Reisen im Auto

Das Auto ist unter den Hauptverkehrsmitteln das weitaus gefährlichste Transportmittel, insbesondere auf Reisen. Unfallursache ist hierbei meist menschliches Fehlverhalten. Gründe sind oft Alkohol am Steuer, überhöhte Geschwindigkeit, Missachtung der Straßenverhältnisse, Unkenntnis der örtlichen Gegebenheiten, Konzentrationsmangel und Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Hinzu kommt, dass in vielen Regionen der Welt abenteuerliche – um nicht zu sagen: lebensgefährliche – Verhaltensweisen den Straßenverkehr prägen: Autos und LKWs sind überladen, fahren zu schnell und nachts ohne Licht, Vorfahrt nimmt sich, wer das größere Auto hat, und steile Abhänge sind oft nicht gesichert. Hier hilft es nur, sehr umsichtig zu fahren und jederzeit mit einem Fehlverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer zu rechnen.

Für längere Reisen auf der Straße müssen Fahrer und Fahrzeug besonders fit sein und stets fit bleiben. Fahrer müssen sich spätestens alle zwei Stunden Ruhepausen gönnen und generell auf Alkohol verzichten. Man beachte, dass in zahlreichen Ländern ohnehin null Promille Alkohol vorgeschrieben sind! Auch üppige Mahlzeiten bewirken oft Schläfrigkeit, die bei monotonen Fahrten, z. B. auf Autobahnen, die Sicherheit enorm gefährdet. Autofahren ist jedoch auch Arbeit – und wer arbeitet, der soll auch gut essen. Ideal für unterwegs ist „leichte Kost“, z. B. Rohkost, Vollkornkekse oder Äpfel. Es gilt: „Tabu ist, was klebt, schmilzt, tropft, ausläuft oder fürchterlich bröselt“.

Ein zusätzlicher Faktor, der zu einem Konzentrationsmangel oder einem Leistungsabfall führen kann, ist die Wärmebelastung. Bei hohen Temperaturen im Auto müssen Sie außerdem bedenken, dass der Körper erhebliche Mengen an Flüssigkeit verliert. Besonders ältere Menschen sollten deshalb regelmäßige (Trink-)Pausen einlegen. Vermindern lässt sich ein Hitzestau außerdem durch frische Luft, z. B. über ein geöffnetes Schiebedach.

Bei Autofahrten unter Zeitdruck steigen Pulsschlag und Blutdruck an. Hiervon sind besonders Menschen betroffen, die sowieso schon unter Bluthochdruck leiden. Eine gute Planung hilft, Stress und Hektik vor und während der Fahrt zu vermeiden.

Mitfahrer sollten es sich möglichst bequem einrichten. Sofern sie in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, müssen sie alle paar Stunden einige Schritte gehen, da sonst, wie im Flugzeug, gefährliche Venen-thrombosen auftreten können. Venengeschädigte sollten grundsätzlich Kompressions-Strümpfe tragen. Ein Venengel (z. B. Venostasin Gel) kann für schnelle Linderung akuter Beschwerden bei müden, schweren Beinen sorgen.

! Achtung: Auch Fieber- sowie einige Grippe- und Hustenmittel beinträchtigen die Reaktionsfähigkeit, insbesondere Medikamente mit Codein. Die Fahrfähigkeit ist somit oft stark eingeschränkt!