Das neue Schönheitsideal: Die Haare müssen weg

Für viele Frauen gehört das Entfernen der Härchen unter den Achseln, an Beinen und Armen oder im Intimbereich zur täglichen Routine. Und auch zahlreiche Männer rasieren sich mittlerweile nicht nur die Barthaare. Ohne Körperbehaarung zu sein, das entspricht dem heutigen Schönheitsideal. Haarlos bedeutet aber nicht automatisch auch makellos, denn durch die Haarentfernung kann es zu Rötungen, Irritationen und Pickelchen kommen. Je nach Art der Rasur und des behandelten Körperbereiches, der enthaart wurde, ist eine spezielle Pflege der Haut notwendig.

Zur Haarentfernung stehen heute mehr Möglichkeiten zur Verfügung als je zuvor: Trocken- oder Nassrasur, Epilation, Enthaarungscreme, Heiß- und Kaltwachsmethode sowie die professionelle Haarentfernung im Studio mit Laser oder auch (Xenon-)Pulslichttechnik (IPL = Intensed Pulsed Light).

Bei der klassischen Nassrasur ist es vor allem wichtig, den Rasierer nicht mit anderen Personen zu teilen. Jeder Strich auf der Haut, um die Härchen zu entfernen, bedeutet eine Vielzahl kleiner Risse auf der Hautoberfläche – die sehr empfänglich für Keime und Bakterien sind, die mit dem Rasierer weitergereicht werden können. Daher ist Hygiene hier unerlässlich. Bei Epiliergeräten ist die Gefahr kleiner. Statt Rasierschaum kann man auch ein mildes Duschgel oder eine Haarspülung verwenden – wichtig ist, dass die Klinge des Rasierers gut gleiten kann und die Haare ein wenig aufgeweicht werden. Nach einer Rasur ist die Haut oft gereizt, für die Wangen bieten sich daher After-Shave-Produkte an, für die normale Haut reicht eine beruhigende Feuchtigkeitscreme. Für die Achseln gibt es spezielle Deos, die direkt nach der Rasur aufgetragen werden können. Für die empfindliche Rasur im Intimbereich sind desinfizierende Cremes verfügbar, die auch im Kontakt mit der Schleimhaut gut verträglich sind (Sagella sensitiv).

Bei akuten Reizungen kann Babypuder Linderung verschaffen. Haarentfernungscremes (Veet, Pilca) haben den Vorteil, dass sie in der Regel länger den neuen Haarwuchs verhindern als eine Nassrasur, allerdings können deren Inhaltsstoffe zu Hautreizungen führen. Man sollte vor der tatsächlichen Anwendung an einer kleinen Hautstelle die Verträglichkeit prüfen.

Bei der Epilation wie auch beim Wachsen bedarf es sowohl vorher als auch danach einer guten Pflege. Vor der Behandlung empfiehlt es sich, die Körperpartien mit einem sanften Körperpeeling von abgestorbenen Hautzellen zu befreien. Hinterher ist eine Pflege notwendig, die  euchtigkeit spendet und desinfiziert, aber auf keinen Fall durch zu viel Fett die Poren verschließt. Gerade bei diesen beiden Methoden der Haarentfernung kommt es häufig zu eingewachsenen Haaren und damit zu Eiterpickelchen. Mit einer feuchtigkeitsspendenden Pflege und der Anwendung eines regelmäßigen Körperpeelings lässt sich dies verhindern.