Acht schnelle Energiequellen
Manche Menschen scheinen stets voller Elan und Tatkraft durch den Tag zu sausen. Leider ist das nicht jedem gegeben – ihnen können diese kleinen Tipps über müde Phasen hinweg helfen: 1. Pause machen: Ob bei der Arbeit, beim Fernsehen oder sonstigen Tätigkeiten – Experten raten, alle eineinhalb Stunden eine Unterbrechung einzulegen. Gehen Sie eine Runde um den Block, beschäftigen sich kurz mit etwas anderem, machen Sie ein paar Atemübungen. 2. Kaffee oder Tee trinken: Grüner und schwarzer Tee beleben, Koffein macht wach und Pfefferminztee vertreibt das Tief nach dem Mittagessen. Eine stimulierende Wirkung auf Gehirn und geistige Leistungsfähigkeit wird darüber hinaus dem Rosmarintee zugeschrieben. 3. Salze einnehmen: Schüßler-Salze (Apotheke) können für neue Energie sorgen. Trinken Sie zum Beispiel zehn Tabletten Kalium phosphoricum D6 in warmem Wasser aufgelöst gegen akute Schlappheit. 4. Abschalten: Wer viel Stress hat, braucht auch Ausgleich. Treiben Sie regelmäßig Sport und entspannen Sie beispielsweise mit Meditation, Autogenem Training oder einfach einer gemütlichen Schmökerstunde. 5. Thymusdrüse klopfen: Sie sitzt direkt unterhalb der Halskuhle in der Körpermitte – hier etwa eine Minute mit den Fingerspitzen oder der Faust sanft klopfen. Ruhig mehrmals am Tag wiederholen. 6. Fingermassage: Streichen Sie an beiden Seiten des Mittelfingers von der Fingerspitze bis zur Handfläche – auf jeder Seite etwa 30-mal. Eine anregende Anwendung aus der chinesischen Akupressur. 7. Banane futtern: Sie enthält Fruchtzucker für den schnellen Energie-Kick, liefert außerdem wertvolles Magnesium und Kalium für eine optimale Muskelfunktion. 8. Kaugummi kauen: Das sorgt nicht nur für einen frischen Atem, sondern bringt den ganzen Körper in Schwung. Kaugummi kauen erhöht den Herzschlag und transportiert so mehr Blut ins Gehirn. Außerdem wird das Nervensystem stimuliert, was die Aufmerksamkeit erhöhen kann.
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Zurück zur inneren Ruhe
Das Leben macht nie Pause, ständig ist etwas zu erledigen. Für viele ist es schwierig, den beruflichen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig private Sorgen und Probleme zu bewältigen. Nimmt der Stress überhand, stellen sich oft auch Gesundheitsbeschwerden wie Schlafstörungen, Schmerzen und Verspannungen ein. Höchste Zeit, etwas gegen den Überdruck zu unternehmen. Jeder weiß es: Leistung zu erbringen, fällt nicht zu jedem Zeitpunkt gleich leicht. Die Psyche ist ähnlichen Schwankungen unterworfen wie die körperliche Leistungskraft. In der Arbeitswelt wird darauf allerdings wenig Rücksicht genommen, optimale Qualität und Terminerfüllung werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Viele müssen ihre gesamte Energie dafür einsetzen, stets auf Top-Niveau zu sein. Internet und Rationalisierung haben den Druck noch einmal verstärkt. Kein Wunder, dass immer mehr Berufstätige unter diesem Druck zu leiden beginnen. In einer Umfrage der Techniker Krankenkasse sagen 57 Prozent der Befragten, dass sie häufig oder gelegentlich im Stress seien, für jeden Fünften ist Stress ein Dauerzustand. Auf die Frage, was die Arbeit so stressig macht, beklagen zwei Drittel der Berufstätigen, dass die Arbeitsmenge im Verhältnis zur Arbeitszeit zu groß sei. Auf Platz zwei der Belastungsfaktoren stehen Termindruck und Hetze. Auffällig ist allerdings, dass diejenigen am stärksten unter der Stressbelastung leiden, die keinen Spaß an ihrer Arbeit haben. Wer Freude an seinem Job und dem Arbeitsklima hat, ist oft erstaunlich stressresistent. Moderner Stress: Pervertiertes Leistungsprogramm Freude und Anerkennung scheinen die Schlüsselfaktoren zu sein, warum die Belastung von den einen als positive Herausforderung, von anderen als krankmachender Stress empfunden wird. Das zeigt sehr deutlich die Doppelnatur des Stressprogramms. Es handelt sich bei diesem Programm um ein uraltes, genetisch vorgegebenes Muster als Reaktion auf Alarm und Bedrohung. Bei einer plötzlichen, außergewöhnlichen oder gefährlichen Herausforderung schaltet der Körper in einen anderen Modus, der ihm eine reflexhafte und rasche Antwort ermöglicht. Alle Sinne und Nerven werden auf Hochspannung gepolt und die Energiereserven des Körpers mobilisiert, um sofort mit „Kampf oder Flucht“ reagieren zu können. Für unsere Vorfahren war das überlebenswichtig. Immer noch antwortet der Körper auf eine starke, angstmachende Belastung mit diesem „Turbo-Programm“, auch wenn der Kontext heute ein ganz anderer ist. Offensichtlich hat eine wichtige Präsentation oder eine drohende Deadline eine ähnliche Wirkung wie einstmals das Auftauchen eines Säbelzahntigers.
Achtsamkeit und Psyche
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Schmerzfrei in Bewegung kommen
Für Millionen Menschen hierzulande werden selbst einfache Bewegungen wie Laufen, Greifen und Bücken zur Qual. Bewegungsschmerzen entstehen meist durch Gelenkverschleiß, mit gezielten Maßnahmen lassen sich jedoch die Beschwerden oft bessern. Unter „Bewegungsschmerzen“ versteht man alle peinigenden Beschwerden des Bewegungsapparats, auch solche, die in Ruhe auftreten. Die meisten Menschen erleben den Bewegungsschmerz allerdings als ein Phänomen, das dann auftritt, wenn man sich vom Stuhl, Bett oder Sofa erhebt und in Bewegung kommen will. Der Schmerz schießt in die Gelenke und macht Bewegungen beschwerlich. Der Anlaufschmerz nach jeder Ruhephase ist typisch für die Arthrose, unter der in Deutschland rund fünf Millionen Menschen leiden. Ursache Verschleiß Die Arthrose ist eine vorwiegend abnutzungsbedingte (degenerative) Gelenkerkrankung, hauptsächlich des Gelenkknorpels, die in der Regel erst mit zunehmendem Alter auftritt – so klagt rund die Hälfte der über 60-Jährigen in Deutschland über Gelenkschmerzen. Im Gegensatz zur Arthritis, die durch entzündliche Prozesse im Gelenk entsteht, spricht man von Arthrose, wenn ein Verschleißprozess die Krankheitsursache ist. Arthrose kann damit überall in unserem Körper entstehen, wo Gelenkknorpel vorhanden ist. Am häufi gsten betroffen sind die Wirbelsäule, das Knie und die Hand, gefolgt von der Hüfte, den Fuß- und Zehengelenken, der Schulter und den Ellenbogen. Zu den Risikofaktoren für eine Arthrose gehören das Alter sowie genetische Faktoren, Übergewicht, mangelnde Bewegung und Überlastung der Gelenke. Aber auch Beinachsenfehlstellungen wie X- und O-Beine sowie Verletzungen der Bänder und Gelenkkapseln können zu Arthrose führen. Die Arthrose geht mit einem Abrieb des Gelenkknorpels einher, dessen Folgen in erster Linie Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen des betroffenen Gelenkes sind. Der Schmerz geht dabei nicht vom Knorpel aus, sondern von der Knochenhaut und der Innenhaut der Gelenkkapsel, die mit Schmerzrezeptoren durchsetzt sind. Mehr Bewegung, weniger Schmerzen Wer Schmerzen beim Gehen hat, bewegt sich verständlicherweise nicht gern. Das Gegenteil wäre aber die richtige Verhaltensweise: Regelmäßige Bewegung ist selbst bei bereits bestehenden Verschleißerscheinungen ein absolutes „Muss“, denn sie regt die Produktion von Gelenkschmiere an, die den Knorpel elastischer und widerstandsfähiger macht. Ideal sind sanfte Ausdauersportarten wie Radfahren oder Nordic Walking. Auch ist eine gut ausgebildete Muskulatur wichtig. Denn je belastbarer Muskeln und Bänder sind, desto mehr wird das Gelenk vor Über- und Fehlbelastungen geschützt. Damit man aber überhaupt aktiv werden kann, sind meist erst einmal Schmerzmittel nötig. In der Behandlung von Arthrose bewähren sich so genannte „nicht-steroidale Antirheumatika“, das sind Acetylsalicylsäure und ihre Abkömmlinge wie Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen. Unterstützend können Präparate aus der Pfl anzenheilkunde wie z. B. Teufelskralle und Weidenrinde zum Einsatz kommen, die sich auch zur längerfristigen Anwendung eignen, weil sie selten Nebenwirkungen verursachen. Bei akuten Beschwerden, etwa nach großer Gelenkbelastung, hilft oft Kälte (z. B. Kühlpacks). Doch auch Wärme kann die Schmerzen lindern, etwa durch ein heißes Heublumenbad, Gelenkwärmer oder Heizkissen. Darüber hinaus sind oft Mittel, die den Knorpelaufbau unterstützen, sehr hilfreich.
Rat und Tat
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Allergien – was hilft?
Ob gegen umherfliegende Pollen, Tierhaare, Erdnüsse, Steinobst oder Hausstaub – Allergien sind weit verbreitet. Besonders von Heuschnupfen sind viele Menschen betroffen. Mit den richtigen Maßnahmen aber lassen sich die Beschwerden oftmals recht gut eindämmen. Kaum werden die Tage länger und gewinnen die Sonnenstrahlen wieder an Kraft, beginnt für Pollenallergiker die alljährliche Leidenszeit. Mit den ersten Frühblühern wie Hasel, Erle und Ulme geht es bei vielen Betroffenen bereits im Januar los. Birke und Esche attackieren bis in den Mai, und im Sommer folgen dann die Gräserpollen. Allergien haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einer regelrechten Volkskrankheit entwickelt. Hierzulande leidet nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie jeder vierte bis fünfte Einwohner an einer allergischen Erkrankung, 86 Prozent davon unter Heuschnupfen. Auf Hunde- sowie Katzenhaare reagieren 41 Prozent allergisch und 38 Prozent auf Hausstaub. Eine Allergie ist eine überschießende Abwehreaktion des Immunsystems auf bestimmte körperfremde Stoffe. Dabei handelt es sich um eigentlich harmlose Substanzen aus unserem Umfeld wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben. Gegen diese so genannten Allergene entwickelt der Organismus dann fälschlicherweise Antikörper, die sich an der Oberfläche der Mastzellen anlagern. Im Inneren der Mastzellen befindet sich Histamin. Kommt man nun erneut in Kontakt mit Allergenen, platzen die Mastzellen und setzen das Histamin frei. Normalerweise ist dies zur Abwehr von Krankheitserregern nützlich. Da hier aber nur ungefährliche Stoffe bekämpft werden, leiden Allergiker umsonst fortdauernd unter den typischen Symptomen. Das sind vor allem Niesanfälle, Fließschnupfen, juckende, gerötete Augen sowie Kratzen und Kitzeln in Hals und Rachen. Auch Hautausschläge treten häufiger auf.
Gesundheit und Wohlbefinden
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Schutz vor freien Radikalen
Radikale sind in aller Munde, denn sie können wichtige Zellbausteine zerstören und stehen im Verdacht, Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer zu fördern. Doch wie gefährlich sind sie wirklich, und wie kann sich der Körper vor ihnen schützen? Um zu verstehen, was freie Radikale in Körperzellen so besonders und potentiell gefährlich macht, muss man ein klein wenig in die Chemie eintauchen. Dort steht die Bezeichnung Radikal für ein Atom oder Molekülbruchstück, das ein ungepaartes Elektron besitzt. Da chemische Verbindungen in der Regel nur mit vollständigen Elektronenpaaren stabil sind, streben Radikale sehr stark danach, anderen Stoffen ein Elektron zu entreißen oder sich mit einem anderen Radikal zu verbinden. Sie sind also extrem reaktiv. Dabei können regelrechte Kettenreaktionen entstehen, wenn bei der Reaktion neue Radikale entstehen, die dann ebenfalls andere Stoffe angreifen. In Körperzellen entstehen freie Radikale regelmäßig auf natürlichem Wege während des Stoffwechsels. Meist handelt es sich um Sauerstoffradikale, die bei der „Verbrennung“ der Nahrungsbestandteile zu Kohlendioxid und Wasser entstehen. Denn wie in jedem natürlichen Prozess kommen auch hier immer wieder kleine Fehler vor, so dass sich gelegentlich statt Wasser freie Sauerstoffradikale bilden. Diese können dann zum Beispiel mit der DNA (Erbsubstanz), den Zellwänden oder wichtigen Enzymen reagieren und sie so beschädigen und in ihrer Funktion einschränken. Mit der Zeit summieren sich diese Schäden und können zahlreiche negative Auswirkungen haben. So stellte bereits 1956 der US-Wissenschaftler Denham Harman die Theorie auf, dass freie Radikale die Ursache des Alterns sind. Zumindest teilweise hat sich das in späteren Untersuchungen bestätigt. Außerdem werden freie Radikale heute als Mitverursacher zahlreicher Krankheiten angesehen, etwa Arterienverkalkung, Krebs, Alzheimer, Diabetes Typ 2, Parkinson, Rheuma und alterstypischen Augenerkrankungen.
Rat und Tat
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Champignons – Power-Paket Pilz
Der Champignons ist der beliebteste Pilz der Deutschen. Kaum verwunderlich, dass die Nachfrage groß ist, denn Champignons schmecken nicht nur ausgezeichnet, sie sind auch kalorienarm und enthalten viele Vitamine, Ballaststoffe und Eiweiß. Die Nachfrage nach Champignons stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Pilze bereits seit dem 17. Jahrhundert. Ein französischer Gärtner hatte sie zufällig auf seinen Melonenfeldern entdeckt und anschließend kultiviert. Am Versailler Hof von Sonnenkönig Ludwig XIV. galten Champignons schon als Delikatesse. Der Champion unter den Pilzen Champignons – auch Egerlinge genannt – werden in drei Sorten unterschieden: Es gibt weiße und braune Exemplare sowie Riesenchampignons. Weiße und braune Champignons haben einen Hut-Durchmesser von etwa zwei bis fünf Zentimetern. Die Riesenchampignons dagegen erreichen aufgrund der späteren Ernte einen Durchmesser von bis zu zwölf Zentimetern. Was alle Champignons gemein haben, ist der fein-nussige Geschmack. Die braune Variante eignet sich besonders gut zum Braten, denn sie bleibt dabei angenehm fest. Champignons sind ideal für alle, die sich gesund und ausgewogen ernähren wollen. Denn der Pilz hat nur 15 Kalorien auf 100 Gramm und kaum Kohlenhydrate. Sie enthalten die Vitamine C, D, B2 und K. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink. Außerdem sind Champignons reich an pflanzlichem Eiweiß und sind damit eine gute Alternative zu Fleisch. Tipp: Je erntefrischer die Pilze, desto mehr der gesunden Inhaltsstoffe sind in ihnen enthalten. Zu jeder Jahreszeit frisch Champignons haben hierzulande das ganze Jahr über Saison. Bei frischen Pilzen ist das Fruchtfleisch fest. Der Hut ist weder geöffnet noch gebogen. Sie sollten weder feucht und rissig, sondern trocken und vom Geruch neutral sein. Da sie äußerst schnell verderben, empfiehlt es sich, die Pilze direkt zu verarbeiten. Wer sie kurze Zeit lagern möchte, kann sie im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Bei Plastikverpackungen die Folie entfernen oder einstechen, damit das Kondenswasser verdunsten kann. Außerdem wichtig: Champignons nehmen Gerüche leicht an. Daher sollten sie nicht in der Nähe von Lauchzwiebeln oder anderen geruchsintensiven Gemüsen aufbewahrt werden.
Ernährung
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Strategien gegen Stress
Um die Stressfolgen bewältigen zu können, muss man erkennen, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Stress reagiert. Der individuelle Umgang mit der Situation entscheidet über die Auswirkungen. Strategien der Verarbeitung müssen daher auch individuell auf jeden Menschen zugeschnitten sein. Wenn die Belastungsgrenze erreicht oder sogar schon überschritten wird, dann sollte nach den Auslösern gesucht werden. Meist findet sich bei der Auseinandersetzung mit den eigenen Verhaltensweisen die Ursache für das Stress-Empfinden. Um dem Stress auf die Spur zu kommen, muss der Grund für die Reaktion gefunden werden. Dass eine Belastung zum krank machenden Stressor wird, hat damit zu tun, dass Situationen falsch oder unrealistisch eingeschätzt werden. Auch Erfahrungen und Erziehungsmuster aus der Vergangenheit spielen in die Stress-Reaktion hinein. Auf diese Weise können leicht Fehleinschätzungen oder überzogene Ansprüche an sich selbst fatale Überforderungsgefühle auslösen. Verhaltenstraining – Stressbewältigung kann man lernen Die Verhaltenspsychologie kennt verschiedene Verfahren und Tests, die Hinweise geben, was auf dem Seelenleben lastet. Zur ersten Orientierung können bereits kostenlose Tests im Internet dienen, die aus dem Bereich der Transaktionsanalyse entstammen. Die fünf Ich-Anteile im „Egogramm“ geben nicht nur Auskunft über die Persönlichkeit, sondern zeigen in ihrer Ausprägung, welchen Einfluss sie auf das Stressgeschehen ausüben. Einen Einblick in die Beweggründe für Verhaltensweisen gibt der „Antreiber-Test“. Grundsätze, die oft noch aus der Kindheit stammen, werden hier beleuchtet. Eine Einschätzung, wie weit bereits ein chronischer Stressprozess fortgeschritten ist, wird z. B. mit (kostenpflichtigen) wissenschaftlich anerkannten Tests wie zum Beispiel dem „Maslach Burnout Inventar“ (MBI) oder dem „Copenhagener Burnout Inventar“ (CBI) ermittelt. Strategien zur Bewältigung von als schwierig und belastend empfundenen Situationen werden unter dem Begriff „Coping“ (englisch to cope with, „bewältigen“, „überwinden“) zusammengefasst.
Achtsamkeit und Psyche
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Reizdarm - Moderne Ernährungskonzepte können helfen
Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Bauchkrämpfe und manchmal alles gleichzeitig – ein Reizdarmsyndrom kann viel Lebensqualität kosten. Doch es gibt Behandlungsmöglichkeiten, unter anderem ein neues Ernährungskonzept. Auch wenn sie im Grunde harmlos sind: Kaum etwas ist so lästig, peinlich und oft auch schmerzhaft wie ständige Verdauungsbeschwerden. Da tröstet es Betroffene wenig, dass sie damit nicht allein sind: Einer deutschen Studie von 2012 zufolge leiden hierzulande etwa 15 Prozent der Bevölkerung unter einem Reizdarm-Syndrom. Die Symptome können dabei unterschiedlich sein: Der eine rennt fünfmal pro Tag mit Durchfall zur Toilette, der nächste plagt sich, um überhaupt mal zu „können“. Oft wechseln sich Durchfall und Verstopfung auch ab, dazu kommen meist ein Blähbauch, Darmwinde und krampfartige Schmerzen. Viele Reizdarmpatienten werden durch diese Beschwerden in ihrer ganzen Lebensführung gehemmt: Sie achten ständig auf die Nähe zur Toilette, meiden soziale Kontakte und können ihre Mahlzeiten aus Furcht vor unangenehmen Folgen nicht mehr richtig genießen. Um nicht in diese Isolations- und Vermeidungsfalle zu tappen, sollten Betroffene aktiv werden und ärztlichen Rat suchen. Dabei muss man wissen: Reizdarm ist in erster Linie eine Ausschlussdiagnose. Das heißt, der Arzt wird zunächst andere Krankheiten wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Zöliakie, Magen-Darm-Infektionen, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa und Darmkrebs ausschließen. Findet sich keine organische Ursache für chronische, belastende Verdauungsbeschwerden, kann die Diagnose Reizdarm gestellt werden.
Gesundheit und Wohlbefinden
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Studie: Q10 wirksam gegen Herzschwäche
Etwa zwei Prozent der Bevölkerung leiden an chronischer Herzinsuffizienz, einer Erkrankung, die dem Herzmuskel seine Kraft entzieht. Schon geringe körperliche Anstrengung kann zu Atemnot führen, weil das Herz infolge des Energiemangels der Herzmuskelzellen die Fähigkeit verliert, Blut effizient durch den Körper zu pumpen. Die konventionelle Behandlung umfasst die Einnahme von Wirkstoffen, die die Herzfunktion erhöhen und dazu beitragen, der Einlagerung von Flüssigkeit vorzubeugen. Neuerdings richtet sich das Interesse der Forschung verstärkt auf den natürlichen Wirkstoff Coenzym Q10, der vielversprechende Ansätze zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz bietet. Laut einer Studie ist das Sterberisiko von Herzinsuffizienz-Patienten um 43 Prozent geringer, wenn sie täglich Nahrungsergänzungsmittel mit Coenzym Q10 (Prüfpräparat: Q10 Bio-Qinon Gold) einnehmen. Die vitaminähnliche Substanz findet sich in allen Zellen des Körpers und ist ein Teil der Elektronentransportkette, die während der aeroben Zellatmung abläuft und Energie in Form von Adenosintriphosphat erzeugt. 95 Prozent der Energie des Körpers werden auf diese Weise produziert, daher enthalten die Organe mit dem höchsten Energiebedarf auch das meiste Q10. Das positive Ergebnis der Studie lässt den Schluss zu, dass die Einnahme von Q10 den Energiestoffwechsel wirksam unterstützt. Forschungsleiter Prof. Dr. Svend Aage Mortensen, Chefarzt des Herzzentrums am Universitätsklinikum Kopenhagen, spricht von einem „Paradigmenwechsel in der Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz“. Eine höhere Überlebensrate, weniger Herztransplantationen und Krankenhausaufenthalte könnten einige Vorteile einer Behandlung mit dem natürlichen Wirkstoff sein.
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Weniger Schmerzen durch Berührung
Wie stark Schmerz empfunden wird, ist subjektiv. Israelische Forscher fanden heraus, dass sich in Gegenwart eines geliebten Menschen Schmerzen besser ertragen lassen. Verstärkt wird diese schmerzlindernde Wirkung durch Berührung wie das Halten der Hand und Einfühlungsvermögen. Kinder kennen diesen Effekt: Haben sie sich wehgetan, verschwinden die Schmerzen schneller, wenn sie von der Mutter getröstet und in den Arm genommen werden. Offenbar funktioniert die Schmerzlinderung aber genauso unter Paaren. Die israelischen Forscher untersuchten den Einfluss des unterstützenden Verhaltens. Hielt der Mann seiner Frau bei einem schmerzhaften Ereignis die Hand, dämpfte es tatsächlich die Schmerzen. Je größer das Einfühlungsvermögen des Mannes dabei war, desto stärker war der schmerzlindernde Effekt bei seiner Partnerin. Interessanterweise wirkte sich derselbe körperliche Kontakt mit einem fremden Mann bei den Frauen nicht auf ihr Schmerzempfinden aus. Der Schlüssel lautet: Empathie „Unsere Ergebnisse zeigen einen synergistischen schmerzlindernden Effekt von Berührung und Empathie, der beim Schmerzmanagement zum Beispiel während der Geburt eingesetzt werden könnte“, schreiben Irit Weissman Fogel und ihre Kollegen von der Universität Haifa. Eine frühere Studie habe ergeben, dass die Gegenwart des Partners in 60 Prozent der Fälle die Geburtsschmerzen vermindert. Die Forscher gingen der Frage nach, von welchen Faktoren es abhängt, wie stark die betäubende Wirkung eines direkten körperlichen Kontaktes ist. An der Studie beteiligten sich 23 heterosexuelle Paare, die im Schnitt seit vier Jahren zusammen waren. Die Männer und Frauen waren 19 bis 40 Jahre alt. Die Forscher erzeugten bei den Frauen Schmerzen durch einen Hitzereiz am Unterarm. Die Schmerzstärke bewerteten die Versuchsteilnehmerinnen auf einer Skala von 0 bis 100 mit 60. Vor Beginn der eigentlichen Experimente lernten die Männer diesen Schmerz einmal selbst kennen. Dann musste jede Frau den Hitzeschmerz in vier unterschiedlichen Situationen erleiden: Zuerst allein, dann in Gegenwart ihres Partners – aber ohne körperlichen Kontakt. Dann Händchen haltend mit ihrem Partner. Zuletzt mit einem fremden Mann, der die Hand der Frau hielt. Jeweils im Anschluss daran beurteilten die Frauen die Stärke des gerade erlebten Schmerzes und die Männer schätzten, wie stark der Schmerz für die Frau gewesen sein könnte. Dabei zeigte sich, dass Körperkontakt nicht grundsätzlich hilft. Wenn ein Fremder die Hand hielt, waren die Schmerzen ähnlich stark wie die allein empfundenen Schmerzen. Aus älteren Studien weiß man, dass der soziale Stress, den wir in der unmittelbaren Nähe von Fremden empfinden, Empathie unterdrückt. Wenn hingegen der eigene Partner die Hand hielt, hatte das einen stark betäubenden Effekt. Es ergab sich zudem ein eindeutiger Zusammenhang mit dem Einfühlungsvermögen des Mannes: Je größer die Empathie, desto stärker die schmerzdämpfende Wirkung des Körperkontaktes. Indem Väter bei der Geburt ihres Kindes die Hand ihrer Partnerin halten, könnten sie offenbar mehr dazu beitragen, Schmerzen zu verringern, als wenn sie nur anwesend sind. Aber die Erkenntnisse sind auch auf viele andere Situationen übertragbar, bei denen körperliche Schmerzen eine Rolle spielen. Mitgefühl zeigen, einem Freund die Hand auf die Schulter legen, eine herzliche Umarmung: All das ist also mehr als eine nette Geste. Es hilft.
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Das Sonnenvitamin - Vitamin D
Unter den Vitaminen hat Vitamin D eine Sonderstellung. Der menschliche Körper kann es mit Hilfe von Sonnenlicht selbst bilden. Menschen, die sich regelmäßig an der frischen Luft aufhalten, produzieren sogar bei wenig Sonnenschein 80 bis 90 Prozent ihres Bedarfs an Vitamin D selber. Im Winter ist aber die Sonnenstrahlung zu gering für die Vitamin D-Bildung. Ist es dann nötig, den Bedarf durch Präparate zu decken? Das Sonnenlicht ist für eine ganze Reihe von Prozessen im Körper verantwortlich, darunter auch für die Bildung des lebensnotwendigen Vitamins D. Das fettlösliche Vitamin übernimmt viele Aufgaben im menschlichen Organismus. Es spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut und beim Knochenaufbau. Es fördert die gesunde Knochen- und Zahnbildung und das Knochenwachstum, dagegen schützt es vor der Entstehung von Krankheiten wie Rachitis (Knochenerweichung bei Kindern), Osteomalazie (Knochenerweichung bei Erwachsenen) und Osteoporose. Auch für die Erhaltung der Muskelkraft ist es wichtig. Darüber hinaus unterstützt es das Immunsystem und hilft dabei, dass sich die Abwehrzellen richtig entwickeln. Studien lieferten ebenfalls Hinweise darauf, dass Vitamin D einen großen Beitrag zur Herz-Kreislauf-Gesundheit leistet und das Risiko für die Entstehung von Diabetes, Autoimmunerkrankungen und einiger Krebsarten mindert. Mangel im Winter Der Körper kann die Vorstufe des Vitamins, 7-Dehydrocholesterol, selbst bilden. Erst die UV-Strahlen der Sonne wandeln diese Vorstufe durch eine fotochemische Reaktion in der Haut in das Vitamin D um. Seine aktive Form gewinnt Vitamin D dann durch weitere Prozesse in der Leber und den Nieren. Zwischen Frühling und Spätherbst ist der Körper in der Lage, dank der reichlichen Sonnenstrahlung den Vitaminbedarf zu 80 bis 90 Prozent selbst zu synthetisieren. Dafür muss man sich nicht einmal lange in der Sonne aufhalten, es genügt, Hände, Gesicht und Teile von Armen und Beinen bestrahlen zu lassen. Die Bildung ist von der Intensität der UVB-Strahlung abhängig. Diese ist allerdings von November bis März bei uns so niedrig, dass in dieser Zeit der Körper kein Vitamin D mehr über die Haut herstellen kann. Vitamin D kann im Fett- und Muskelgewebe sowie in der Leber gespeichert werden, in der lichtarmen Zeit greift der Körper auf diese Speicher zurück. Bis zu 20 Prozent des Vitamin D-Bedarfs werden auch über die Ernährung gedeckt: So ist das Vitamin in fetten Fischsorten wie Lachs, Hering oder Makrele vorhanden. Auch Lebertran, getrocknete Pilze, Eigelb und Leber enthalten Vitamin D. Die Frage ist jedoch: Reichen die körpereigenen Speicher sowie die Aufnahme über die Ernährung aus, um über den Winter zu kommen? Die „Nationale Verzehrstudie“ geht davon aus, dass 90 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer nicht die Zufuhrempfehlungen für diesen Vitalstoff erreichen. Laut einer Untersuchung des Bundesforschungsinstituts für Ernährung (Max-Rubner-Institut) hat in Deutschland jeder Fünfte in den Wintermonaten 10 ng/ml oder weniger der Vitamin D-Speicherform im Blut und damit einen ausgeprägten Mangel.
Gesundheit und Wohlbefinden
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Überblick: Kaugummis mit Nutzeffekt
Über das Kauen werden nicht nur Geschmacks- und Aromastoffe abgegeben, es können auch medizinisch wirksame Inhaltsstoffe kontinuierlich für eine gewisse Zeitspanne freigesetzt werden. Zahnpflege Ein Kaugummi kann natürlich nicht die Zahnbürste ersetzen. Zusätzlich zur regelmäßigen Zahnpflege leisten aber Zahnkaugummis einen Beitrag zu Karies-Vorsorge und Mundpflege. Zahnkaugummis regen den Speichelfluss an. Der Speichel schwemmt Speisereste weg, bevor Zahnbelag entsteht. Außerdem werden kariesfördernde Säuren neutralisiert. Üblicherweise sind Zahnkaugummis zuckerfrei, stattdessen enthalten sie in der Regel den Zuckeraustauschstoff Xylit. Dieser stört den Stoffwechsel von Karies-Bakterien und hindert sie daran, an der Zahnoberfläche anzuhaften. Zudem fördert Xylit die Bildung von Calcium-Komplexen, die zu einer Remineralisation der Zahnhartsubstanz beitragen. Viele Zahnkaugummis enthalten zusätzlich karieshemmendes Fluorid und Mineralien, die die Regeneration der Zähne unterstützen. Bleichen der Zähne Das Kaugummi enthält Mikrogranulate, die sich beim Kauen langsam auflösen, dabei die Zähne sanft reinigen und Verfärbungen mindern. Die Granulate wirken nicht abschleifend und abreibend. Mundgeruch Es bekämpft geruchsbildende Bakterien und Mundgeruch, der durch Rauchen, Knoblauch, scharfe Speisen oder leeren Magen verursacht wurde. Nikotinentzug Das Kaugummi enthält Nikotin, das den Suchtstoff in der Zigarette ersetzt. Das Ziel ist, die psychische Fixierung aufs Rauchen zu dämpfen und damit zur Entwöhnung beizutragen. Das Kaugummi funktioniert wie ein Wirkstoffdepot: Es soll nach dem ersten Kauen ruhig in der Backentasche verbleiben, nur wenn der Geschmack und damit die Wirkstoff-Freisetzung nachlässt, soll man gelegentlich weiter kauen. Reiseübelkeit Das apothekenpflichtige Kaugummi enthält den Wirkstoff Dimenhydrinat, der die Wirkung jener Botenstoffe unterdrückt, die das Brechzentrum im Gehirn stimulieren. Übelkeit und Schwindelgefühle gehen zurück, ein Erbrechen kann verhindert werden. Speziell bei Flugzeugreisen ist Kaugummikauen nützlich, da über das Kauen leichter ein Druckausgleich hergestellt werden kann.
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Fasten kann eine gesunde Darmflora fördern
Wer fastet, möchte seinen Körper ganzheitlich entlasten und regenerieren. Studien bestätigen nun, dass eine Fastenkur auch ein erster wirksamer Schritt sein kann, die Darmflora zu verbessern und so dem gesamten Körper zu mehr Vitalität zu verhelfen. Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre zeigen: Die etwa 100 Billionen Bakterien, die jeden Darm besiedeln, haben einen weitreichenden Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden. Eine ungünstige Zusammensetzung der Darmflora (Dysbiose) wird heute mit zahlreichen Gesundheitsstörungen in Verbindung gebracht. Insbesondere übergewichtige Menschen weisen oft eine charakteristische Dysbiose auf, die wiederum Übergewicht und die damit in Verbindung gebrachten Erkrankungen, aber auch Entzündungsreaktionen, zu fördern scheint. Fasten bringt der Gesundheit mehr als eine Diät Studien von Wissenschaftlern der Universität Wien bestätigten, dass sich durch Nahrungskarenz und eine Ernährungsumstellung eine Dysbiose offensichtlich effektiv regulieren lässt: Die Forscher beobachteten, dass übergewichtige Studienteilnehmer mit einer kalorienreduzierten, fettarmen Diät mit viel Gemüse und Obst, aber wenig tierischen Lebensmitteln nicht nur ihr Gewicht reduzierten, sondern sich gleichzeitig ihre Darmflora gravierend veränderte: Die Artenvielfalt der Mikroorganismen im Darm nahm zu. Die Spezies, die den Fettansatz und Entzündungen begünstigen, wurden zurückgedrängt, während Keime mit gesundheitsfördernden Eigenschaften einen größeren Anteil gewannen. Eine rasche Veränderung der Darmflora beobachteten Wissenschaftler auch in einer weiteren Studie, bei der sich die Teilnehmer einer einwöchigen Fasten-Kur unterzogen.
Wohlfühlen
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Aktiv gegen Übergewicht
Weniger Mahlzeiten, mehr Muskeln – so lässt sich kurz und knapp zusammenfassen, wie man neuen Erkenntnissen zufolge sein Wohlfühlgewicht leichter erreicht. Früher war nicht alles besser, aber manches anders: So mussten unsere Vorfahren, die Urmenschen, sich regelmäßig ganz schön anstrengen, um genug Nahrung zu finden. Jagen, sammeln, die Beute verzehrfähig machen, dazwischen noch vor Feinden fliehen, Feuerholz suchen – ein hartes Leben, das viele Gefahren bereithielt. Eine allerdings kaum: zu dick zu werden. Heute ist das Leben viel sicherer und bequemer, wir haben gemütliche Betten und Sofas, der Tag wird meist sitzend verbracht und die „Nahrungssuche“ besteht darin, mit dem Auto zum Supermarkt zu fahren. Essen steht praktisch rund um die Uhr zur Verfügung. Die Herausforderung ist jetzt nicht mehr, genug zu bekommen, sondern ein sinnvolles Maß zu halten. Kein Wunder, dass sich Übergewicht zum Massenphänomen entwickelt hat. Dicker durch Diäten Aber wie kriegt man es hin, angesichts überall lauernder Versuchungen ein gesundes Gewicht zu halten? Das Grundprinzip ist dabei natürlich, nicht mehr zu essen als man verbraucht. Aber das ist – wie jeder weiß, der mit seinem Gewicht kämpft – oft nicht so einfach, wie es klingt. Schon die Frage, wie viel „man“ braucht, ist schwer zu beantworten. Denn der Körper ist keine Maschine mit konstantem Energiebedarf, sondern ein hochkomplizierter Organismus, der sowohl seinen Kalorienbedarf als auch Gefühle wie Hunger und Appetit sehr flexibel steuern kann. Ein Beispiel dafür ist der berüchtigte Jo-Jo-Effekt: Wird der Körper auf eine kalorienreduzierte Diät gesetzt, schaltet er sozusagen ins „Notprogramm Nahrungsmangel“. Das heißt, der Grundumsatz – das ist der tägliche Energieverbrauch ohne körperliche Betätigung – wird langfristig heruntergefahren. Nach dem Ende der Diät sorgt dann schon eine normale Nahrungsmenge, mit der das Gewicht früher leicht gehalten wurde, für eine Zunahme über das Ausgangsgewicht hinaus. Denn jetzt will der Organismus Vorräte anlegen für die nächste Hungerzeit. Statt dünner machen viele Diäten deshalb immer dicker.
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Die Prostata – ein Männerproblem
Echte Männer haben keine Wehwehchen. Und zum Arzt gehen sie erst, wenn sie wirklich krank sind. Diese Einstellung ist üblich, aber nicht gesundheitsbewusst. Schließlich gibt es typische „Männerprobleme“, die durch rechtzeitige Vorsorge besser behandelbar wären. Dazu gehören ganz besonders Beschwerden der Prostata, der männlichen Vorsteherdrüse. Kommen die Männer in die besten Jahre, wird für sie die Prostata ein Thema. Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist ein etwa kastaniengroßes Organ, das gemeinsam mit zwei weiteren Drüsen die Samenflüssigkeit bildet, welche zusammen mit den von den Hoden gebildeten Samenzellen das Ejakulat ergibt. Jenseits des 30. Lebensjahres beginnt die Prostata allmählich zu wachsen, was zum Problem werden kann, da die Vorsteherdrüse den oberen Teil der Harnröhre umschließt. Was das Wachstum der Prostata auslöst, ist im Einzelnen noch nicht geklärt, jedoch spielen hormonelle Veränderungen eine maßgebliche Rolle. Die Prostata wächst mit dem Alter Beobachten lässt sich, dass das männliche Geschlechtshormon Testosteron durch ein Enzym vermehrt in seine biologisch aktivste Form, das Dehydrotestosteron (DHT), umgewandelt wird. Ebenso kommt es zur Veränderung des Östrogenhaushalts. Damit in Zusammenhang stehen weitere Reaktionen wie die erhöhte Ausschüttung von Wachstumsfaktoren in der Prostata, die übermäßige Vermehrung von Prostata-Stammzellen oder die zu lange Lebensdauer von Prostatazellen durch einen verzögerten Zelltod. So kommt es zum Wachstum von Drüsen und Gewebe, zunächst noch in der Übergangszone vor und seitlich der Harnröhre, später ist das gesamte Organ von der Vergrößerung betroffen. Neben hormonellen Veränderungen können auch entzündliche Prozesse an der Herausbildung der so genannten benignen (gutartigen) Prostatahyperplasie beteiligt sein. Ab einer bestimmten Größe kann die Prostata die Harnröhre so verengen, dass das Wasserlassen erschwert wird. Ein dünner Harnstrahl, häufiger Harndrang, nächtliche Gänge zur Toilette, „Nachtröpfeln“ und das Gefühl, dass sich die Blase nie ganz entleert, sind typische Beschwerden bei der gutartigen Prostatavergrößerung. Sie ist eine der häufigsten Männerkrankheiten im höheren Alter: Etwa die Hälfte aller Männer über 50, rund 70 Prozent der Siebzigjährigen und 90 Prozent der Achtzigjährigen sind von ihr mehr oder weniger stark betroffen. Eine relativ häufige Komplikation ist die so genannte „Balkenblase“. Der erhöhte Kraftaufwand beim Wasserlassen führt zu einer Verdickung der Muskelzüge in der Blase. So kommt es zu einer Einengung der Harnleitermündung und in Folge zu einem Rückstau des Urins bis in die Nieren, wobei es nicht selten zu Blasen- und Niereninfekten kommt. Im Extremfall kann die Prostatavergrößerung dazu führen, dass ein Mann kaum noch oder gar nicht mehr urinieren kann. Ein solcher schmerzhafter Harnverhalt ist ein Notfall, der sofort durch das Anlegen eines Blasenkatheters behandelt werden muss.
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