Blasenentzündung – ein lästiges Übel
Eine Blasenentzündung (Zystitis) ist eine Entzündung der Schleimhaut oder der gesamten Wand der Harnblase. Entsprechend bezeichnet man die Harnblasenentzündung auch als Blasenkatarrh (griech. Katarrh = Schleimhautentzündung). Der Harntrakt ist bei Frauen aus anatomischen und hormonellen Gründen einer der häufigsten Angriffspunkte bakterieller Infektionen. Jede zweite Frau erkrankt mindestens einmal in ihrem Leben an einer Zystitis mit einem Häufigkeitsgipfel in der zweiten und dritten Lebensdekade sowie nach der Menopause. Ursachen Auslöser sind in den meisten Fällen Bakterien. Vor allem das Darmbakterium Escherichia coli nistet sich gerne in die Harnwege ein, wandert in die Blase und führt dort zu einer Entzündung der Schleimhäute und der gesamte Blasenwand. Aber auch Viren und andere Krankheitserreger können hinter einer Infektion der Harnblase stecken. Männer bleiben von einer Blasenentzündung weitestgehend verschont. Der Grund: Die Harnröhre der Frau ist kürzer wodurch die Krankheitserreger leichter bis in die Harnblase vordringen und zu einer Entzündung des Organs führen können. Besondere Risikofaktoren für die Entstehung von Harnwegsinfektionen: vorhergehende Blasenentzündungen vorhergehende Antibiose Diabetes (geschwächte Nierenfunktion) Verengung der ableitenden Harnwege, Blasensteine (gestörte Blasenentleerung) Verwendung von Blasenkathetern, Spermiziden und Diaphragmen (mögliche Schleimhautverletzungen) Schwangerschaft (Bakterien dringen leichter in die erweiterten Harnwege ein) Postmenopause (Schleimhautveränderungen) Symptome Eine akute Zystitis verursacht dauernden schmerzhaften Harndrang, wobei aber jedes Mal nur wenig Urin ausgeschieden wird. Schmerzen im Bereich des Unterbauchs entstehen durch krampfartiges Zusammenziehen der Harnblase während des Wasserlassens und Brennen beim Wasserlassen. Mitunter befindet sich bei einer akuten Blasenentzündung Blut im Urin. Wenn die Entzündung auch auf die Nieren übergreift, können Symptome wie Fieber und Rückenschmerzen hinzukommen.
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Augenbeschwerden: Entzündete und trockene Augen treten häufig auf
Wenn die Augen jucken, brennen und tränen, steckt häufig eine Entzündung der Bindehaut (Konjunktivitis) hinter den Beschwerden. Neben Entzündungen sind trockene Augen (Keratokonjunktivitis sicca, Sicca- Syndrom) die häufigste Erkrankung der Sehorgane. Die Bindehaut Die durchsichtige Bindehaut überzieht den vorderen Teil des Augapfels sowie die Innenseite der Augenlider und ist für die Versorgung der Hornhaut zuständig. Bei jedem Lidschlag wird der Tränenfilm auf den Augen erneuert und verteilt. Damit sie ihre Aufgabe als Versorgungsorgan erfüllen kann, ist die Bindehaut von zahlreichen feinen Blutgefäßen und Nervenfasern durchzogen. Bereits kleinste Verletzungen und Fremdkörper werden deshalb als sehr unangenehm empfunden. Ursachen Eine Bindehautentzündung kann durch Umweltreize wie Zugluft, UV-Strahlung, Kälte, Abgase, lange Bildschirmarbeit oder auch Chlor aus dem Wasser im Schwimmbecken verursacht werden. Andere Auslöser sind Allergien und Krankheiten, etwa Masern und Windpocken. Bisweilen steckt aber auch körperliche Überanstrengung oder einfach nur eine falsche Brille hinter der Entzündung. Trockene Augen Hornhaut und Bindehaut müssen ständig von einem Tränenfilm überzogen sein, damit beschwerdefreies Sehen möglich ist. Mit jedem Lidschlag wird der Tränenfilm neu über der Augenoberfläche verteilt. Er dient nicht nur als Schutz, indem er Fremdkörper aus dem Auge spült sowie als Schmierstoff wirkt und mit dessen Hilfe die Lider ohne Reibung über die Augenoberfläche gleiten können, sondern er hat auch einen wichtigen Anteil am Stoffwechsel der Hornhaut, da er einen ungehinderten Nähr- und Sauerstofftransport zulässt. Die Produktion der Tränenflüssigkeit ist nicht immer gleichmäßig und schwankt im Laufe des Tages.
Gesundheit und Wohlbefinden
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Arthrose: Verschleißerscheinung in den Gelenken entgegenwirken und lindern
Arthrose ist die am weitesten verbreitete Krankheit im Bereich der Gelenke und die Hauptursache für Muskel- und Knochenschmerzen. Moderne Therapien und effektive Präparate können die Beschwerden inzwischen jedoch erheblich lindern und die Lebensqualität aufrechterhalten. Ursachen Als Arthrose (Gelenkverschleiß) bezeichnet man den langsam fortschreitenden, altersbedingten Knorpelabrieb in den Gelenken. Bei übermäßiger oder falscher Belastung kommt es zu Schmerzen im Gelenk bis hin zu einer Gelenkversteifung. Auch durch angeborene Knorpeldefekte ist ein Gelenkverschleiß möglich. Verletzungen der Bänder können die Gelenkstabilität ebenfalls zusätzlich verringern. Zudem schreitet ab Mitte 40 der Verschleiß voran, denn die körpereigene Neubildung des wichtigen Knorpelbausteins Kollagen verlangsamt sich. Besonders häufig betroffen sind das Hüft-, Knie- und Sprunggelenk sowie die Gelenke an der Hand. Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis Neben dem Begriff Arthrose taucht häufig auch der Begriff Arthritis auf. Beides sind Gelenkerkrankungen und weisen ähnliche Beschwerden auf. Im Gegensatz zur Arthrose handelt es sich bei der Arthritis nicht um eine Abnutzung des Gelenkknorpels oder anderer Gelenkstrukturen, sondern um eine Entzündung des Gelenks. Symptome Die Verschleißerscheinungen bleiben lange Zeit unbemerkt, und Schmerzen treten erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf. Typische Arthrose-Symptome sind der sogenannte Anlaufschmerz und die Morgensteifigkeit. Beim Anlaufschmerz sind die ersten Bewegungen nach längerem Ruhen schmerzhaft, klingen dann aber wieder ab. Die Morgensteifigkeit dauert ebenfalls nur kurz, bis die Gelenke „warmgelaufen“ sind. Fortgeschrittene Anzeichen einer Arthrose Gelenksschwellung und Druckschmerz: Das ständige Reiben der Gelenkflächen führt zu einer entzündlichen Reaktion im Gelenk mit Bildung eines Gelenkergusses. Das Gelenk ist geschwollen, oft überwärmt und erheblich druck- und berührungsempfindlich. Die fortgeschrittene Arthrose ist gekennzeichnet durch Schmerzen bei normalen alltäglichen Bewegungen und durch Ruheschmerz mit deutlicher Bewegungseinschränkung der betroffenen Gelenke. Hauptursache für die eingeschränkte Beweglichkeit sind schmerzhafte Muskelverspannungen, mit denen der Körper versucht, das Gelenk ruhig zu stellen, um eine weitere Belastung zu vermeiden. Dies führt auf Dauer jedoch zu bleibenden Schäden, da diese Verspannungen nicht nur schmerzhaft sind, sondern auch zu einer Verkürzung von Sehnen und Bändern führen und dies eine weitere Bewegungseinschränkung mit sich bringt. Die fortschreitende Zerstörung des Gelenkknorpels führt zusätzlich zu einer Beeinträchtigung der Gelenkbeweglichkeit und zur Ausbildung von deutlichen Gelenkdeformierungen, die meist von Dauerschmerzen begleitet werden. Durch den vollständigen Knorpelabrieb kann das Gelenk völlig steif werden.
Gesundheit und Wohlbefinden
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Herpesbläschen
Ausgerechnet dann, wenn man es überhaupt nicht gebrauchen kann, kündigen sich die unansehnlichen Herpesbläschen an. Der Grund: Herpesviren haben im Sommer Hochsaison. Sie reagieren besonders sensibel auf intensive Sonneneinstrahlung. Aber auch Urlaubsstress oder Erkältungen fördern den Virenausbruch. Die meisten Menschen tragen den Herpes-simplex-Virus seit dem Kleinkindalter in sich. Eine Übertragung von der Mutter auf ihr Kind ist häufig der erste Kontakt mit dem Erreger. Einmal infiziert, wird man den Virus nie mehr los, denn er nistet sich entlang der Nervenbahnen ein. Oft schlummert er unbemerkt sogar über Jahre, bis er plötzlich aktiv wird. Der Grund für den Ausbruch ist meist ein überlastetes Immunsystem. Die Auslöser für die Schwächung reichen von intensiven Sonnenstrahlen, hormonellen Veränderungen über Hitze, Kälte, Stress und Ekel bis zur Erkältung. Die meisten Menschentragen den Virus in sich Bei vielen Menschen kommt es nie zu Symptomen, obwohl sie den Virus in sich tragen. Gelingt es den Viren jedoch, in die Hautzellen einzudringen, kommt es zu einer explosionsartigen Vermehrung. Was meist mit Kribbeln und Brennen beginnt, endet schließlich in schmerzenden Bläschen, die mit einer hochinfektiösen Flüssigkeit gefüllt sind. Schnelle Hilfe ist gefragt, je früher sie einsetzt, umso besser. Bei einem unkomplizierten Verlauf bilden sich Hautveränderungen und Beschwerden meist nach zwei bis maximal drei Wochen ohne Narbenbildung zurück. Präparate zur äußeren Anwendung sind meist die Mittel der Wahl. Sie verkürzen den Heilungsverlauf etwas, können aber weder vor einer Übertragung auf andere Personen noch vor einem weiteren Ausbruch schützen. Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die Behandlung mit homöopathischen Mitteln. Sie berücksichtigt sowohl die Auslöser für das Auftreten eines Lippenherpes als auch die unterschiedlichen Veränderungen an der Haut sowie individuelle Beschwerden. Letztendlich regen homöopathische Mittel den Körper dazu an, sich selbst zu helfen. Tipp: Homöopathie bei Lippenherpes Es gibt verschiedene Mittel für die Behandlung. Je nach Beschwerdebild erfolgt die Auswahl. Sie richtet sich beispielsweise nach der Beschaffenheit der Bläschen oder ob eher Juckreiz oder Brennen als Symptom wahrgenommen wird. Rhus toxicodendrom ist ein Mittel, das auf viele Herpes-Beschwerden eingeht wie etwa Bläschenbildung mit starken Juckreiz, feine Krustenbildung oder Schwellung der Lippe.
Alternativ- und Komplementärmedizin
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Mund gut, alles gut
Zahnkrankheiten wie Karies und Parodontitis zerstören die Zähne, beeinträchtigen das Aussehen und schaden der Gesundheit des ganzen Körpers. Doch mit der richtigen Pflege bleibt im Mund alles gesund. Ein Lächeln verschönt jedes Gesicht, öffnet Herzen und Türen – aber nur, wenn zwischen den freundlichen Lippen auch schöne Zähne hervorstrahlen. Tatsächlich wirkt wenig so abstoßend wie ein Mund voller schadhafter, verfärbter Zähne oder sogar mit größeren Lücken. Dagegen kann ein gesundes, gepflegtes Gebiss wesentlich zu einem guten ersten Eindruck beitragen. Ganz zu schweigen natürlich von seiner Funktion: Herzhaft in den knackigen Apfel beißen, schmerzfrei Steak oder Vollkornbrot kauen – nur mit heilen Beißern ist Essen ein echter Genuss. Schlechte Zähne beeinträchtigen aber nicht nur das Aussehen und behindern das Kauen, sie haben in manchen Fällen auch eine Reihe negativer Folgen für die Gesundheit des ganzen Körpers – vom „harmlosen“ Mundgeruch bis hin zum tödlichen Herzinfarkt. Denn Keime aus dem Mundraum können sich über die Blutgefäße im ganzen Körper ausbreiten. Insbesondere Parodontitis, eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats, ist hier gefährlich. Sie erhöht unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Rheuma und Frühgeburten. Karies kann unbehandelt zu Zahnverlust, Wurzel- und Kieferentzündungen führen und ebenfalls auf andere Organe übergreifen. Eine gute und gründliche Zahnhygiene und regelmäßige Zahnarztbesuche dienen also nicht nur einem schönen Lächeln, sondern sollten ganz elementar zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge gehören.
Rat und Tat
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Futtern für die Zähne
Essen müssen wir alle – aber welche Kost tut den Zähnen gut und welche nicht? Dass Zucker Karies auslösen kann, lernen wir bereits im Kindesalter. Schokolade, Bonbons, Weingummis und süße Getränke sollte man deshalb nur sehr maßvoll genießen und am besten nur direkt nach einer Mahlzeit anstatt immer wieder zwischendurch. Aber auch säurehaltige Lebensmittel wie beispielsweise Obst oder Fruchtsäfte richten Schaden an, indem sie den Zahnschmelz angreifen und mit der Zeit abbauen können. Das Tückische daran: Ist der Zahnschmelz erst kaputt, kann man ihn nicht wieder herstellen. Glücklicherweise es gibt auch eine ganze Reihe von Speisen, die nicht nur zahnfreundlich sind, sondern den Beißerchen richtig gut tun – und außerdem gut schmecken. Günstig sind zum Beispiel Käse, Milchprodukte, Grünkohl, Vollkorn, Hülsenfrüchte oder Mineralwasser. Diese kalziumhaltigen Lebensmittel wirken remineralisierend und stärken deshalb den Zahnschmelz. Säuren werden aktiv neutralisiert und Mineralien, die bereits aus der Zahnoberfläche herausgelöst wurden, werden wieder in den Schmelz eingebaut. Ebenso wichtig ist es, gut zu kauen für einen ausreichenden Speichelfluss. Denn Speichel neutralisiert schädliche Säure aus den Nahrungsmitteln und wirkt wie ein Schutzmantel für die Zähne. Das Kauen harter Speisen wie Karotten, Kohlrabi oder Paprika regt den Speichelfluss an. Verzehren Sie diese Gemüsesorten deshalb gerne auch roh und trinken Sie ausreichend Wasser dazu. Das fördert den Speichelfluss zusätzlich.
kurz informiert
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Angst ist ein wichtiges Gefühl
Angst ist zunächst ein normales und wichtiges Gefühl. Wie Freude und Ärger gehört die Angst zum gesunden Reaktionsrepertoire des Menschen. Angstgefühle sind ein Schutzmechanismus und haben die Aufgabe, auf Gefahren und Bedrohungen aufmerksam zu machen. Angststörungen sind demgegenüber wiederkehrende oder anhaltende Zustände, bei denen starke Ängste unangemessen auftreten. Daraus resultieren ein stetig dünner werdendes Nervenkostüm, eine allgemein erhöhte Reizbarkeit und emotionale Kontrollverluste. Angststörungen zählen mittlerweile zu den am weitesten verbreiteten psychischen Erkrankungen. Schätzungen zufolge leiden etwa 15 bis 25 Prozent aller Menschen mindestens einmal in ihrem Leben unter einer Phase ängstlicher Unruhe – Frauen doppelt so häufig wie Männer. Früherkennung sowie eine Einstellungs- und Verhaltensänderung sind die wichtigsten Maßnahmen, um sich gegen Ängste zu wappnen und um die blank liegenden Nerven zu beruhigen. Angst hat viele Gesichter • Panikstörungen und Panikattacken: Diese äußern sich durch plötzliche, unerwartet wiederkehrende schwere Angstattacken, die mit starken Körperreaktionen wie Herzklopfen, Erstickungsgefühlen, Schweißausbruch und Schwindel einhergehen. • Phobien: Angst vor bestimmten Geschehnissen, Situationen (Höhen-, Flugangst, enge Räume, Krankheiten), vor abwertenden und prüfenden Beurteilungen durch andere Menschen oder der Öffentlichkeit (soziale Phobie) oder vor Tieren. Allein die Vorstellung erzeugt in der Regel schon heftige Angstreaktionen. Die Vermeidung der gefürchteten Situationen führt bei den Betroffenen oft zu einem sozialen Rückzug. • Generalisierte Angststörung: Charakteristisch sind unrealistische Ängste, die sich nicht auf Objekte oder bestimmte Situationen beziehen. Die Sorgen sind anhaltend vorhanden und lassen sich nicht kontrollieren oder unterdrücken. Dazu bestehen erhöhte Aufmerksamkeit, motorische Spannung und körperliche oder vegetative Beschwerden. • Angststörungen in Verbindung mit anderen psychischen Beschwerden: Angststörungen sind auch eine häufige Begleiterscheinung bei Depressionen, Suchterkrankungen, Zwängen und weiteren psychischen Beschwerden. Ursachen Die Ursache von Angststörungen kann nur in seltenen Fällen auf ein einziges Ereignis zurückgeführt werden. In den meisten Fällen entwickeln sich Ängste über einen langen Zeitraum durch ein unglückliches Zusammenwirken vieler Einflüsse: • traumatische Lebensereignisse • anhaltender Stress und Belastungen im Beruf und Alltag • eine übertriebene und ängstliche Selbstbeobachtung von Körperfunktionen und Empfindungen • übermäßiger Genussmittelkonsum • Umweltfaktoren wie Lärmbelastung, Strahlung • Wohnort- oder Berufswechsel • Organische Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Erkrankungen/Verletzungen des Gehirns
Achtsamkeit und Psyche
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Ganzheitliche Therapien – Der Ursache auf den Grund gehen
Die Alternativmedizin ist mittlerweile nicht mehr aus der Heilkunde wegzudenken. Vielen Betroffenen ist eine oftmals ausschließliche Symptom-Bekämpfung nicht mehr genug, und viele sind auf der Suche nach Alternativen. Mit diesen Behandlungsmethoden werden meist nicht die äußerlichen Symptome bekämpft, sondern es wird versucht, der Ursache einer Krankheit auf den Grund zu gehen. Der Mensch wird als „Ganzes“ betrachtet. Unter dem Begriff „ganzheitlich“ versteht man den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele. Alle drei Teile müssen funktionieren und gut miteinander harmonieren, sonst kommt es zu einem Ungleichgewicht. Homöopathie Die Homöopathie ist der Klassiker der alternativen Heilbehandlung. Homöopathische Tropfen und Globuli regen die körpereigenen Abwehrkräfte an und können dem Körper helfen, sich selbst zu regenerieren. Mit homöopathischer Medizin werden nicht die Symptome bekämpft und unterdrückt, sondern die Selbstheilungskräfte im Körper angeregt, um langfristig eine Linderung der Beschwerden zu erzielen. Der Vorteil der Homöopathie liegt darin, dass bei der Auswahl des Mittels auf die individuelle Gesamtsituation des Patienten eingegangen wird. Es wird der ganze Komplex an Symptomen einbezogen. Homöopathische Arzneimittel werden meist als Globuli oder in Tropfenform angeboten, und je nach Potenzierung (=Verdünnung) werden diese einmal oder mehrmals täglich verabreicht. Homöopathie kann zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung eingesetzt werden. Damit können Nebenwirkungen von schweren Medikamenten reduziert, verschiedene Blockaden im Körper gelöst und das Wohlbefinden gestärkt werden. Geduld und Durchhaltevermögen sind gefragt, wenn die Therapie langfristig Erfolg haben soll. Es kann mehrere Wochen dauern, bis sich ein sichtbarer Erfolg einstellt. Homöopathie bei Kindern: Gerade Kinder scheinen sehr gut auf Homöopathie zu reagieren. Traditionelle chinesische Medizin (TCM) Die Erstberatung und eine anschließende Behandlung sollten unbedingt vom einem entsprechend ausgebildeten Arzt durchgeführt werden. Bei der TCM werden nicht die Symptome bekämpft, der TCM-Arzt versucht in seiner Therapie auf den gesamten Organismus einzugehen und die Ursache für die Symptome zu finden und zu bekämpfen. Zur TCM zählen generell mehrere unterschiedliche Behandlungsmethoden, die in einzelner Form oder in einer individuell zusammengestellten Kombination angewendet werden. Zu den bekanntesten Therapien der TCM zählen die Kräuterheilkunde, die Akupunktur, die Craniosacral-Therapie, die Tuina-Massage und das Schröpfen. Dazu kommt die spezielle Ernährungslehre der TCM. Hier werden die Menschen in fünf verschiedene Ernährungstypen eingeteilt, und dementsprechend gibt es für die jeweiligen Ernährungstypen gut oder weniger gut verträgliche Nahrungsmittel. Damit kann auch erklärt werden, warum einzelne Menschen auf gewisse Lebensmittel stark reagieren und andere wiederum nicht. Es ist keine sofortige komplette Ernährungsumstellung notwendig, aber eine gewisse Achtsamkeit hinsichtlich der täglichen Lebensmittel ist empfehlenswert. So gibt es für jedes Krankheitsbild eine empfohlene Ernährung bzw. bestimmte Lebensmittel, die vermieden werden sollen. Akupunktur, Bachblüten, Ayurveda
Rat und Tat
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Akne – eine Krankheit, die überwiegend Jugendliche betrifft
Die häufigste dermatologische Erkrankung ist Akne – und damit eine Krankheit, die vor allem Jugendliche betrifft: Bis zu 90 Prozent aller Jugendlichen leiden – mehr oder weniger – unter Akneläsionen. Bei zwei bis sieben Prozent der Aknepatienten wird eine zumindest zeitweise schwere Akne mit Narbenbildung diagnostiziert. Zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr ist Akne am häufigsten. Beide Geschlechter sind gleichermaßen betroffen, bei jungen Männern ist die Akne jedoch häufig stärker ausgeprägt. Bei den meisten Patienten kommt es im Übergang zum dritten Lebensjahrzehnt zu einer spontanen Rückbildung, bei jedem Zehnten bleibt die Akne jedoch über das 25. Lebensjahr hinaus bis ins mittlere Alter bestehen (Acne tarda, Spätakne). Definition Akne Unter Akne versteht man eine Entzündung der Talgdrüsen der Haut. Fettige Haut, Pickel, entzündete Pusteln oder sogar Aknenarben gehören zum Erscheinungsbild. So gut wie alle Jugendlichen sind aufgrund der hormonellen Umstellung davon betroffen. Leichte Akne liegt vor, wenn sich nur Mitesser, offen oder geschlossen, aber keine entzündeten Eiterpickel bilden. Mittelschwere Akne liegt vor, wenn sich neben Mitessern kleine Knötchen und Eiterpusteln (kleiner als fünf Millimeter Durchmesser) bilden, sich jedoch nur wenig oder gar nicht vergrößern. Schwere Akne entwickelt sich zu größeren Entzündungen. Ist nicht nur eine einzelne Talgdrüse mit ihrer Haarwurzel betroffen, sondern gleich mehrere, wird auch die umliegende Haut in Mitleidenschaft gezogen. Es entstehen größere Abszesse, die beim Abheilen pockenartige Narben hinterlassen. Spätakne ab 25 Doch nicht nur Jugendlichen machen Pickel zu schaffen. Immer häufiger tritt überwiegend bei erwachsenen Frauen über 25 Jahren die sogenannte Acne tarda auf. Diese Spätakne betrifft vor allem Frauen ab 30 Jahren, die die Doppelbelastung Familie und Beruf meistern und somit unter hohem Leistungsdruck und permanenter Anspannung stehen. Es wird angenommen, dass über 40 Prozent aller erwachsenen Frauen an Akne leiden. Entweder tritt in diesem Alter das erste Mal Akne auf oder Pickel, Pustel und Mitesser bestehen durchgängig seit der Pubertät. Bei der Spätakne bilden sich insbesondere in der Mund-, Kinn-, Hals- und Kieferregion tiefsitzende, schmerzhafte, entzündliche Papeln und Knoten. Therapie Akne sollte möglichst frühzeitig behandelt werden, um das klinische Erscheinungsbild zu verbessern und um den psychologischen Stress zu reduzieren. Die Wahl der Therapiemodalität richtet sich nach dem Schweregrad der Akne, der Dauer und dem Hauttyp. Äußere Anwendungen, wie spezielle Aknesalben und die richtige Pflege helfen das Hautbild zu verschönern. Durch spezielle medizinische Kosmetikbehandlungen wie Fruchtsäure-Peelings klingen Entzündungen ab, und große Poren verschwinden. Die Pille gegen Pickel Eine östrogenhaltige Antibabypille bringt die stressbedingte Akne in vielen Fällen oft zum Verschwinden. Umgekehrt kommt es häufig vor, dass Frauen in einer Pillenpause plötzlich mit mehr Pickeln zu kämpfen haben. Diese Therapie sollte aufgrund möglicher Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme nur in Absprache mit dem Arzt und Apotheker erfolgen.
Gesundheit und Wohlbefinden
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