Ganzheitliche Therapien – Der Ursache auf den Grund gehen

Die Alternativmedizin ist mittlerweile nicht mehr aus der Heilkunde wegzudenken. Vielen Betroffenen ist eine oftmals ausschließliche Symptom-Bekämpfung nicht mehr genug, und viele sind auf der Suche nach Alternativen. Mit diesen Behandlungsmethoden werden meist nicht die äußerlichen Symptome bekämpft, sondern es wird versucht, der Ursache einer Krankheit auf den Grund zu gehen. Der Mensch wird als „Ganzes“ betrachtet. Unter dem Begriff „ganzheitlich“ versteht man den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele. Alle drei Teile müssen funktionieren und gut miteinander harmonieren, sonst kommt es zu einem Ungleichgewicht.

Homöopathie

Die Homöopathie ist der Klassiker der alternativen Heilbehandlung. Homöopathische Tropfen und Globuli regen die körpereigenen Abwehrkräfte an und können dem Körper helfen, sich selbst zu regenerieren. Mit homöopathischer Medizin werden nicht die Symptome bekämpft und unterdrückt, sondern die Selbstheilungskräfte im Körper angeregt, um langfristig eine Linderung der Beschwerden zu erzielen. Der Vorteil der Homöopathie liegt darin, dass bei der Auswahl des Mittels auf die individuelle Gesamtsituation des Patienten eingegangen wird. Es wird der ganze Komplex an Symptomen einbezogen. Homöopathische Arzneimittel werden meist als Globuli oder in Tropfenform angeboten, und je nach Potenzierung (=Verdünnung) werden diese einmal oder mehrmals täglich verabreicht. Homöopathie kann zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung eingesetzt werden. Damit können Nebenwirkungen von schweren Medikamenten reduziert, verschiedene Blockaden im Körper gelöst und das Wohlbefinden gestärkt werden. Geduld und Durchhaltevermögen sind gefragt, wenn die Therapie langfristig Erfolg haben soll. Es kann mehrere Wochen dauern, bis sich ein sichtbarer Erfolg einstellt. Homöopathie bei Kindern: Gerade Kinder scheinen sehr gut auf Homöopathie zu reagieren.

Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Die Erstberatung und eine anschließende Behandlung sollten unbedingt vom einem entsprechend ausgebildeten Arzt durchgeführt werden. Bei der TCM werden nicht die Symptome bekämpft, der TCM-Arzt versucht in seiner Therapie auf den gesamten Organismus einzugehen und die Ursache für die Symptome zu finden und zu bekämpfen.
Zur TCM zählen generell mehrere unterschiedliche Behandlungsmethoden, die in einzelner Form oder in einer individuell zusammengestellten Kombination angewendet werden. Zu den bekanntesten Therapien der TCM zählen die Kräuterheilkunde, die Akupunktur, die Craniosacral-Therapie, die Tuina-Massage und das Schröpfen. Dazu kommt die spezielle Ernährungslehre der TCM. Hier werden die Menschen in fünf verschiedene Ernährungstypen eingeteilt, und dementsprechend gibt es für die jeweiligen Ernährungstypen gut oder weniger gut verträgliche Nahrungsmittel. Damit kann auch erklärt werden, warum einzelne Menschen auf gewisse Lebensmittel stark reagieren und andere wiederum nicht. Es ist keine sofortige komplette Ernährungsumstellung notwendig, aber eine gewisse Achtsamkeit hinsichtlich der täglichen Lebensmittel ist empfehlenswert. So gibt es für jedes Krankheitsbild eine empfohlene Ernährung bzw. bestimmte Lebensmittel, die vermieden werden sollen.

Akupunktur

Durch das Setzen von Nadeln in die Akupunktur-Punkte am Körper kann die Lebensenergie (=Qi) wieder harmonischer fließen und damit das allgemeine Wohlbefinden erhöhen. Die Lehre der Akupunktur geht davon aus, dass Krankheiten entstehen, sobald diese Harmonie gestört ist. Eine Behandlung mit Akupunktur ist hervorragend geeignet zur Linderung von Schmerzen und verschiedenen Krankheitsbildern. Dazu ist eine Akupunktur so gut wie frei von jeglichen Nebenwirkungen. Die Behandlung ist auch nicht schmerzhaft, da die speziell dafür verwendeten Nadeln sehr dünn sind. Besonders während eines akuten Schubes können einige Akupunktur-Behandlungen sehr hilfreich sein. Seitdem die Wirkung der Akkupunktur wissenschaftlich nachgewiesen wurde, zählt diese auch als schulmedizinische Behandlung.

Bachblüten

Die Bach-Blüten-Therapie wurde in den 1930-er Jahren in Großbritannien von dem Arzt Edward Bach entwickelt. Laut Bach ist jede körperliche Krankheit auf eine seelische Gleichgewichtsstörung zurückzuführen, wobei dieses seelische Ungleichgewicht durch eine Harmonisierung auf geistig-seelischer Ebene wieder ins Lot gebracht werden kann. Bach ordnete 38 verschiedene Seelenzustände, die für alle Krankheiten verantwortlich sind, jeweils einer bestimmten Pflanzenblüte zu. Grundsätzlich dürfen für die Bach-Blüten nur die Pflanzen aus einem speziellen Gebiet verwendet werden, wobei die Blüten einem aufwändigen Gewinnungsprozess unterzogen werden. Zuerst werden sie in Wasser gelegt oder gekocht, und aus den gewonnenen Urtinkturen werden durch eine starke Verdünnung die Blütenessenzen hergestellt. Die Bach-Blüten werden individuell nach dem jeweiligen Bedarf selbst zusammengestellt, wobei es sich aber empfiehlt, einen Experten zu Rate zu ziehen. Bachblüten sind in jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich, und fast viele Apotheken haben einen eigenen Bach-Blüten-Spezialisten.

Ayurveda

Die Ayurveda-Medizin ist die traditionelle indische Heilkunst und verwendet neben den Therapien der klassischen Schulmedizin auch die Naturheilkunde zur Linderung und Heilung von bestimmten Krankheitsbildern. Wie bei allen ganzheitlich medizinischen Ansätzen versucht auch der Ayurveda-Arzt, das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele wieder ins Lot zu bringen und damit die Gesundheit beim behandelten Menschen zu fördern. Besonderes Augenmerk wird auf die Individualität der Patienten gelegt. Der Ayurveda-Arzt versucht, die Ursache der einzelnen Symptome anhand gezielter ganzheitlicher Diagnoseverfahren wie der Pulsdiagnose, Augendiagnose, Lippendiagnose sowie der Zungendiagnose herauszufinden. Daraus abgeleitet wird ein speziell auf den Patienten zugeschnittenes Therapiekonzept entwickelt.

Ayurveda-Medizin bedeutet:
• Entschlackung und Entgiftung des Körpers
• spezielle Ernährungsberatung abgeleitet aus der genetischen Veranlagung und der aktuellen körperlichen Verfassung
• naturheilkundliche Behandlungen mit größtenteils pflanzlichen Arzneimitteln
• Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens mit speziellen Massagen und Klangtherapien sowie Erlernung verschiedener Entspannungstechniken wie Yoga und Meditation