Abnehmen - Gesund zum Wunschgewicht
Abnehmen heißt nicht hungern, sondern genussvoll essen und dies in Kombination mit dem richtigen Bewegungstraining. Für Abnehmwillige können zudem auch Produkte aus der Apotheke hilfreich sein. Abnehmen planen Der Abbau von medizinisch definiertem Übergewicht (Adipositas) sollte auf jeden Fall über einen langen Zeitraum geplant werden, denn nur so kann ein langfristiger Abnahmeerfolg erreicht werden. Denn genauso wichtig wie der eigentliche Gewichtsverlust ist die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Ein Diätplan sollte alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten. Im Idealfall sollte eine deutliche Gewichtsreduktion unter ärztlicher Begleitung stattfinden und von einem abgestimmten Sportprogramm begleitet werden. Richtiges Abnehmen erfordert Umdenken Hinter den meisten Schlankheitskuren verbergen sich falsche Versprechen, und sie sind nicht alltagstauglich für gesundes Abnehmen. Meist bestehen Verbote statt Genüsse, was ein K.O.-Kriterium darstellt. Eine ungesunde Diät bedeutet weniger als 1200 Kilokalorien täglich, sich unausgewogen bzw. einseitig zu ernähren. Auch eine Gewichtsreduktion von mehr als einem Kilogramm pro Woche ist nicht realistisch. Man sollte nicht weniger als 1500 Kalorien zu sich nehmen. Wer zu wenig isst („FDH“), is(s)t ungesund, denn es werden zu wenige Vitamine, Mineralstoffe und andere Nährstoffe aufgenommen. Dadurch kommt nicht nur der Vitamin- und Mineralstoff-Haushalt aus dem Gleichgewicht; derartige Diäten führen auch oft zu Frustration, und die verlorenen Kilos zeigen sich nach Ende der Diät schnell wieder auf der Waage. Ein langfristiger Abnahmeerfolg spielt sich auch im Kopf ab. Neben einer maßvollen Kalorienreduktion ist eine Veränderung des eigenen Essverhaltens unabdingbar. Erfolgt diese Veränderung nicht, so wird nach der Beendigung der Diät das Körpergewicht fast zwangsläufig wieder ansteigen. Das ständige Auf und Ab des Körpergewichts ist unter dem Begriff Jo-Jo-Effekt bekannt.
Wohlfühlen
 »
Bluthochdruck - Überhöhte Werte dauerhaft senken
Rund 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Bluthochdruck – mit möglichen Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Mit Vorsorge und einer gesunden Lebensweise lässt sich die Gefahr eindämmen. Das Blut versorgt unsere Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Damit es fließen kann, muss in den Adern ein gewisser Druck herrschen. Er steigt an, wenn das Herz sich zusammenzieht (Systole) und Blut in die Arterien pumpt, und fällt wieder ab, wenn der Herzmuskel sich entspannt (Diastole). Deshalb gibt es bei Blutdruckmessungen immer zwei Werte, den höheren systolischen und den niedrigeren diastolischen. Gemessen wird er in Millimeter Quecksilbersäule, kurz mmHg. Liegt der Blutdruck eines Erwachsenen in Ruhe unter 120/80 mmHg, gilt das als optimal. Doch diesen Wert erreichen laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes unbehandelt nur etwa ein Drittel der erwachsenen Deutschen. Ein weiteres Drittel leidet dagegen unter Bluthochdruck, hat also Werte von mehr als 140/90 mmHg. Der Rest liegt in dem Bereich dazwischen, der als „normal“ und „hoch normal“ bezeichnet wird. Herzinfarkt und Schlaganfall drohen Warum aber ist ein hoher Blutdruck, medizinisch Hypertonie genannt, so gefährlich? Bei Aufregung oder Anstrengung ist ein vorübergehender Anstieg ganz normal. Eine ständige Erhöhung auch in Ruhe belastet dagegen auf die Dauer die Gefäße und wichtige Organe wie Herz, Gehirn und Nieren. Hypertonie ist damit einer der größten Risikofaktoren für schwere Erkrankungen wie Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Nierenschäden. Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga wären die Hälfte aller Herzinfarkte und Schlaganfälle vermeidbar, wenn hoher Blutdruck rechtzeitig behandelt würde. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind für die Vermeidung von Folgeerkrankungen wichtig. Denn Bluthochdruck bleibt meist weitgehend symptomfrei und wird deshalb oft nicht bemerkt. Außerdem werden mögliche Anzeichen wie (morgendliche) Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafprobleme, Ohrensausen, Unruhe, Nasenbluten, Übelkeit, Kurzatmigkeit und Sehstörungen oft anderen Ursachen zugeordnet. Hypertonie wird durch eine Reihe von Risikofaktoren begünstigt. Einige sind nicht beeinflussbar, wie die genetische Veranlagung, das Alter und das Geschlecht. So sind Personen, in deren Familie bereits gehäuft Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgetreten sind, auch selbst stärker gefährdet. Außerdem steigt das Risiko mit dem Alter deutlich an, und Männer sind zumindest bis zum sechsten Lebensjahrzehnt häufiger betroffen als Frauen.
Rat und Tat
 »
Stress - Ständig unter Strom?
Stress ist zu einem Massenphänomen geworden. Wer den Stress-Auslösern nicht entgehen kann, sollte ein solides Repertoire an psychologischen und biologischen Strategien entwickeln, um sich vor negativen gesundheitlichen Folgen zu schützen und belastbar zu bleiben. Hoher Zeit- und Leistungsdruck sowie ständige Erreichbarkeit führen dazu, dass sich immer mehr Menschen in der heutigen Arbeitswelt überfordert fühlen. Aber auch Kummer und Sorgen, Ängste, Streit, Trennungen, Krankheiten oder Einsamkeit sind schwere psychische Belastungen. Wird negativer Stress zum Dauerzustand, können die gesundheitlichen Auswirkungen gravierend sein. Eine Untersuchung des Helmholtz Zentrums in München zeigte, dass Dauerstress das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verdoppelt. Eine ständige Überstimulation der biologischen Stress-Reaktion kann außerdem Depressionen fördern und schließlich dazu führen, dass die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit rapide sinken. Wie können Betroffene dem Stress und seinen negativen gesundheitlichen Folgen entgehen? „Ein erster wichtiger Schritt ist, die persönlichen Stressauslöser zu erkennen und ein solides Repertoire an stressvermindernden Strategien zu entwickeln, die es ermöglichen, positiver mit Belastungen umzugehen“, erklärt die Psychologin Kristina Langosch aus Hamburg. Von der Stress-Expertin entwickelte online-Tests und viele hilfreiche Tipps zum besseren Umgang mit Stress gibt es unter www.stress-schutz.de.
Achtsamkeit und Psyche
 »
Sommerfreuden ohne Reue
Der Sommer bringt viel Sonnenschein mit. Allerdings können UVStrahlen, Hitze und Co. den Körper auch belasten. Um frisch und gesund durch die warme Jahreszeit zu kommen, sollte man daher einige Vorsichtsmaßnahmen beherzigen. Sommerzeit, du schöne Zeit! Von Urlaubsreisen in südliche Gefilde über Freibadbesuche, Open-Air-Veranstaltungen und gesellige Grillabende bis hin zu ausgedehnten Fahrradtouren bringt sie viele Vergnügungen mit sich. So hoffen auch die meisten Menschen jetzt auf gutes Wetter, um all das in vollen Zügen genießen zu können. Brennt die Sonne jedoch mit unverminderter Kraft vom Himmel undklettern die Temperaturen immer höher, kann dies mitunter auch unangenehme Begleiterscheinungen haben. Höchste Zeit, sich ein paar vernünftige Verhaltensweisen wieder ins Gedächtnis zu rufen. An oberster Stelle steht hier der Sonnenschutz. Dazu eines vorweg: Natürlich ist die Sonne herrlich und vor allem lebenswichtig – der Körper braucht sie zur Vitamin-D-Bildung in der Haut, für ein funktionierendes Immunsystem und starke Knochen. Und schließlich sorgt sie mit ihrem strahlenden Licht für jede Menge gute Laune. Doch ein Übermaß an UV-Strahlen ist ungesund. Sie lassen nicht nur die Haut schneller altern und führen nicht selten zu unschönen Pigmentflecken, sondern können bekanntermaßen langfristig auch Hautkrebs verursachen. Länger als zehn Minuten sollte deshalb niemand ungeschützt in der Sonne bleiben. Bei ausgiebigen Sonnenbädern sowie längeren Aktivitäten imFreien, am Meer und in den Bergen ist auf jeden Fall ein hoher Lichtschutzfaktor von mindestens 30 oder höher angezeigt. Dazu muss man wissen, dass sowohl UV-A- als auch UVA-BStrahlen einen schlechten Einfluss auf die Haut haben, was Lichtalterung, Irritationen und Hautkrebs betrifft. Das Sonnenschutzmittel sollte daher ein breites Spektrum haben, das vor beidem schützt. Hier lautet das Motto: „Viel hilft viel“. Denn Untersuchungen zufolge tragen die meisten Menschen die Sonnencreme zu dünn auf. Im Hochsommer empfiehlt es sich darüber hinaus, auch im Alltag immer eine leichte Sonnencreme oder ein Makeup mit Lichtschutzfaktor zu verwenden. Dekolleté, Hände und Ohren nicht vergessen!
Rat und Tat
 »
Sonne, Urlaub, Reiseapotheke
Werden die Tage lang, hell und sonnig, steigt die Lust auf Urlaub. Endlich relaxen, die Freiheit genießen und die Welt entdecken! Es wäre zu schade, wenn uns Gesundheitsbeschwerden ausgerechnet jetzt einen Strich durch die Rechnung machten. Eine auf das Reiseziel zugeschnittene Reiseapotheke kann helfen, sich in der „schönsten Zeit des Jahres“ die Beschwerden vom Leib zu halten. Viele planen den Sommerurlaub bereits im Winter und haben Flug und Hotel schon gebucht, bevor überhaupt erst die erste Frühlingsblume durch die Schneedecke bricht. Andere lassen erst einmal die warmen Tage auf sich zukommen, bevor sie spontan ein Urlaubsziel auswählen. Auch wenn der Countdown bis zum Anbruch der ersehnten freien Wochen unterschiedlich lang läuft – so ganz und gar ohne Vorbereitung und Überlegung sollte man besser nicht in die Ferne schweifen. Das gilt vor allem auch für die Ausstattung der Reiseapotheke. Denn selbst wenn man gar nicht weit weg fährt, ist es empfehlenswert, einige Notfallmedikamente oder Verbandszeug mitzunehmen. Umso mehr gilt dies für Auslandsreiseziele und erst recht für Fernreisen in exotische Weltregionen. Apotheken sind im Notfall nicht überall leicht zu finden, dazu kommen noch Verständigungsschwierigkeiten, wenn man die Sprache des Gastgeberlandes nicht beherrscht. Daher ist es besser, man hat alles Notwendige dabei, um leichtere Beschwerden, Erkrankungen und Blessuren im Ernstfall selbst behandeln zu können. Eine gut bestückte Reiseapotheke sollte in jeder Hinsicht aktuell sein. Aktuell im Hinblick auf das Haltbarkeitsdatum von Medikamenten – abgelaufene Medikamente sind nicht nur weniger wirksam, sie können auch durch Zersetzungsprodukte unter Umständen gefährlich werden. Aktuell aber auch hinsichtlich des Urlaubsziels. Klar, eine Basisausstattung gegen die häufigsten Alltagsbeschwerden und gegen kleine Verletzungen sollte den Grundstock jeder Reiseapotheke bilden. Hinzukommen sollten gegebenenfalls auch Mittel, die auf die Art des Urlaubs und das individuelle Reiseziel zugeschnitten sind. Nur ein Beispiel: Taucher leiden relativ häufig unter Entzündungen des Gehörgangs. Ratsam ist es deshalb, für einen Tauchurlaub Ohrentropfen mitzunehmen. Geht der Tauchurlaub in tropische Gewässer, sollten Vorsichtsmaßnahmen gegen Tropenkrankheiten getroffen werden, dazu gehören auch Impfungen oder eine Malaria-Prophylaxe. Ganz selbstverständlich ist zudem ein besonders intensiver Sonnenschutz!
Rat und Tat
 »
Mehr Energie - Muntermacher für Körper und Seele
Fast jeder Mensch erlebt ab und zu Phasen der Erschöpfung – wenn alles zu mühsam erscheint und die täglichen Pflichten auf einmal zu viel werden. Oft sind es dann die kleinen, aber schönen Dinge, die dem Leben neue Impulse und uns selbst neuen Elan verleihen. Draußen grünt und blüht es, die Sonne lacht, doch man selbst hängt sprichwörtlich in den Seilen. Nehmen Schlappheit und Lustlosigkeit überhand, muss allerdings nicht immer die vielzitierte Frühjahrsmüdigkeit schuld sein. Vielmehr ist es häufig auch der ewige Alltagstrott, der manch einen niederdrückt und quasi alle Energie raubt. Nichts gegen liebgewordene Gewohnheiten – aber läuft das ganze Leben nach festgelegtem Schema ab, mangelt es eben an Spannung und Anregung. Der Mensch braucht zwischendurch neue Impulse und Anreize, um sich lebendig zu fühlen und sich nicht zuletzt auch weiterzuentwickeln. Grund genug, aus der Routine auszubrechen und etwas mehr Freude, Leichtigkeit und auch Veränderung in sein Leben zu bringen. Das kann im Kleinen schon damit beginnen, die alltäglichen Dinge einmal anders und damit bewusster zu machen – indem man zum Beispiel einfach seine Zähne morgens mit der linken statt mit der rechten Hand putzt oder zum Frühstück das übliche Marmeladentoast durch ein Müsli mit exotischen Früchten ersetzt. Unser Gehirn arbeitet nach dem Erfahrungs- und Lustprinzip: Neues und Überraschendes stimuliert das Wachstum der Nervenzellen im Gehirn. Abwechslung ist darum wichtig und auch im täglichen Leben möglich. Warum nicht ab und zu einen anderen Weg zur Arbeit gehen, das Fahrrad statt den Bus nehmen oder eine Station früher aussteigen und den Rest zu Fuß bewältigen? Oft nimmt man seine Umgebung dann wieder bewusster wahr und entdeckt unterwegs etwas Unbekanntes – knospende Büsche, ein hübsches Café oder eine Bank mit tollem Ausblick.
Wohlfühlen
 »
Acht schnelle Energiequellen
Manche Menschen scheinen stets voller Elan und Tatkraft durch den Tag zu sausen. Leider ist das nicht jedem gegeben – ihnen können diese kleinen Tipps über müde Phasen hinweg helfen: 1. Pause machen: Ob bei der Arbeit, beim Fernsehen oder sonstigen Tätigkeiten – Experten raten, alle eineinhalb Stunden eine Unterbrechung einzulegen. Gehen Sie eine Runde um den Block, beschäftigen sich kurz mit etwas anderem, machen Sie ein paar Atemübungen. 2. Kaffee oder Tee trinken: Grüner und schwarzer Tee beleben, Koffein macht wach und Pfefferminztee vertreibt das Tief nach dem Mittagessen. Eine stimulierende Wirkung auf Gehirn und geistige Leistungsfähigkeit wird darüber hinaus dem Rosmarintee zugeschrieben. 3. Salze einnehmen: Schüßler-Salze (Apotheke) können für neue Energie sorgen. Trinken Sie zum Beispiel zehn Tabletten Kalium phosphoricum D6 in warmem Wasser aufgelöst gegen akute Schlappheit. 4. Abschalten: Wer viel Stress hat, braucht auch Ausgleich. Treiben Sie regelmäßig Sport und entspannen Sie beispielsweise mit Meditation, Autogenem Training oder einfach einer gemütlichen Schmökerstunde. 5. Thymusdrüse klopfen: Sie sitzt direkt unterhalb der Halskuhle in der Körpermitte – hier etwa eine Minute mit den Fingerspitzen oder der Faust sanft klopfen. Ruhig mehrmals am Tag wiederholen. 6. Fingermassage: Streichen Sie an beiden Seiten des Mittelfingers von der Fingerspitze bis zur Handfläche – auf jeder Seite etwa 30-mal. Eine anregende Anwendung aus der chinesischen Akupressur. 7. Banane futtern: Sie enthält Fruchtzucker für den schnellen Energie-Kick, liefert außerdem wertvolles Magnesium und Kalium für eine optimale Muskelfunktion. 8. Kaugummi kauen: Das sorgt nicht nur für einen frischen Atem, sondern bringt den ganzen Körper in Schwung. Kaugummi kauen erhöht den Herzschlag und transportiert so mehr Blut ins Gehirn. Außerdem wird das Nervensystem stimuliert, was die Aufmerksamkeit erhöhen kann.
kurz informiert
 »
Zurück zur inneren Ruhe
Das Leben macht nie Pause, ständig ist etwas zu erledigen. Für viele ist es schwierig, den beruflichen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig private Sorgen und Probleme zu bewältigen. Nimmt der Stress überhand, stellen sich oft auch Gesundheitsbeschwerden wie Schlafstörungen, Schmerzen und Verspannungen ein. Höchste Zeit, etwas gegen den Überdruck zu unternehmen. Jeder weiß es: Leistung zu erbringen, fällt nicht zu jedem Zeitpunkt gleich leicht. Die Psyche ist ähnlichen Schwankungen unterworfen wie die körperliche Leistungskraft. In der Arbeitswelt wird darauf allerdings wenig Rücksicht genommen, optimale Qualität und Terminerfüllung werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Viele müssen ihre gesamte Energie dafür einsetzen, stets auf Top-Niveau zu sein. Internet und Rationalisierung haben den Druck noch einmal verstärkt. Kein Wunder, dass immer mehr Berufstätige unter diesem Druck zu leiden beginnen. In einer Umfrage der Techniker Krankenkasse sagen 57 Prozent der Befragten, dass sie häufig oder gelegentlich im Stress seien, für jeden Fünften ist Stress ein Dauerzustand. Auf die Frage, was die Arbeit so stressig macht, beklagen zwei Drittel der Berufstätigen, dass die Arbeitsmenge im Verhältnis zur Arbeitszeit zu groß sei. Auf Platz zwei der Belastungsfaktoren stehen Termindruck und Hetze. Auffällig ist allerdings, dass diejenigen am stärksten unter der Stressbelastung leiden, die keinen Spaß an ihrer Arbeit haben. Wer Freude an seinem Job und dem Arbeitsklima hat, ist oft erstaunlich stressresistent. Moderner Stress: Pervertiertes Leistungsprogramm Freude und Anerkennung scheinen die Schlüsselfaktoren zu sein, warum die Belastung von den einen als positive Herausforderung, von anderen als krankmachender Stress empfunden wird. Das zeigt sehr deutlich die Doppelnatur des Stressprogramms. Es handelt sich bei diesem Programm um ein uraltes, genetisch vorgegebenes Muster als Reaktion auf Alarm und Bedrohung. Bei einer plötzlichen, außergewöhnlichen oder gefährlichen Herausforderung schaltet der Körper in einen anderen Modus, der ihm eine reflexhafte und rasche Antwort ermöglicht. Alle Sinne und Nerven werden auf Hochspannung gepolt und die Energiereserven des Körpers mobilisiert, um sofort mit „Kampf oder Flucht“ reagieren zu können. Für unsere Vorfahren war das überlebenswichtig. Immer noch antwortet der Körper auf eine starke, angstmachende Belastung mit diesem „Turbo-Programm“, auch wenn der Kontext heute ein ganz anderer ist. Offensichtlich hat eine wichtige Präsentation oder eine drohende Deadline eine ähnliche Wirkung wie einstmals das Auftauchen eines Säbelzahntigers.
Achtsamkeit und Psyche
 »
Schmerzfrei in Bewegung kommen
Für Millionen Menschen hierzulande werden selbst einfache Bewegungen wie Laufen, Greifen und Bücken zur Qual. Bewegungsschmerzen entstehen meist durch Gelenkverschleiß, mit gezielten Maßnahmen lassen sich jedoch die Beschwerden oft bessern. Unter „Bewegungsschmerzen“ versteht man alle peinigenden Beschwerden des Bewegungsapparats, auch solche, die in Ruhe auftreten. Die meisten Menschen erleben den Bewegungsschmerz allerdings als ein Phänomen, das dann auftritt, wenn man sich vom Stuhl, Bett oder Sofa erhebt und in Bewegung kommen will. Der Schmerz schießt in die Gelenke und macht Bewegungen beschwerlich. Der Anlaufschmerz nach jeder Ruhephase ist typisch für die Arthrose, unter der in Deutschland rund fünf Millionen Menschen leiden. Ursache Verschleiß Die Arthrose ist eine vorwiegend abnutzungsbedingte (degenerative) Gelenkerkrankung, hauptsächlich des Gelenkknorpels, die in der Regel erst mit zunehmendem Alter auftritt – so klagt rund die Hälfte der über 60-Jährigen in Deutschland über Gelenkschmerzen. Im Gegensatz zur Arthritis, die durch entzündliche Prozesse im Gelenk entsteht, spricht man von Arthrose, wenn ein Verschleißprozess die Krankheitsursache ist. Arthrose kann damit überall in unserem Körper entstehen, wo Gelenkknorpel vorhanden ist. Am häufi gsten betroffen sind die Wirbelsäule, das Knie und die Hand, gefolgt von der Hüfte, den Fuß- und Zehengelenken, der Schulter und den Ellenbogen. Zu den Risikofaktoren für eine Arthrose gehören das Alter sowie genetische Faktoren, Übergewicht, mangelnde Bewegung und Überlastung der Gelenke. Aber auch Beinachsenfehlstellungen wie X- und O-Beine sowie Verletzungen der Bänder und Gelenkkapseln können zu Arthrose führen. Die Arthrose geht mit einem Abrieb des Gelenkknorpels einher, dessen Folgen in erster Linie Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen des betroffenen Gelenkes sind. Der Schmerz geht dabei nicht vom Knorpel aus, sondern von der Knochenhaut und der Innenhaut der Gelenkkapsel, die mit Schmerzrezeptoren durchsetzt sind. Mehr Bewegung, weniger Schmerzen Wer Schmerzen beim Gehen hat, bewegt sich verständlicherweise nicht gern. Das Gegenteil wäre aber die richtige Verhaltensweise: Regelmäßige Bewegung ist selbst bei bereits bestehenden Verschleißerscheinungen ein absolutes „Muss“, denn sie regt die Produktion von Gelenkschmiere an, die den Knorpel elastischer und widerstandsfähiger macht. Ideal sind sanfte Ausdauersportarten wie Radfahren oder Nordic Walking. Auch ist eine gut ausgebildete Muskulatur wichtig. Denn je belastbarer Muskeln und Bänder sind, desto mehr wird das Gelenk vor Über- und Fehlbelastungen geschützt. Damit man aber überhaupt aktiv werden kann, sind meist erst einmal Schmerzmittel nötig. In der Behandlung von Arthrose bewähren sich so genannte „nicht-steroidale Antirheumatika“, das sind Acetylsalicylsäure und ihre Abkömmlinge wie Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen. Unterstützend können Präparate aus der Pfl anzenheilkunde wie z. B. Teufelskralle und Weidenrinde zum Einsatz kommen, die sich auch zur längerfristigen Anwendung eignen, weil sie selten Nebenwirkungen verursachen. Bei akuten Beschwerden, etwa nach großer Gelenkbelastung, hilft oft Kälte (z. B. Kühlpacks). Doch auch Wärme kann die Schmerzen lindern, etwa durch ein heißes Heublumenbad, Gelenkwärmer oder Heizkissen. Darüber hinaus sind oft Mittel, die den Knorpelaufbau unterstützen, sehr hilfreich.
Rat und Tat
 »
Allergien – was hilft?
Ob gegen umherfliegende Pollen, Tierhaare, Erdnüsse, Steinobst oder Hausstaub – Allergien sind weit verbreitet. Besonders von Heuschnupfen sind viele Menschen betroffen. Mit den richtigen Maßnahmen aber lassen sich die Beschwerden oftmals recht gut eindämmen. Kaum werden die Tage länger und gewinnen die Sonnenstrahlen wieder an Kraft, beginnt für Pollenallergiker die alljährliche Leidenszeit. Mit den ersten Frühblühern wie Hasel, Erle und Ulme geht es bei vielen Betroffenen bereits im Januar los. Birke und Esche attackieren bis in den Mai, und im Sommer folgen dann die Gräserpollen. Allergien haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einer regelrechten Volkskrankheit entwickelt. Hierzulande leidet nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie jeder vierte bis fünfte Einwohner an einer allergischen Erkrankung, 86 Prozent davon unter Heuschnupfen. Auf Hunde- sowie Katzenhaare reagieren 41 Prozent allergisch und 38 Prozent auf Hausstaub. Eine Allergie ist eine überschießende Abwehreaktion des Immunsystems auf bestimmte körperfremde Stoffe. Dabei handelt es sich um eigentlich harmlose Substanzen aus unserem Umfeld wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben. Gegen diese so genannten Allergene entwickelt der Organismus dann fälschlicherweise Antikörper, die sich an der Oberfläche der Mastzellen anlagern. Im Inneren der Mastzellen befindet sich Histamin. Kommt man nun erneut in Kontakt mit Allergenen, platzen die Mastzellen und setzen das Histamin frei. Normalerweise ist dies zur Abwehr von Krankheitserregern nützlich. Da hier aber nur ungefährliche Stoffe bekämpft werden, leiden Allergiker umsonst fortdauernd unter den typischen Symptomen. Das sind vor allem Niesanfälle, Fließschnupfen, juckende, gerötete Augen sowie Kratzen und Kitzeln in Hals und Rachen. Auch Hautausschläge treten häufiger auf.
Gesundheit und Wohlbefinden
 »
Champignons – Power-Paket Pilz
Der Champignons ist der beliebteste Pilz der Deutschen. Kaum verwunderlich, dass die Nachfrage groß ist, denn Champignons schmecken nicht nur ausgezeichnet, sie sind auch kalorienarm und enthalten viele Vitamine, Ballaststoffe und Eiweiß. Die Nachfrage nach Champignons stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Pilze bereits seit dem 17. Jahrhundert. Ein französischer Gärtner hatte sie zufällig auf seinen Melonenfeldern entdeckt und anschließend kultiviert. Am Versailler Hof von Sonnenkönig Ludwig XIV. galten Champignons schon als Delikatesse. Der Champion unter den Pilzen Champignons – auch Egerlinge genannt – werden in drei Sorten unterschieden: Es gibt weiße und braune Exemplare sowie Riesenchampignons. Weiße und braune Champignons haben einen Hut-Durchmesser von etwa zwei bis fünf Zentimetern. Die Riesenchampignons dagegen erreichen aufgrund der späteren Ernte einen Durchmesser von bis zu zwölf Zentimetern. Was alle Champignons gemein haben, ist der fein-nussige Geschmack. Die braune Variante eignet sich besonders gut zum Braten, denn sie bleibt dabei angenehm fest. Champignons sind ideal für alle, die sich gesund und ausgewogen ernähren wollen. Denn der Pilz hat nur 15 Kalorien auf 100 Gramm und kaum Kohlenhydrate. Sie enthalten die Vitamine C, D, B2 und K. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink. Außerdem sind Champignons reich an pflanzlichem Eiweiß und sind damit eine gute Alternative zu Fleisch. Tipp: Je erntefrischer die Pilze, desto mehr der gesunden Inhaltsstoffe sind in ihnen enthalten. Zu jeder Jahreszeit frisch Champignons haben hierzulande das ganze Jahr über Saison. Bei frischen Pilzen ist das Fruchtfleisch fest. Der Hut ist weder geöffnet noch gebogen. Sie sollten weder feucht und rissig, sondern trocken und vom Geruch neutral sein. Da sie äußerst schnell verderben, empfiehlt es sich, die Pilze direkt zu verarbeiten. Wer sie kurze Zeit lagern möchte, kann sie im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Bei Plastikverpackungen die Folie entfernen oder einstechen, damit das Kondenswasser verdunsten kann. Außerdem wichtig: Champignons nehmen Gerüche leicht an. Daher sollten sie nicht in der Nähe von Lauchzwiebeln oder anderen geruchsintensiven Gemüsen aufbewahrt werden.
Ernährung
 »
Strategien gegen Stress
Um die Stressfolgen bewältigen zu können, muss man erkennen, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Stress reagiert. Der individuelle Umgang mit der Situation entscheidet über die Auswirkungen. Strategien der Verarbeitung müssen daher auch individuell auf jeden Menschen zugeschnitten sein. Wenn die Belastungsgrenze erreicht oder sogar schon überschritten wird, dann sollte nach den Auslösern gesucht werden. Meist findet sich bei der Auseinandersetzung mit den eigenen Verhaltensweisen die Ursache für das Stress-Empfinden. Um dem Stress auf die Spur zu kommen, muss der Grund für die Reaktion gefunden werden. Dass eine Belastung zum krank machenden Stressor wird, hat damit zu tun, dass Situationen falsch oder unrealistisch eingeschätzt werden. Auch Erfahrungen und Erziehungsmuster aus der Vergangenheit spielen in die Stress-Reaktion hinein. Auf diese Weise können leicht Fehleinschätzungen oder überzogene Ansprüche an sich selbst fatale Überforderungsgefühle auslösen. Verhaltenstraining – Stressbewältigung kann man lernen Die Verhaltenspsychologie kennt verschiedene Verfahren und Tests, die Hinweise geben, was auf dem Seelenleben lastet. Zur ersten Orientierung können bereits kostenlose Tests im Internet dienen, die aus dem Bereich der Transaktionsanalyse entstammen. Die fünf Ich-Anteile im „Egogramm“ geben nicht nur Auskunft über die Persönlichkeit, sondern zeigen in ihrer Ausprägung, welchen Einfluss sie auf das Stressgeschehen ausüben. Einen Einblick in die Beweggründe für Verhaltensweisen gibt der „Antreiber-Test“. Grundsätze, die oft noch aus der Kindheit stammen, werden hier beleuchtet. Eine Einschätzung, wie weit bereits ein chronischer Stressprozess fortgeschritten ist, wird z. B. mit (kostenpflichtigen) wissenschaftlich anerkannten Tests wie zum Beispiel dem „Maslach Burnout Inventar“ (MBI) oder dem „Copenhagener Burnout Inventar“ (CBI) ermittelt. Strategien zur Bewältigung von als schwierig und belastend empfundenen Situationen werden unter dem Begriff „Coping“ (englisch to cope with, „bewältigen“, „überwinden“) zusammengefasst.
Achtsamkeit und Psyche
 »
Reizdarm - Moderne Ernährungskonzepte können helfen
Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Bauchkrämpfe und manchmal alles gleichzeitig – ein Reizdarmsyndrom kann viel Lebensqualität kosten. Doch es gibt Behandlungsmöglichkeiten, unter anderem ein neues Ernährungskonzept. Auch wenn sie im Grunde harmlos sind: Kaum etwas ist so lästig, peinlich und oft auch schmerzhaft wie ständige Verdauungsbeschwerden. Da tröstet es Betroffene wenig, dass sie damit nicht allein sind: Einer deutschen Studie von 2012 zufolge leiden hierzulande etwa 15 Prozent der Bevölkerung unter einem Reizdarm-Syndrom. Die Symptome können dabei unterschiedlich sein: Der eine rennt fünfmal pro Tag mit Durchfall zur Toilette, der nächste plagt sich, um überhaupt mal zu „können“. Oft wechseln sich Durchfall und Verstopfung auch ab, dazu kommen meist ein Blähbauch, Darmwinde und krampfartige Schmerzen. Viele Reizdarmpatienten werden durch diese Beschwerden in ihrer ganzen Lebensführung gehemmt: Sie achten ständig auf die Nähe zur Toilette, meiden soziale Kontakte und können ihre Mahlzeiten aus Furcht vor unangenehmen Folgen nicht mehr richtig genießen. Um nicht in diese Isolations- und Vermeidungsfalle zu tappen, sollten Betroffene aktiv werden und ärztlichen Rat suchen. Dabei muss man wissen: Reizdarm ist in erster Linie eine Ausschlussdiagnose. Das heißt, der Arzt wird zunächst andere Krankheiten wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Zöliakie, Magen-Darm-Infektionen, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa und Darmkrebs ausschließen. Findet sich keine organische Ursache für chronische, belastende Verdauungsbeschwerden, kann die Diagnose Reizdarm gestellt werden.
Gesundheit und Wohlbefinden
 »