthält Rotklee Isoflavone, die mit den weiblichen Östrogenen vergleichbar sind. Rotklee-Extrakt lindert leichte bis mittelschwere Wechseljahresbeschwerden und stärkt die Knochendichte. Traubensilberkerze Das wichtigste Mittel bei Wechseljahresbeschwerden ist die Traubensilberkerze (Cimicifuga). Deren Wirksamkeit ist wissenschaftlich gut belegt. Im Unterschied zu Rotklee und Soja sind die Wirksubstanzen der Traubensilberkerze keine Phyto-Hormone, sondern sie verändern Rezeptoren in bestimmten Körpergeweben so, dass sich dort eine östrogenähnliche Wirkung entfaltet. Extrakte aus dem Cimicifuga-Wurzelstock gelten daher als eine hormonfreie Alternative.
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Homöopathie - beliebt und wirksam
Homöopathie erfreut sich stetig zunehmender Beliebtheit und genießt großes Vertrauen in der Bevölkerung. Dennoch ist gerade die Therapie mit homöopathischen Arzneimitteln immer wieder Gegenstand kritischer Berichterstattungen. In großen Teilen der Bevölkerung stößt dies auf Unverständnis. Überzeugende Belege dafür, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Wirkung der Homöopathie berechtigt ist, liegen bereits seit langem als ärztliches Erfahrungswissen vor. Darüber hinaus aber auch in Form zahlreicher moderner klinischer Studien. So stellten beispielsweise erst kürzlich Experten der Veronika Carstens-Stiftung eine zusammenfassende Analyse klinischer Forschungsdaten zur Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel vor, deren Qualität selbst größte Skeptiker überzeugt. Wer allerdings der Homöopathie, aus welchen Gründen auch immer, ernsthaft schaden will, der lässt sich auch mit den besten Argumenten nicht davon abhalten. Nicht anzweifelbar hingegen sind das jahrzehntelange ärztliche Erfahrungswissen und die positiven Erfahrungen einer Unmenge von Patienten, die erfolgreich mit homöopathischen Arzneimitteln behandelt wurden oder sich im Rahmen der Selbstmedikation erfolgreich selbst behandelt haben. Vor diesem Hintergrund sind auch die derzeit immer lauter speziell an die Homöopathie gestellten Forderungen nach „Evidenz“ – also dem wissenschaftlich möglichst einwandfreien Beweis der Wirksamkeit – nur schwer nachvollziehbar. Denn auch das ärztliche Erfahrungswissen gilt in der modernen Medizin als „wissenschaftliche Evidenz“. Den Patienten selbst interessiert dieser eher akademische Streit wohl weniger. Der will vor allem eins: von seinen gesundheitlichen Leiden befreit werden. Grenzen erkennen, Möglichkeiten nutzen Homöopathisch orientierte Ärzte sind sich sehr wohl bewusst, dass Homöopathie zwar wirkt, aber kein Allheilmittel ist. „Ein guter Homöopath weiß, wann diese Therapieform an ihre Grenzen kommt“, so Professor Oliver Ploss. „Mit homöopathischen Methoden lässt sich eine Vielzahl von Krankheiten gut behandeln, aber eben nicht alle. Kein seriöser Homöopath wird behaupten, zum Beispiel fortgeschrittene Krebserkrankungen, akute Asthmaanfälle, Herzinfarkte oder massive Organschäden mit Homöopathie heilen zu können. Es ist aber durchaus möglich, in solchen und auch anderen Fällen die notwendige schulmedizinische Therapie homöopathisch zu begleiten und so zum Beispiel Folgeschäden oder auch Nebenwirkungen zu reduzieren, die Rückfallwahrscheinlichkeit zu mindern oder die Krankheitsdauer zu verkürzen“, so Professor Ploss. Dieses Wissen um die eigenen Grenzen bereichert die moderne Homöopathie und führt zu einer ganz neuen, produktiven Form der Zusammenarbeit zwischen Homöopathie und Naturheilkunde einerseits und klassischer Schulmedizin andererseits – zum Wohle der Patienten. Wer schon einmal eine homöopathische Anamnese – also eine Befunderstellung bei einem Homöopathen erlebt hat, dem fällt auf: Ein homöopathisch arbeitender Arzt nimmt sich viel Zeit für seine Patienten. Er fragt nicht nur oberflächliche Symptome der aktuellen Krankheit ab, für ihn zählen für die Diagnosefindung ebenso die Geschichte des Patienten, der Zustand seiner Haut, seiner Augen und viele andere individuelle Symptome. Insbesondere chronische Erkrankungen wie entzündliche Darmleiden, Allergien oder rheumatische Beschwerden sind einer homöopathischen Behandlung zugänglich,
Naturmedizin
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Sieben gesunde Extratipps für Herz und Gefäße
1. Mehr lachen: Japanische Wissenschaftler haben festgestellt, dass Menschen, die häufiger lachen, seltener Herzkrankheiten oder Schlaganfälle bekamen als weniger fröhliche Zeitgenossen. 2. Dunkle Schokolade genießen: Kakao enthält viele Polyphenole – sekundäre Pflanzenstoffe, die sich günstig auf die Gefäßfunktion auswirken. Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige Genuss von Bitterschokolade mit hohem Kakaoanteil Herzkrankheiten und Infarkten vorbeugen kann. Beim Naschen aber die Kalorien im Blick behalten. 3. Auf gute Argininversorgung achten: Arginin ist ein Eiweißbaustein, der reichlich zum Beispiel in Hülsenfrüchten, Nüssen, Weizenkeimen, Eiern, Fisch und rotem Fleisch enthalten ist. Aus Arginin wird der Botenstoff Stickstoffmonoxid hergestellt, der die Gefäße weitet, vor Ablagerungen schützt und den Blutdruck senken kann. 4. Joghurt schlemmen: Australische Studien haben belegt, dass Frauen, die regelmäßig Joghurt aßen, seltener Arteriosklerose in der Halsschlagader hatten als solche, die Joghurt verschmähten. Andere Milchprodukte scheinen diese Wirkung nicht zu haben. 5. Vorfahrt für fette Fische: Lachs, Hering, Thunfisch, Makrele und Sardine enthalten von allen Lebensmitteln die höchsten Mengen an herzgesunden Omega-3-Fettsäuren. Bei den pflanzlichen Lebensmitteln hat Lein-, Raps- und Walnussöl die Nase vorn. 6. Mozart hören: Musik kann Stress reduzieren und den Blutdruck sowie die Herzfrequenz senken. Als besonders wirkungsvoll hat sich Studien zufolge klassische Musik erwiesen, etwa von Mozart, Bach oder Händel. Je nach persönlicher Vorliebe kann aber selbst Heavy Metal günstig wirken. 7. Grünen Tee trinken: Er ist reich an antioxidativen Substanzen und hat sich in einer großen japanischen Studie als vorbeugend gegen Herz-Kreislauferkrankungen erwiesen. Aber auch Kaffee, das Lieblingsgetränk der Deutschen, ist bei mäßigem Konsum gut fürs Herz.
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Gutes für Herz und Gefäße
Gesunde Blutgefäße und ein gesundes Herz gehen meist Hand in Hand. Für freie und elastische Adern sorgt vor allem eine bewusste Lebensweise. Unsere Blutgefäße bilden ein riesiges Netz im Körper, das in jeden Winkel reicht und alle Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Würde man sämtliche Blutgefäße – von der großen Hauptschlagader bis zur winzigsten Kapillare – aneinanderhängen, hätten sie eine Länge von über 100.000 Kilometern. Im Zentrum dieses Geflechts liegt das Herz. Mit etwa 100.000 Schlägen pro Tag sorgt es dafür, dass das Blut im Fluss bleibt und die Versorgung aufrechterhalten wird. Gefahr Arteriosklerose Damit das Herz seine schwere Arbeit ungestört verrichten kann, müssen die Adern intakt und frei sein. Denn Verengungen oder Versteifungen bürden der „Pumpe“ zusätzliche Last auf, treiben den Blutdruck hoch und führen zu weiteren Schäden an den Gefäßwänden. Bei gesunden Menschen sind insbesondere die Wände der Aorta und der Arterien elastisch und sorgen für den so genannten „Windkesseleffekt“: Wenn das Herz sich zusammenzieht, dehnen sie sich aus und können so mehr Blut aufnehmen. Durch das folgende Zusammenziehen wird das Blut weitertransportiert. So helfen die Arterien, aus dem stoßweisen Pumpen des Herzens einen kontinuierlichen Blutstrom zu erzeugen. Mit dem Alter nimmt die Elastizität der Arterien jedoch ab, dadurch muss das Herz schwerer arbeiten, um die gleiche Blutmenge zu transportieren. Zusätzlich können Fett- und Kalkablagerungen die Gefäße versteifen und den Durchmesser verringern – eine Arteriosklerose bildet sich aus. Sie entsteht, wenn die innerste Gewebsschicht der Adern verletzt wird, etwa durch überhöhten Druck, Keime oder Entzündungen. Dann verdicken sich die Wände durch die Einlagerung von Bindegewebe, Blutgerinnseln, Fett und Kalk. Werden diese so genannten Plaques zu dick, können sie den Blutfluss beeinträchtigen und sogar zu kompletten Gefäßverschlüssen führen – ein Herzinfarkt oder Schlaganfall kann die Folge sein. Mehr bewegen, nicht rauchen Für die Entstehung einer Arteriosklerose gibt es verschiedene Risikofaktoren. Einige lassen sich nicht beeinflussen, wie Alter, männliches Geschlecht und Veranlagung. Andere haben wir zumindest teilweise selbst in der Hand: Bewegungsmangel, Übergewicht, erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte, Rauchen und Stress. Wer Herz und Gefäße möglichst lange fit halten möchte, sollte hier ansetzen.
Rat und Tat
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