Alternativ- und Komplementärmedizin

Nicht alles ist Naturheilkunde, aber alles ist natürlich

Unter Naturheilkunde fasst man alle Therapieformen zusammen, bei denen die Wirkstoffe oder Therapieansätze aus der Natur stammen, aus dem Erd-, Pflanzen- oder Tierreich. Beispiele für Behandlungsrichtungen aus der Naturheilkunde sind:

  • Phytotherapie ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel
  • Hydrotherapie und Balneotherapie, also Wasser- und Badeanwendungen, meist nach Kneipp
  • Lichttherapie, bei welcher der Körper in verschiedenen Bereichen mit unterschiedlichen Farben bestrahlt wird
  • Sauerstofftherapie, beispielsweise nach Ardenne, bei der man reinen Sauerstoff einatmet
  • Bewegungstherapie, Krankengymnastik, darunter auch Yoga und Chi Gong
  • Ruhetherapie, wie Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jacobson oder Meditation
  • Diätetik, die heilende Behandlung einer Stoffwechselerkrankung mit einer Diät
  • Aromatherapie, eine gezielte und kontrollierte Anwendung ätherischer Öle

Unter Alternativmedizin werden alle Therapieansätze verstanden, die anstelle der Schulmedizin eingesetzt werden. Unter Komplementär-medizin fasst man alle Therapieformen zusammen, die schulmedizinische Behandlungen ergänzen. Vielen naturheilkundlichen Therapien fehlt ein bewiesener Wirkungsnachweis durch die Wissenschaft. Sie berufen sich auf Erfahrungswerte, die (bis auf wenige Ausnahmen) generell von der Schulmedizin nicht anerkannt werden.

Alle natürlich orientierten Therapierichtungen verfolgen einen „ganzheitlichen“ Ansatz. Nicht die Behandlung eines einzelnen Symptoms oder Organs steht im Vordergrund, sondern die Gesundung des ganzen Körpers, auch in Harmonie mit dem seelisch- geistigen Energiefeld.

Eine umfassende Darstellung aller natürlich ausgerichteten Therapien würde Tausende von Buchseiten in Anspruch nehmen. Daher stellen wir in den Kapiteln nur die bekanntesten Richtungen und diese auch nur in Kürze vor.