Allgemein vorbeugende Maßnahmen

Klima
Viele Menschen zieht es im Urlaub in der Hoffnung auf angenehmes Badewetter (und einen gut gebräunten Teint bei der Rückkehr) Richtung Süden. Dabei werden die schädlichen Auswirkungen einer hohen Sonneneinstrahlung allerdings oft unterschätzt. Große Hitze und stetiges Schwitzen begünstigen außerdem Hautreizungen, Hautpilze und Hitzschläge. Achten Sie daher stets auf einen guten Sonnenschutz, tragen Sie leichte Baumwollkleidung und nehmen Sie genügend Wäsche zum Wechseln mit. Duschen Sie täglich und trocknen Sie sich gut ab. Kleine Kinder und übergewichtige Personen sollten empfindliche Hautstellen pudern. Der Wechsel zwischen Hitze im Freien und der Kühle in klimatisierten Räumen und im Flugzeug kann außerdem zu Erkältungen führen (Pullover nicht vergessen).

Sand und Erde
Die bloße Haut ist Verletzungen und giftigen Tieren ausgesetzt. Auch können Parasiten vom Boden durch die ungeschützte Haut eindringen (z. B. Sandflöhe und Hakenwürmer). Gehen Sie daher lieber nicht barfuß, sondern ziehen Sie geschlossene Schuhe an, am Strand Sandalen. Und in den Tropen und Subtropen sollten Sie sich nicht auf den bloßen Boden legen, sondern auf ein Badetuch, eine Bastmatte oder einen Liegestuhl.

Binnengewässer
In vielen stehenden und langsam fließenden Gewässern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas leben die Larven von Pärchenegeln, einer Wurmgruppe, die die Bilharziose (auch Schistosomiasis genannt) verursacht. Bloßer Kontakt mit verseuchtem Wasser genügt, und schon können die Parasiten durch die Haut ins Blut- und Lymphgefäß eindringen. Um einer Infektion vorzubeugen, sollte daher auf das Schwimmen in oder Durchwaten von möglicherweise verseuchten Gewässern verzichtet werden.
Im offenen Meer (nicht aber in Mündungsdeltas von Flüssen!) und in Schwimmbädern der Hotels besteht dagegen keine Infektionsgefahr.

Meer
Kontakt mit Quallen kann äußerst unangenehme Hautreaktionen auslösen. Wer mit einer Taucherbrille schwimmt, kann Quallen meist rechtzeitig erkennen. Bei gehäuftem Auftreten von Quallen sollte man nicht baden. Verletzungen durch Korallen, Seeigel und Fische mit Giftstacheln vermeidet oder mindert man, indem man schwimmt anstatt zu waten und die Füße mit Badeschuhen schützt. Angeschwemmte Meerestiere soll man nicht anfassen, Kegelschnecken beispielsweise schießen bei Berührung Giftpfeile in die Haut. Es sollten keine selbst gesammelten Muscheln oder Schnecken verzehrt werden, die Gefahr in Restaurants hält sich in der Regel in Grenzen.