Allgemeine Tipps für die Körperpflege

So streichelzart und babyweich, wie wir sie gerne hätten, so unversehrt, gesund, makellos und faltenfrei ist die Haut eines Erwachsenen leider fast nie. Babys und Kinder bis zur Pubertät haben meist diese perfekte Haut, von der wir alle träumen – was sicher auch ein Grund ist, warum wir sie so gerne streicheln. Erst im jungen Erwachsenenalter beginnt die kritische Auseinandersetzung mit dem individuellen Erscheinungsbild der Haut und dem Aussehen im Allgemeinen.

Die Haut verändert sich mit jeder Lebensphase, sie ist Ausdruck unserer inneren Haltung und der äußeren Einflüsse: In der Pubertät, in der Schwangerschaft sowie in den Wechseljahren sorgen Hormone für die Veränderung der Hautbeschaffenheit, doch auch Verletzungen, Sorgen, Diäten, Sonnenbäder, fehlender Schlaf, Stress und exzessiver Lebenswandel hinterlassen ihre Spuren auf der Haut. Normalerweise kann sich eine gesunde Haut aus eigener Kraft regenerieren. Mit den Jahren jedoch braucht sie mehr und mehr Unterstützung, die Auswahl der richtigen Pflegeprodukte wird folglich immer wichtiger.

Eine gesunde Erscheinung und vor allem ein gesundes Hautbild kann man auch von innen heraus positiv beeinflussen. Wer sich viel bewegt, insbesondere an der frischen Luft, wer für ausreichend Entspannung sorgt, indem man seine Hobbys pflegt oder sich mit Freunden trifft, und wer durch eine ausgewogene Ernährung für eine gute Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen sorgt, wirkt meist gesünder als andere. Für strahlende Haut sind insbesondere die Vitamine E und C, Biotin (Vitamin B7) sowie Carotinoide (eine Vorstufe von Vitamin A), Zink und Kieselsäure verantwortlich: Sie stärken Haut und Haare, beugen vorzeitiger Alterung vor. Wenn man über die Nahrung allein nicht eine ausreichende Menge dieser Stoffe aufnimmt, so kann man sein Hautbild mit Nahrungsergänzungsmitteln, wie zum Beispiel Sikapur von Hübner, Kieselerde+Biotin Kapseln oder Carotin Mega plus Selen von Twardy oder auch mit Säften (z. B. Vitagarten A C E Orange-Apfel-Karotten-Vitamingetränk) frischer erscheinen lassen. Die Frage nach natürlichen Inhaltsstoffen -wird auch mehr und mehr im Rahmen von Pflege und Kosmetik gestellt. Es gibt in der Apotheke inzwischen zahlreiche Pflegeprodukte, die auf Basis dieser Kriterien entwickelt wurden.

Körperpflege – und damit Hautpflege – beginnt bereits mit der Reinigung. Optimale Produkte für die Reinigung der Körperhaut sollten einen pH-Wert von 5,5 aufweisen, mild, seifenfrei und bei trockener, schuppender Haut, wenn möglich, rückfettend sein. Zur Auswahl dabei stehen Seifen-stücke (pH-neutral), flüssige Waschlotionen, Duschöle, -gele, und -cremes. Auch Handwaschöle, wie z. B. von Eucerin, sind eine gute Alternative zur normalen Seife, denn sie entziehen der Haut weniger Feuchtigkeit.

Bei fettiger Körperhaut, wie sie beispielsweise im Gesicht oder am Rücken Pubertierender vorkommt, sollte eine Flüssigseife verwendet werden, die leicht austrocknende Tendenzen aufweist (La Roche-Posay, Avène, sebamed). Manche Reinigungsprodukte, beispielsweise alkalische Seifen, fühlen sich zwar auf einer Akne-Haut gut an und können starke Verschmutzungen beseitigen, doch Vorsicht: Sie bauen aufgrund ihrer basischen Eigenschaften den Säureschutzmantel der Haut ab, der sich erst nach etwa zwei Stunden wieder regeneriert. In dieser Zeit ist die Haut äußeren Einflüssen ausgeliefert, deshalb sollten nach einer alkalischen Reinigung immer Pflegeprodukte verwendet werden.

Eine allgemeingültige Empfehlung, wie häufig man duschen oder baden sollte, gibt es nicht. Normalerweise ist die tägliche Dusche nicht erforderlich, es sei denn, man schwitzt über Nacht. Übt man eine Tätigkeit aus, die mit starkem Schwitzen verbunden ist, empfiehlt sich eine abendliche Dusche. Jeden Tag ein Vollbad ist zu viel für die Haut, ein bis zwei Mal die Woche ist vertretbar. Rückfettende Badezusätze wie in einem Öl-, Milch- und Cremebad sind meist verträglicher als Schaumbäder.

Nach dem Duschen, Baden oder der Reinigung mit einem Waschlappen braucht die Haut ein je nach Hauttyp und Hautbeschaffenheit abgestimmtes Pflegeprodukt zur Regeneration und für einen stabilen Säureschutzmantel. Gele und Schaumprodukte mit hohem Feuchtigkeitsgehalt (Bepanthol) eignen sich gut für die Pflege nach der Sonne. Öle, Lotionen, Körpercreme und -milch haben einen höheren Fettgehalt und sind oft mit Harnstoff (Urea) angereichert. Die körpereigene Substanz unterstützt die Hautbarriere und verhindert Wasserverlust, mindert Juckreiz und ver-bessert die Hautelastizität. Urea ist mit unterschiedlich hohen Anteilen in Pflegeprodukten enthalten, z. B. Eucerin oder Excipial mit zehn, vier oder zwei Prozent Urea.

Schwitzen ist natürlich, aber oft mit unangenehmem Geruch verbunden. Deodorants haben verschiedene Strategien dagegen: Antimikrobielle Stoffe wirken gegen die an der Geruchsbildung beteiligten Bakterien, Duftstoffe überdecken Gerüche, Antitranspirantien beeinflussen die Schweißdrüsenaktivität. Antiperspirantien enthalten Aluminiumsalze, um die Poren zu verschließen und die Schweißbildung zu hemmen. Natürliche Alternativen ohne Aluminiumsalze sind schonender für Haut und Organismus, z. B. von Weleda.

Wenn sich die Gesichtshaut plötzlich verändert, leichter reizbar ist und auf „normale“ Pflege empfindlich, mit Pickeln, Rötungen und Spannungsgefühlen reagiert, sollte man die bisherigen Pflege- und Kosmetikprodukte unter die Lupe nehmen. Häufig machen Duft- oder Konservierungsstoffe der Haut zu schaffen. Bei akuten Probleme und zum täglichen Hautschutz gibt es aufeinander abgestimmte Reinigungs- und Pflege-Produkte für empfindliche oder allergische Haut, wie z. B. Toleriane von La Roche-Posay oder Imlan Creme Pur mit Betulin.

Wenn man unter speziellen Hautproblemen leidet oder wegen des eigenen Hauttyps unsicher ist, hilft das Apothekenteam gerne weiter. Dort erhalten Sie neben einer fachkundigen Empfehlung auch Proben der ausgewählten Präparate zum Testen.

! Tipp: Ein Kosmetikprodukt, das Sie nicht vertragen, können Sie in der Apotheke zurückgeben!