Die gesundheitlichen Wirkungen des Sonnenlichts
Ohne die Strahlen der Sonne wäre auf unserem Planeten kein Leben möglich. Ihre energiereichen Strahlen schenken Wärme und Licht, lassen Pflanzen wachsen und Nahrung entstehen. Aber auch wir Menschen brauchen das Sonnenlicht. Wenn auch zu Recht vor den Gefahren der UV-Strahlen gewarnt wird – Sonnenlicht in Maßen hat vielerlei positive Wirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. Es sind wieder lichtvolle Zeiten. Die Sonne steht hoch am Himmel und beschreibt nun ihren weitesten Bogen von ihrem Aufgang bis zu ihrem Untergang. Das helle, warme Licht lässt die Natur aufleuchten und schenkt ihr diese Buntheit, die wir am Sommer so sehr lieben. Wie düster wirken dazu im Vergleich die trüben Wintermonate! Nur wenige würden behaupten, dass ihnen das blasse, meist hinter Nebelschleiern verborgene Licht des Winters besser gefällt als die Klarheit des Sommers. Viele Menschen leiden in der lichtarmen Jahreszeit sogar unter einer niedergedrückten, depressiven Stimmung. So wie die Pflanzen mit dem Beginn des Frühlings zu keimen und zu blühen beginnen, so regt sich auch in der Tierwelt ein verstärkter Aktivitätsdrang. Der Nachwuchs wird geboren und aufgezogen. Und selbst der Mensch, der sich von den Kreisläufen der Natur scheinbar emanzipiert hat, spürt den Wandel der Jahreszeiten und des Sonnenlichts am eigenen Körper. Die Sonne – das entzauberte Gestirn Dass die Lebewesen der Erde das Sonnenlicht brauchen, war schon den Menschen der Frühzeit bewusst. Die regelmäßige tägliche und jährliche Wiederkehr der Sonne wurde teils ängstlich erwartet und mittels kultischer oder magischer Rituale beschworen. Viele Kulturen verehrten die Sonne als Gottheit: Bei den Sumerern wurde die Sonne durch den Sonnengott Utu verkörpert, bei den Babyloniern hieß er Schamasch, bei den Ägyptern Ra. Die Griechen stellten sich vor, dass Helios den Sonnenwagen, gezogen von vier Hengsten, über den Himmel lenkt. Ganz ähnlich dachten die Germanen – bei ihnen war es die Göttin Sol, die mit dem Sonnenwagen über den Himmel fährt. Doch sie musste sich beeilen, da das Gespann ständig von dem Wolf Skalli verfolgt wird. Am Tag des Weltuntergangs würde Skalli die Sonne einholen und verschlingen. Im dänischen Trundholm entdeckte ein Bauer beim Pflügen eine eindrucksvolle Darstellung dieses Sonnenwagens: Dabei zieht ein stilisiertes Pferd auf Rädern eine goldene Scheibe hinter sich her. Heute wissen wir wissenschaftlich aufgeklärten Menschen, dass die Sonne keine Scheibe ist, sondern der zentrale Stern unseres Sonnensystems. Keine göttliche Magie sorgt für Licht und Wärme, sondern Kernfusionen in der Sonne schicken eine elektromagnetische Strahlung ins All, die in Form von Photonen auf die Erde trifft. Die Erde erreicht nur ein kleiner Teil dieser Energie, große Anteile werden durch die Erdatmosphäre reflektiert oder geschluckt. Dass wir von Sonnenteilchen „bombardiert“ werden, merken wir, weil unsere Sinnesorgane dafür geschaffen sind, sie als Licht und Wärme wahrzunehmen. Das wahrnehmbare Licht macht allerdings nur rund die Hälfte der elektromagnetischen Wellen aus, die übrigen Anteile bestehen aus langwelliger, infraroter, ultravioletter oder kurzwelliger Strahlung. Auch die für uns unsichtbaren Bereiche haben sehr wohl eine Wirkung auf den Körper, wie der durch die ultravioletten Strahlen ausgelöste Sonnenbrand beweist.
Wohlfühlen
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Die Achilles-Ferse
Gehen, laufen, rennen – jede Bewegung des Fußes zerrt an der Achillessehne. Bei Sprüngen kann die Belastung das Zehnfache des Körpergewichts betragen. Erstaunlicherweise hält die Verbindung zwischen Fersenbein und Achillessehne diesen enormen Kräften stand. Warum, das hat jetzt ein interdisziplinäres Team aus Medizin, Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität München (TUM) herausgefunden. Rund 8.000 Risse der Achillessehne müssen in Deutschland jedes Jahr behandelt werden. Und das, obwohl sie die stärkste Sehne des menschlichen Körpers ist. Sie verbindet Fersenbein und Wadenmuskel und hält bis zum Zehnfachen des Körpergewichts aus. Benannt ist sie nach dem – fast – unverletzbaren griechischen Helden Achilleus, dem ein Pfeilschuss in die Ferse zum Verhängnis wurde. „Obwohl in der Orthopädie tagtäglich Patientinnen und Patienten mit Sehnenverletzungen behandelt werden, wissen wir noch immer sehr wenig über den genauen feingeweblichen Aufbau am direkten Übergang von der Sehne zum Knochen: Die biochemischen Vorgänge, die Mikromechanik und die Mikrostruktur des Gewebes sind bisher kaum erforscht“, berichtet Privatdozent Dr. Rainer Burgkart, Oberarzt und Forschungsleiter am Lehrstuhl für Orthopädie und Sportorthopädie der TUM. Dünne Fasern, perfekter Halt Zusammen mit einem interdisziplinären Team aus Biochemie und Biophysik der TU München hat der Mediziner jetzt im Rahmen des neugegründeten Center for functional Protein Assemblies (CPA) und der Munich School of Bioengineering (MSB) das Geheimnis der Achillessehne entschlüsselt: Zwischen Sehnen und Knochen entdeckten die Experten eine Gewebeschicht, die aus extrem dünnen Proteinfasern besteht und für eine extrem hohe Stabilität sorgt. Menschen sind daher in der Lage, über Hürden zu springen, hohe Sprünge und harte Landungen zu machen, ohne dass die Verbindung zwischen Sehne und Fersenbein Schaden nimmt. Tatsächlich reißt eher die Sehne, als dass sich die Verbindung zum Knochengewebe löst. „Bisher dachte man, dass die Sehnen direkt am Knochen ansetzen. Tatsächlich gibt es jedoch einen Übergangsbereich. Hier spleißt sich das Sehnengewebe auf in Dutzende von feinen Fasern mit einer ganz charakteristischen biochemischen Zusammensetzung“, erklärt Prof. Andreas Bausch, Inhaber des Lehrstuhls für Zellbiophysik und Leiter der interdisziplinären Forschungsgruppe. „Die dünnen Fasern sind fest in der zerklüfteten Oberfläche des Knochens verankert und mechanisch äußerst belastbar.“
Gesundheit und Wohlbefinden
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Wundpflege leicht gemacht
Der Alltag steckt voller Gefahren. Eine Schnittverletzung, ein Sturz mit dem Fahrrad – schnell ist etwas passiert. Bagatellverletzungen kann man selbst behandeln. Verbrennungen sowie tiefere Wunden sind wegen des Risikos von Infektionen immer ein Fall für den Arzt. Eine Wunde ist eine Verletzung der Haut. Damit diese wieder gut verheilt, muss sie versorgt und gepflegt werden. Kleine Verletzungen kann man sofort mit einem einfachen Pflaster selbst behandeln. Zwar setzt gleich nach der Entstehung einer Wunde die natürliche Wundheilung des Körpers ein, doch mit einer optimalen Wundpflege lässt sich diese wesentlich erleichtern. Auf welche Weise das geschieht, hängt vor allem von der Art der Verletzung, der Größe einer Wunde als auch von den betroffenen Hautschichten ab. Während oberflächliche Wunden bereits nach ein paar Tagen wieder verheilen, brauchen tiefere Wunden mehr Zeit. Bei oberflächlichen sowie leicht blutenden Wunden genügt ein herkömmlicher Schutzverband mit möglichst sterilem Verbandmaterial. Schürfwunden sollten zunächst, bevor man sie verbindet, behutsam mit Wasser von grobem Schmutz befreit werden. Doch Vorsicht: Wunden, außer Verbrennungen und Verätzungen, nicht auswaschen! Gegebenenfalls kann ein antiseptisches Mittel zur Desinfektion der Haut angewendet werden. Bei der Erstversorgung von blutenden Wunden anderer Personen sollte man nach Möglichkeit Schutzhandschuhe tragen, um sich vor der Übertragung von Viren zu schützen. Vorschädigungen der Haut können zu Störungen der Wundheilung führen. Dazu gehören bestimmte Krankheiten wie Diabetes mellitus, die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder langwierige Entzündungen. Bei der Wundversorgung sollte man besonders umsichtig vorgehen und bei Unsicherheit lieber einen Arzt zu Rate ziehen. Wundversorgung zuhause Für eine gute Wundpflege muss in der Hausapotheke ausreichend Verbandmaterial wie Wundauflagen, Pflaster, Mullbinden, Kompressen, Desinfektionsmittel, Wundsalben als auch sterile Wattetupfer vorhanden sein. Immer hilfreich sind Medikamente mit keimabtötender beziehungsweise entzündungshemmender Wirkung. Der Wirkstoff Thyrothricin (als Gel oder Puder) ist ein Lokalantibiotikum, das bakterielle Entzündungserreger beseitigt und dem Körper eine unkomplizierte Selbstheilung ermöglicht. Eine Dexpanthenol-Salbe unterstützt die Neubildung von Hautzellen und ist zugleich entzündungshemmend. Zur Gruppe der antiseptischen Mittel, die das Wachstum von Krankheitskeimen auf der Haut hemmen, gehört auch Chinolinolsulfat-Kaliumsulfat. Doch auch mineralische und pflanzliche Substanzen tragen zur Wundheilung bei, hierzu gehören Zink(oxid), Hamamelis, Calendula, Kamillenblüte und Schafgarbe. Diese sind zumeist als Bestandteil von Heilsalben, Cremes und Ölen erhältlich. Während schmutzig gewordene Schürfwunden vorsichtig mit Wasser zu reinigen sind, dürfen stark verschmutzte Wunden nur von einem Arzt behandelt werden. Verbrennungen sollten unmittelbar bis maximal fünf Minuten nach Entfernen der Hitzequelle gekühlt werden. Damit lassen sich die Schmerzen lindern und die Verbrennung eingrenzen. Für die Kühlung kleinerer Verbrennungen empfiehlt sich die Verwendung von kühlem, jedoch nicht kaltem Leitungswasser (ca. 20 Grad). Kühlungen mit Eis unbedingt vermeiden, da dies zu Erfrierungen führen kann. Um Infektionen vorzubeugen, sollte möglichst nur keimarmes Wasser (Leitungswasser ist ideal) verwendet werden. Übrigens: Auf Brandblasen gehören keine Salben, Öle, Mehl oder Puder.
Gesundheit und Wohlbefinden
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Äpfel: knackig und gesund!
Wir lieben ihn, den Apfel. Er ist knackig, saftig, grün mit roten Backen und so gesund. Er gilt als König unter den Früchten. Als Pausensnack in Schule und Büro, roh, gerieben, geraspelt, als Saft, Kompott oder Kuchen, Äpfel sind bei jedermann beliebt. Frisch geerntet und richtig gelagert, ist der Apfel ein Vitaminspender das ganze Jahr über. An Apple A Day –Keeps The Doctor Away! Dieses bekannte englische Sprichwort bedeutet frei übersetzt: Einen Apfel am Tag – den Doktor gespart! An dieser alten Volksweisheit ist was Wahres dran. Mit seinen vielen süßen und sauren Sorten ist für jeden die passende Apfelsorte dabei. Wer die Empfehlung „fünf am Tag“, also zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse, beherzigt, hat mit dem täglichen Apfel schon den ersten Schritt für seine Gesundheit gemacht. Lieber mit Schale essen Der überwiegende Teil dieser guten und gesunden Nährstoffe sitzt in oder direkt unter der Schale. Wer also seinen Apfel schält, schält die gesunden Vitamine und Mineralstoffe mit. Viele Verbraucher haben Angst vor Schadstoffen und schälen deshalb ihre Äpfel. Der größte Teil der Schadstoffe lässt sich durch gründliches Abwaschen mit warmem Wasser mühelos entfernen. Danach den Apfel mit einem Handtuch trocken reiben. Wer ganz sicher sein will, kauft Äpfel aus biologischem Anbau. Viel nachteiliger ist es, mit dem Schälen auf Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe zu verzichten und nur das süße Fruchtfleisch zu verzehren. Auch wer in einen ganzen Apfel nicht beißen kann, braucht ihn nicht zu schälen. Einfach den ungeschälten Apfel zerkleinern, reiben oder raspeln. Das macht den Apfel so gesund Äpfel sind kalorienarm, liefern reichlich Vitamin C, A und E. Direkt unter der Schale und im Fruchtfleisch verbergen sich außerdem Kalium, Magnesium, Phosphor und eine ganze Reihe sekundärer Pflanzenstoffe. Somit sind Äpfel ideal für eine vollwertige und ausgewogene Ernährung. Frucht- und Traubenzucker als leicht verdauliche Kohlenhydrate werden vom Körper schnell aufgenommen und versorgen ihn zügig mit neuer Energie. Besonders gut eignet sich ein Apfel bei Konzentrationsschwäche und Müdigkeit. Deshalb ist er als Muntermacher und Pausensnack gut geeignet! Äpfel richtig lagern! Äpfel reifen nach der Ernte nach. Dadurch verändert sich das Aroma. Äpfel schmecken süßer, da sich die Zuckerstoffe verändern. Um Vitamin- und weitere Nährstoffverluste so gering wie möglich zu halten, sind richtige Lagerbedingungen wichtig. Am besten Äpfel in Kisten im kühlen, dunklen Keller lagern. Die Kisten mit Folie abdecken, damit die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Allerdings eignen sich nicht alle Sorten für eine lange Lagerung. Frühe und mittelfrühe Sorten wie Klarapfel, Alkmene sind keine Lageräpfel. Die bekannten Sorten Braeburn, Elstar, Boskop oder Cox Orange können bevorratet werden. Wer eine solche Möglichkeit nicht hat, kann kleinere Mengen im Gemüsefach des Kühlschranks unterbringen. Aber Vorsicht: Äpfel vertragen sich nicht mit anderen Obst- oder Gemüsesorten. Während des Nachreifens strömt das Reifegas Ethylen aus. Dadurch vergilben grüne Pflanzenteile, Obst und Gemüse reifen schneller, verderben aber auch rascher. Deshalb beispielsweise Birnen, Broccoli, Blumenkohl oder Gurken mit einigem Abstand zu Äpfeln lagern. Blattgemüse, Lauch oder Pilze sind Ethylen-unempfindlich und vertragen die Nähe von Äpfeln. Für kleinere Mengen sind Folienbeutel eine gute Alternative. Äpfel in Folienbeutel packen, verschließen und im Kühlschrank oder einem anderen kühlen, dunklen Ort lagern.
Ernährung
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Ekzeme - Wenn die Haut aus der Haut fährt
Sie gehören zu den weltweit am weitesten verbreiteten Hauterkrankungen und können sich auf unterschiedliche Art zeigen. Fast immer jedoch werden Ekzeme von einem schier unerträglichen Juckreiz begleitet. Umso wichtiger ist, ihnen möglichst vorzubeugen und sie bei Auftreten konsequent zu behandeln. Irgendwann trifft es fast alle: Mit einer Wahrscheinlichkeit von beinahe 100 Prozent erkrankt jeder Mensch zumindest einmal im Leben an einem Ekzem. Damit bezeichnet man im Allgemeinen entzündliche, nicht ansteckende Ausschläge, die sich in der obersten Hautschicht, der Epidermis, ausbreiten. Allerdings ist diese Bezeichnung in der Medizin nicht klar abgegrenzt, oft wird auch der Begriff Dermatitis verwendet. Bei einem Ekzem rötet sich die Haut, sie kann schuppen, nässen, Schwellungen, Bläschen, Krusten oder Knötchen bilden. Am schlimmsten ist meist das quälende Jucken, das zu dem Zwang führt, sich ständig zu kratzen. Dabei kann die Hauterkrankung an nahezu allen Körperstellen auftreten – vom Kopf über Hände, Arme oder Analbereich bis zu den Füßen. Drei Grundtypen von Ekzemen Die meisten Ekzeme lassen sich auf drei Grundtypen zurückführen: Das atopische Ekzem ist vor allem als chronische Neurodermitis geläufig, das toxische Kontaktekzem entsteht durch eine direkte äußere Schädigung der Haut durch bestimmte Stoffe. Und das allergische Kontaktekzem wird über eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems auf ein Kontaktallergen ausgelöst. Es lassen sich also endogene (im Körper liegende) und exogene (außerhalb des Körpers liegende) Ursachen finden. Oft treffen aber auch beide zusammen – zum Beispiel beim atopischen Ekzem und beim allergischen Kontaktekzem, wo sowohl äußerliche als auch körperliche, immunologische Gründe eine Rolle spielen. Die besonders häufig auftretenden Kontaktekzeme werden – wie ihr Name schon verrät – meist durch den Kontakt mit Substanzen ausgelöst, die die Hautbarriere schädigen. Das können Chemikalien sein wie Laugen, Säuren oder Seifen, außerdem Kosmetika, Gummi, Staub, Dämpfe, Medikamente, Nahrungsmittel, Pflanzen, Desinfektionsmittel, Textilien oder Metalle – viele kennen letzteres beispielsweise als Nickelallergie bei Modeschmuck. Auch physikalische Reize durch UV-Licht, Hitze oder Kälte können Hautreaktionen hervorrufen. Grund dafür ist meist, dass die Hautbarriere bereits gestört ist oder durch wiederholte Belastungen immer stärker angegriffen wird. Bei gesunder Haut schützt nämlich eine stabile Verbindung aus Hornzellen und Fett die Körperhülle vor schädigenden Fremdstoffen. Wird diese Hautbarriere etwa berufsbedingt durch Feuchtarbeit oder häufiges Händewaschen zerstört, können Reizstoffe leichter eindringen. Anfällig sind beispielsweise Friseure, Ärzte, Pflegepersonal, Reinigungskräfte und Metallarbeiter, aber auch sonst kann es quasi jeden treffen.
Rat und Tat
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Embolisation statt Operation - Neue Therapie bei Prostatavergrößerung
Häufiger Harndrang und das Gefühl, dass die Blase nie ganz leer wird – typische Symptome bei einer Prostatavergrößerung. Millionen Männer sind betroffen, Ärzte sprechen daher schon von einem Volksleiden. Jetzt gibt es eine neue Behandlungsmethode, die besonders schonend ist. Bei der so genannten Embolisation bleiben Potenz und Kontinenz erhalten. Eine gutartige Vergrößerung der Prostata kann sehr belastend sein: Viele Männer müssen so oft zur Toilette, dass sie nachts nicht mehr genug Schlaf bekommen und tagsüber völlig erschöpft sind. Der chronische Schlafmangel schwächt auf Dauer den gesamten Körper. So ging es auch Claus Duppke aus Hamburg: „Der ständige Harndrang war schlimm. Zum Schluss konnte ich nachts nicht mehr richtig schlafen“, klagt der 72-Jährige. Embolisation – schonend und frei von Nebenwirkungen Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, liegt unterhalb der Blase und umfasst ringförmig die Harnröhre. Zusammen mit den Samenbläschen ist die Prostata für die Bildung der Samenflüssigkeit verantwortlich. „Ab etwa dem 50. Lebensjahr beginnt beim Mann das Gewebe der Vorsteherdrüse in der Regel etwas zu wachsen. Ursache sind wahrscheinlich Hormonveränderungen. Durch die Prostatavergrößerung wird die Harnröhre eingeengt. Daher kommt es zu den Schwierigkeiten beim Wasserlassen“, erläutert Prof. Dr. Christian R. Habermann, Chefarzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Marienkrankenhaus Hamburg. Der medizinische Fachausdruck für diese Beschwerden lautet „Benignes Prostatasyndrom“, abgekürzt BPS. Der Begriff „benigne“ bedeutet gutartig. Gemeint ist damit, dass es sich hierbei nicht um Krebs handelt. Zunächst wird fast immer versucht, mit Medikamenten eine Besserung zu erzielen. Auch ein Blasentraining oder pflanzliche Mittel helfen manchmal. Doch bei stärkerer Vergrößerung der Prostata bringen diese Maßnahmen meistens nicht den gewünschten Erfolg. Bisher blieb den betroffenen Männern in solchen Fällen nur noch übrig, sich operieren zu lassen. Bei der Operation wird die Prostata entweder komplett entfernt oder so verkleinert, dass sie nicht mehr auf Blase und Harnröhre drückt. Dieser Eingriff kann starke Nebenwirkungen haben: Erektionsstörungen oder Probleme beim Wasserlassen sind oft die Folge. Außerdem kann eine Operation unter Vollnarkose besonders für ältere Männer belastend sein.
Rat und Tat
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Die Schutz-Weste für das Herz
Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die einzige wirksame Behandlung ist die Defibrillation. Patienten mit einem dauerhaften Risiko werden in der Regel mit einem implantierbaren Cardioverter Defibrillator versorgt. Für Risiko-Patienten, bei denen sich die Herzfunktion wieder verbessern kann, ist die Defibrillatorweste eine Option. Trotz jahrzehntelanger Forschung ist es schwierig vorherzusagen, wer einen plötzlichen Herztod erleiden wird. Sicher ist so viel: Der plötzliche Herztod erfolgt in der Regel ohne Warnung. Ist das elektrische System des Herzens gestört, können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen innerhalb weniger Minuten zum Tod führen, wenn der Patient nicht adäquat behandelt wird. Die einzige Behandlung, die eine solche Herzrhythmusstörung beenden kann, ist eine Defibrillation, das heißt die Abgabe eines elektrischen Behandlungsschocks. Das Herz soll damit wieder einen normalen, koordinierten Rhythmus aufnehmen. Defibrillatorweste schützt vor plötzlichen Herztod Bei einem bekannten plötzlichen Herztod-Risiko helfen unterschiedliche Schutzmaßnahmen. Patienten mit einem dauerhaften Risiko werden in der Regel mit einem streichholzschachtelgroßen Cardioverter Defibrillator geschützt, der im Brustbereich eingesetzt wird. Für Patienten, bei denen hingegen die Chance auf Verbesserung des Zustandes besteht und bei denen noch kein permanentes Risiko festgestellt wurde, ist die Life-Vest Defibrillatorweste eine sichere, wirksame und zugleich schonende Option. Die LifeVest ist der erste Defibrillator, der direkt am Körper getragen und nicht implantiert wird. Patienten können mit seiner Hilfe ihr alltägliches Leben wie gewohnt weiterführen, arbeiten und – mit Erlaubnis des Arztes – sogar leichten Sport treiben. Sie haben gleichzeitig die Gewissheit, vor dem plötzlichen Herztod sicher geschützt zu sein. Neben dem zuverlässigen Schutz des Patienten, gibt die Defibrillatorweste dem Arzt Zeit, die Therapie zu optimieren und das Langzeitrisiko eines Patienten zu bestimmen: Patienten mit neu diagnostizierter Herzschwäche erhalten eine individuell auf sie abgestimmte, medikamentöse Therapie. Diese benötigt Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten und um gegebenenfalls die Herzfunktion zu verbessern. Währenddessen kann die Defibrillatorweste die Patienten vor dem plötzlichen Herztod schützen. Zudem unterstützt sie bei der Entscheidung, ob ein Patient von einer Cardioverter Defibrillator Implantation profitiert.
Rat und Tat
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Schutz für Nieren und Blase
Sie erfüllen lebenswichtige Aufgaben im menschlichen Körper, sind maßgeblich an seiner Entgiftung beteiligt, regulieren außerdem unter anderem Wasserhaushalt und Blutdruck. Darum sollte jeder gut auf den Schutz seiner Nieren und des Harnapparates achten, um Funktionsstörungen und Infektionen zu vermeiden. Das geht mir an die Nieren – so sagt man oft, wenn einen etwas sehr stark berührt, mitnimmt oder aufregt. Diese Redewendung geht bis in das Mittelalter zurück, als die Nieren als Sitz der Lebenskraft und Gemütsbewegungen galten. Tatsächlich sind die beiden Organe lebenswichtig für den Menschen. Gemeinsam mit den Harnwegen gehören sie zum lymphatischen System, weil sie in Zusammenarbeit mit der Leber Schadstoffe und Abfallprodukte aus dem Körper leiten. Das ist deshalb auch so wichtig, weil tagtäglich über Lebensmittel und die Umwelt Giftstoffe in unser Blut gelangen. Außerdem spielen die Nieren eine wichtige Rolle im Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Die Nieren sind paarig angelegte Organe, die sich rechts und links der Wirbelsäule auf Höhe der unteren Rippenbögen befinden. Sie sind von einer schützenden Hülle umgeben, der Nierenkapsel, darunter liegen die Rindenschicht und das Nierenmark. In der Nierenrinde befinden sich die Nephronen, die eigentlichen Kläranlagen der Nieren. Hier wird das Blut gefiltert und der so genannte Primärharn gebildet, circa 180 Liter am Tag. In den Nierenkanälchen wird dieser dann konzentriert, wertvolle Stoffe ins Blut zurückbefördert. Schließlich gelangt der Endharn in das Nierenbecken und über die Harnleiter weiter in die Blase. Fünfmal pro Stunde fließt unser Blut durch die Nieren und filtert im Schnitt 1,8 Liter Urin pro Tag heraus – eine stolze Leistung. Unterschiedliche Ursachen können zur Funktionsbeeinträchtigung der Nieren führen – beispielsweise langjähriger Diabetes mellitus, übermäßige Einnahme bestimmter Schmerzmittel oder anderer Medikamente, Bluthochdruck oder entzündliche Nierenerkrankungen. Auch mit zunehmendem Alter schwächeln die Nieren. Bereits ab dem 30. Lebensjahr sinkt die Leistung um etwa ein Prozent pro Jahr. Das bereitet allerdings in der Regel keine Probleme, weil die von Natur aus große Kapazität der Nieren das normalerweise auffängt. Schließlich können Menschen in der Regel auch mit nur einer Niere gut leben. Wenn die Nierenfunktion allerdings vollständig erlischt, ist dies ohne Behandlung tödlich. Alle zwei Jahre zum Check Da die Organe sehr empfindlich sind, raten Experten, ab 35 Jahre die Nieren alle zwei Jahre checken zu lassen, Diabetiker und Bluthochdruckpatienten sogar jährlich. Der Test ist ganz einfach: Der Eiweißgehalt im Urin wird gemessen – ist er zu hoch, deutet das auf eine eingeschränkte Filterkraft der Nieren hin. Damit es möglichst erst gar nicht so weit kommt, und um irreversiblen Schäden der Nieren und des Harnapparates vorzubeugen, sollten sie gut geschützt und gepflegt werden. Dazu kann jeder selbst viel beitragen.
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Naturgenuss: Tipps für Stadtbewohner
Rund 74 Prozent der Menschen in Deutschland leben laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mittlerweile in Städten. Zwischen Asphalt, Beton und Autos ist es da nicht immer einfach, regelmäßig eine gesunde „Dosis“ Wald zu bekommen. Der Biologe Clemens G. Arvay gibt Stadtmenschen folgende Tipps: • In der Stadt sollte man so oft wie möglich Parks mit Bäumen aufsuchen. Solche Parks sind oft nach dem Vorbild der Savanne angelegt. Suchen Sie die Nähe von Bäumen, Laubbäumen und wenn möglich auch Nadelbäumen wie Fichten und Kiefern. • Begeben Sie sich nah an den Stamm heran, denn die Borke ist eine reiche Quelle für Terpene. Wir nehmen sie beim Atmen und über die Haut auf. • Suchen Sie in Parks nach Kiefern-, Fichten- und Tannenzapfen. Diese geben Terpene ab, denn Terpene sind Hauptbestandteil der ätherischen Öle, die wir riechen können. Sie können regelrecht an den Zapfen riechen. Sie enthalten besonders viel Pinen und Limonen – das sind jene Terpene, die laut Studien am effizientesten unsere natürlichen Killerzellen stärken. • Gehen Sie so oft wie möglich zu Fuß zur Arbeit, an die Uni oder zur Schule, sofern Sie dabei durch einen Park gehen können und nicht nur entlang stark befahrener Straßen. • Außerdem verfügt fast jede Stadt in Deutschland, Österreich und der Schweiz über ein öffentliches Verkehrsnetz, über welches man bis in umliegende Wälder oder naturnahe Gebiete am Stadtrand gelangen kann.
Wohlfühlen
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Die Heilkraft des Waldes
Bemooste Baumriesen, grünliches Licht und würziger Duft – der Wald hat eine ganz besondere Faszination und wird von vielen Menschen regelmäßig als Erholungs- und Rückzugsort genutzt. Doch er kann noch mehr: Für Körper und Seele ist ein Waldbesuch wahre Medizin. Wenn deine Seele krank ist, dann verbirg dich wie ein verwundetes Tier in den Wäldern: sie werden dich heilen. Die dunklen Bäume sind stumme Freunde. Sie nehmen dich schweigend auf und sind dir gut.“ Wie der Schriftsteller Siegfried von Vegesack (1888 – 1974) es so wunderschön ausdrückte, empfinden auch heute noch viele Menschen den Wald als einen Zufluchts- und Ruheort, der Entspannung und neue Kräfte schenkt. Immerhin die Hälfte der Deutschen sucht mindestens alle 14 Tage Erholung zwischen Bäumen, Moos und Unterholz. Raum dafür gibt es zum Glück genug, denn knapp ein Drittel der Bundesrepublik ist bewaldet, und insgesamt laden mehr als 574.000 Kilometer Waldwege zum Wandern, Schlendern und Verweilen ein. Dass dabei nicht nur die Seele, sondern auch der Körper profitiert, ist ebenfalls seit langem bekannt – so gehören Spaziergänge in Wald und Natur etwa zum Programm vieler Kuren dazu. Die Intuition hat recht Die heilsame Kraft des Waldes auf Seele und Körper ist dabei keine Einbildung. Wie so oft hat die Intuition auch hier recht. Mittlerweile haben zahlreiche Studien nachgewiesen, dass die Waldatmosphäre uns auf vielerlei Weise positiv beeinflusst. Schon 1984 fand der Wissenschaftler Roger Ulrich heraus, dass Patienten nach einer Operation schneller gesund wurden, seltener Komplikationen erlitten und weniger Schmerzmittel brauchten, wenn sie aus ihrem Zimmer auf eine Baumgruppe blicken durften. Die Vergleichsgruppe, die nur auf eine Mauer schauen konnte, erholte sich dagegen langsamer. 2008 entdeckten japanische Forscher, dass in den Waldgebieten des Landes deutlich weniger Menschen an Krebs sterben als in den unbewaldeten Regionen, und bei einer Untersuchung im kanadischen Toronto wurde festgestellt, dass schon zehn zusätzliche Bäume rund um einen Wohnblock dessen Bewohner gesundheitlich um sieben Jahre „verjüngen“. Terpene und Evolution Doch wie kommen diese erstaunlichen Heilwirkungen von Bäumen und Wald ganz konkret zustande? Der österreichische Biologe und Buchautor Clemens G. Arvay hat sich mit diesem Phänomen eingehend beschäftigt, viele wissenschaftliche Studien zusammengetragen und mehrere Bücher zum Thema veröffentlicht. Er kennt verschiedene Faktoren, die das Naturerlebnis so gesund machen: „Zum Beispiel führen sekundäre Pflanzenstoffe aus der Waldluft, so genannte Terpene, zu einer nachgewiesenen Aktivierung unseres Immunsystems“ erklärt er. „Diese Substanzen lassen unsere natürlichen Killerzellen, die Viren aus unserem Körper eliminieren, mehr und auch aktiver werden. Auch die drei wichtigsten Anti-Krebs- Proteine, mit denen unser Organismus potenzielle Krebszellen sowie Tumorzellen vergiften kann, werden durch das Einatmen von Terpenen signifikant mehr.“ Ursprünglich dienen diese Terpene der Kommunikation unter den Pflanzen des Waldes. Mit ihnen teilen sie sich über den Luftweg etwa mit, wenn Schädlinge angreifen und welcher Art diese sind. Auch können sie damit nützliche Insekten anlocken, sich vor der Sonne schützen oder Fressfeinde durch schlechten Geschmack vertreiben. Dass die Terpene auch Wirkungen auf den Menschen haben, lässt sich aus der Evolution erklären. Denn Pflanzen und Menschen haben sich über Hunderttausende von Jahren im ständigen Wechselspiel nebeneinander entwickelt und aufeinander eingestellt.
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Was tun im Wald?
Mindestens alle zwei Wochen sollte man sich für mehrere Stunden den Heilkräften des Waldes aussetzen. Womit man diese Zeit verbringt, dafür gibt es viele Möglichkeiten. Hier einige Tipps: • Wandern: Waldluft plus Bewegung tut der Gesundheit doppelt gut. Viele Tipps und Wanderwege findet man zum Beispiel unter www.wanderbares-deutschland.de. Joggen, Walken und Radfahren sind ebenfalls waldgeeignete Sportarten – aber immer Rücksicht auf den Naturschutz und andere Besucher nehmen. • Tiere beobachten: Wer sich leise verhält und ein bisschen Glück hat, kann Rehe, Hirsche, Wildschweine und zahlreiche Vogelarten beobachten. Aber nicht nur die großen Tiere sind interessant, auch im Kleinen wimmelt es überall: Frösche und Ringelnattern bevölkern kleine Gewässer, in verrottenden Baumstämmen tummeln sich zahllose Insekten, Ameisenvölker sind emsig bei der Arbeit. Die wichtigsten Tier- und Pflanzenarten unserer Wälder erklärt etwa „Die kleine Waldfibel“, die unter www.waldkulturerbe.de bestellt und als PDF oder App heruntergeladen werden kann. Tipp: Fernglas mitnehmen. • Beeren und Pilze sammeln: Unter dem Blätterdach gibt es viel Nahrhaftes zu finden. Man sollte allerdings nur Dinge sammeln, die man gut kennt – und nicht mehr, als man an einem Tag isst. • Lauschen: Das Rauschen der Blätter, das Klopfen eines Spechts, der Ruf eines Waldkauzes – der Wald bietet eine wunderschöne und beruhigende Geräuschkulisse. Einfach mal an einen schönen Platz setzen, die Augen schließen und zuhören. Ambitioniertere Waldbesucher können auch versuchen, verschiedene Vögel an ihrem Gesang zu erkennen. Üben kann man etwa unter www.vogelstimmen-hoeren.de. • Meditieren: An einem Seeufer, auf einer Bank am Waldrand, auf einem alten Baumstumpf: An vielen Plätzen in der Natur kann man wunderbar verweilen, ausruhen, lesen und sinnieren. Noch tiefer wird die Entspannung mit Meditation. Wer eine Meditationstechnik beherrscht, sollte das ausprobieren. • Achtsamkeit üben: Wie fühlt sie die Rinde einer Eiche an, wie die einer Fichte, wie der Waldboden unter den nackten Füßen? Wie riechen Pilze und Zapfen? Genaues Hinfühlen und -riechen eröffnet ganz neue Erlebniswelten.
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Kürbis - Gruselig und gesund!
Kürbisse können nicht nur gruselig leuchten, sondern sind auch sehr schmackhaft und gesund. 800 Arten stehen für Zierde und Genuss Insgesamt gibt es rund 800 Kürbis-Arten. Diese kann man grob in Zier- und Speisekürbisse unterteilen. Zierkürbisse findet man in getrockneter Form oft als Dekorationsmaterial in Baumärkten und Bastelläden. Zierkürbisse sollten wirklich nur als Dekoration eingesetzt werden, denn sie enthalten den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin, der in hoher Konzentration bei Menschen zu ernsten Magen- und Darmerkrankungen führen kann. Für ein leckeres Kürbisgericht sollte man deshalb zu den Speisekürbissen greifen. Zu diesen gehören eine Vielzahl von Sorten mit so ungewöhnlichen Namen wie Bischofsmütze, Türken-Turban oder Spaghettikürbis, aber auch die bekannteren Hokkaido-, Muskat- oder Moschuskürbisse. Mit Ausnahme der Zucchini, die ebenfalls zu den Kürbisgewächsen zählt, haben Speisekürbisse meist eine gelbliche bis rötliche Schale und gelbes bis orangefarbenes Fruchtfleisch. Auch die Speisekürbisse enthalten Cucurbitacine, allerdings nur in sehr kleinen Mengen. Die Konzentration des Bitterstoffs nimmt aber mit der Fruchtreife zu. Daher sollte Kürbisfleisch vor dem Verarbeiten unbedingt roh probiert werden. Schmeckt es bitter, ist der Kürbis überreif und sollte nicht mehr gegessen werden. Einkauftipps Kürbisse waren lange Zeit nicht leicht zu bekommen. Da in den letzten Jahren jedoch immer mehr Gartenbaubetriebe, Bauernhöfe und Hobbygärtner in die Kürbiszucht eingestiegen sind, ist das Angebot inzwischen deutlich besser geworden. Die Kürbisernte beginnt im Spätsommer und wird vor dem Winterfrost beendet. Beim Einkauf ganzer Kürbisse sollte man darauf achten, dass diese eine unverletzte, feste Schale haben und noch einen Stielrest aufweisen. Reife Kürbisse klingen leicht hohl, wenn man auf die Schale klopft. Druckstellen sind ein schlechtes Zeichen, Farbunterschiede auf der Schale sind jedoch unproblematisch.
Ernährung
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