Kopfhaut und Haare

Kopfschuppen können trocken oder fettig sein: Trockene Schuppen auf der Kopfhaut sind eher klein und rieseln leicht vom Kopf auf die Kleidung. Sie entstehen meist, wenn die Kopfhaut stark ausgetrocknet oder strapaziert ist. Fettige Schuppen sind gelblich und haben ihre Ursachen am häufigsten in einer Funktionsstörung der Talgdrüsen in der Kopfhaut.

Ein spezielles Anti-Schuppen-Shampoo für trockene oder fettige Schuppen ist zur Therapie ausreichend, wenn die Kopfhautschuppen nur sehr selten oder kurz auf-treten. Wenn die Schuppen auf dem Kopf große Zusammenlagerungen bilden, ist es möglich, diese mit Salicylsäure-Haarwasser zu lösen. Ist die Kopfhaut bei Schuppen stark entzündet, kommen zur Therapie kortisonhaltige Haartinkturen zum Einsatz, die allerdings verschreibungspflichtig sind.

Etwa ab dem 25. Lebensjahr beginnt das Haar, dünner zu werden. Es fallen mehr Haare aus als nachwachsen. Man spricht erst bei einem Verlust von über 100 Haaren pro Tag von Haarausfall. Bei Männern kann es mit dem 30./40. Lebensjahr im Rahmen des Alterungsprozesses zu Haarausfall kommen. Eine Hormonumstellung, eine übermäßige mechanische Beanspruchung der Haare und schwere Erkrankungen können weitere Ursachen sein.

Zur Stärkung der Haarwurzel eignen sich Haarnahrung-Produkte.
Die Zufuhr von hochwertigem Biotin (Vitamin H) kann die Haarqualität und Widerstandsfähigkeit verbessern. Zink ist an der Bildung von Kollagen und Keratin beteiligt und kann das Haarwachstum fördern. Außerdem schützt es die Haarwurzel vor Entzündungen und sorgt für eine gesunde Kopfhaut. Daher kann Zink als Nahrungsergänzung gegen Haarausfall empfehlenswert sein.

Sind Schuppen oder Haarausfall Begleitsymptome einer Hautkrankheit, ist eine gezielte Therapie dieser Erkrankung notwendig. Stark juckende, gerötete Kopfhaut sollte stets ärztlich untersucht werden. Auch Haar-ausfall muss nicht mehr schicksalhaft hingenommen werden, eine erfolgreiche Behandlung durch die moderne Dermatologie ist möglich.

Hilfreich bei Haarproblemen ist eine schonende Haarpflege mit einem milden Shampoo, was bedeutet, dass die Haare nach der Wäsche nicht trocken gerubbelt, sondern nur sanft mit dem Handtuch ausgedrückt werden sollten. Auch heiße Luft durch Föhnen schadet den Haaren ebenso wie die chemische Behandlung durch Färben und Tönen. Auf harte Kämme und Bürsten sollte verzichtet werden, weil die Kopfhaut damit aufgekratzt und eine Entzündung verursacht werden könnte.