Mehr Schwung für die Verdauung!
Unangenehmes Bauchgrummeln, Völlegefühl, ein aufgeblähter Leib und ergebnislose Toilettensitzungen – viele Menschen werden gelegentlich oder ständig von Verstopfung geplagt. Oft helfen schon einfache Maßnahmen, um den Darm wieder fit zu machen. Fast jeder kennt sie, kaum einer spricht darüber: Verstopfung, medizinisch Obstipation genannt. Denn alles, was auf der Toilette passiert – oder eben nicht passiert – ist immer noch mit einem starken Tabu belegt. Dabei gehört eine träge Verdauung zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen. Meist hält die Verstopfung nur kurze Zeit an, aber laut der S2k-Leitlinie Chronische Obstipation leiden 5 bis 25 Prozent der Deutschen sogar an dauerhaften Beschwerden. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer, ältere Menschen öfter als junge. In der Regel spricht man von einer Verstopfung, wenn es weniger als dreimal in der Woche zu einer Darmentleerung kommt und außerdem der Stuhl hart und starkes Pressen erforderlich ist. Dauert das Problem mehr als drei Monate an und kommen weitere Symptome wie das Gefühl unvollständiger Entleerung oder eines Verschlusses hinzu, handelt es sich um eine chronische Obstipation. In diesem Fall sollte man immer einen Arzt aufsuchen, denn es können verschiedene Krankheiten dahinterstecken. So sind etwa eine Schilddrüsenunterfunktion, Nervenschäden durch Diabetes oder Parkinson, Darmerkrankungen wie Polypen, Hämorrhoiden oder Reizdarm und bestimmte Medikamente mögliche Ursache dafür, dass auf dem stillen Örtchen nichts geht. Hier muss eine genaue Diagnose und angepasste Behandlung her. Bei einer akuten Verstopfung sollte man ärztliche Hilfe suchen, wenn starke Schmerzen, Blut im Stuhl, Krämpfe, Fieber oder Erbrechen auftreten.
Gesundheit und Wohlbefinden
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Sport hilft bei Knie- und Hüftarthrose
Es hört sich vielleicht paradox an: Eine der besten Therapien zur Behandlung von Bewegungsschmerzen ist körperliche Bewegung! Denn Sport stärkt die umliegenden Muskeln und entlastet damit das betroffene Gelenk. Außerdem werden die Knorpelzellen besser mit Nährstoffen versorgt. Viele Menschen denken, wenn sie die Diagnose Arthrose erhalten, sie müssten sich jetzt schonen. Doch körperliche Bewegung ist auch bei Gelenkerkrankungen sehr wichtig. Mit den richtigen Sportarten können die Beschwerden bei Arthrose gelindert werden“, berichtet Dr. Konrad Scheuerer, Orthopäde der Ortho-Praxis in Gräfelfing (www.orthopraxis.de). Die körperliche Bewegung kurbelt die Durchblutung an. Die Knorpelzellen werden besser mit Nährstoffen versorgt. Durch die sportliche Betätigung wird die gelenkumgebende Muskulatur gekräftigt. Dr. Scheuerer: „Stärkere Muskeln entlasten das Gelenk und schützen den Knorpel.“ Kräftige Muskeln und ein stabiles Gelenk haben wiederum Vorteile für passive Gelenkstrukturen wie Bänder: Sie sind nun besser geschützt, das Risiko einer Überdehnung oder eines Risses wird reduziert. Sport setzt Glückshormone (Endorphine) im Körper frei. Dies steigert die Leistungsfähigkeit des Patienten und fördert die Heilung. Ebenfalls positiv: Beim Sport lernt man oft andere Menschen kennen und die Lebensfreude steigt. Die körperliche Aktivität verbessert auch die koordinatorischen Fähigkeiten und die Beweglichkeit des Gelenks. Dadurch verringert sich das Sturz- und Frakturrisiko im Alltag.
Rat und Tat
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Entzündungen - Abwehrschlachten des Körpers
Sie verteidigen den Körper gegen Angriffe von Keimen und schädlichen Reizen, können aber auch selbst zur Bedrohung werden. Rot, heiß, schmerzhaft – bei einer Entzündung scheint die betroffene Körperstelle regelrecht „in Flammen“ zu stehen, so wie es auch der lateinische Begriff Inflammatio (übersetzt: Brand, Anzünden) beschreibt. Entzündungen können praktisch jedes Organ oder Körperteil befallen, relativ harmlos oder lebensgefährlich, akut oder chronisch verlaufen. Aber was steckt eigentlich dahinter? Grundsätzlich ist eine Entzündung keine Krankheit, sondern eine sinnvolle Abwehrreaktion des Immunsystems gegen schädliche Reize (Noxen). Das können zum Beispiel Verletzungen wie Schnitte oder Schürfwunden sein, Strahlung (Sonnenbrand), Hitze, Kälte, Chemikalien oder Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze. Eine Entzündung zeigt sich durch fünf typische Anzeichen: Rötung (med: rubor), Schwellung (tumor), Schmerz (dolor), Überwärmung (calor) und Funktionseinschränkung (functio laesa, z.B. eingeschränkte Beweglichkeit eines entzündeten Gelenks oder behinderte Atmung bei einer Lungenentzündung). Manchmal treten aber auch nicht alle Symptome auf, oder der Verlauf ist sogar „stumm“ und wird zunächst gar nicht bemerkt. Zusätzlich zu den spezifischen Anzeichen können außerdem noch allgemeine Beschwerden kommen, etwa Fieber, Schwäche, Krankheitsgefühl, Veränderungen im Blutbild und Schüttelfrost.
Gesundheit und Wohlbefinden
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Brainfood – schlauer essen
Das Gehirn verbraucht allein mehr als zwanzig Prozent des täglichen Energiebedarfs eines Menschen. Die wichtigsten Energielieferanten hierfür sind Kohlenhydrate. Kurzfristig können hier ausnahmsweise Traubenzucker oder ein Stück Schokolade als schnelles Denk-Doping dienen. Doch danach fällt der Zuckerspiegel rasant wieder ab und es entsteht ein neues Leistungstief. Besser sind langkettige, komplexe Kohlenhydrate aus Vollkorngetreide, Naturreis, Kartoffeln und Obst, die eine gleichmäßig hohe Energieversorgung über einen längeren Zeitraum sichern. Unverzichtbar als energiespendendes Brainfood sind auch die richtigen Fette – ungesättigte Fettsäuren sorgen für Power und wirken sich positiv auf die Hülle der Nervenzellen sowie ihr Zusammenspiel aus. Besonders günstig sind Omega-3-Fettsäuren aus fettem Seefisch, Rapsöl, Leinsamen und Nüssen. Viele Obstsorten sind echtes Brainfood. Äpfel beispielsweise liefern viele wertvolle Vitamine wie A, C und E sowie Provitamin A und verschiedene B-Vitamine. Sie schützen das Gehirn vor schädigenden freien Radikalen. Außerdem enthalten Äpfel Lycopin, das die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit stärken kann. Banane wiederum ist nicht nur ein schneller Energielieferant, sondern auch reich an der Aminosäure Tryptophan – diese wird im Gehirn zu Serotonin umgewandelt und macht glücklich. Blaubeeren gehören dank ihrer dunklen Farbstoffe (Anthocyane) zu den effektiven Radikalfängern und sollen das Denkvermögen steigern. Avocados schenken gesunde, ungesättigte Fettsäuren, B-Vitamine und Lecithin, das die Konzentrationsfähigkeit stärken und die Gehirnzellen schützen kann. Entscheidend ist zudem Folsäure für das Gehirn- und Nervensystem. Ein Mangel kann zu Gedächtnisstörungen und zur Schrumpfung des Gehirns führen. Enthalten ist Folsäure etwa in Blattgemüsen, Tomaten, Kohl, Vollkornprodukten, Eiern und Leber.
Ernährung
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