Wirksame Heilpflanzen bei Wechseljahresbeschwerden

Mönchspfeffer
Die aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze ist schon seit dem Altertum als Mittel gegen Frauenleiden bekannt. Besonders in der Anfangsphase der Wechseljahre gilt Mönchspfeffer als eine wichtige Heilpflanze, da sie progesteronähnliche Substanzen enthält. Mönchspfeffer lindert vor allem Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Periodenkrämpfe und starke Blutungen, Brustschmerzen, Reizbarkeit und Schlafstörungen. Die Wirksamkeit von Mönchspfeffer ist pharmakologisch recht gut belegt.

Soja
Bei Frauen aus Ostasien hat man festgestellt, dass sie weniger stark unter den typischen Wechseljahresbeschwerden leiden. Als Grund dafür wurde die sojareiche Ernährung ausgemacht. Die Sojabohnen enthalten Isoflavone, die ähnliche Wirkungen entfalten wie das Hormon Östrogen. Sie dämpfen Erscheinungen wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen, außerdem werden positive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und den Knochenstoffwechsel (Osteoporose!) beobachtet.

Rotklee
Erst vor wenigen Jahren ist die Wirksamkeit des Rotklees gegen Wechseljahresbeschwerden entdeckt worden. Ebenso wie Soja enthält Rotklee Isoflavone, die mit den weiblichen Östrogenen vergleichbar sind. Rotklee-Extrakt lindert leichte bis mittelschwere Wechseljahresbeschwerden und stärkt die Knochendichte.

Traubensilberkerze
Das wichtigste Mittel bei Wechseljahresbeschwerden ist die Traubensilberkerze (Cimicifuga). Deren Wirksamkeit ist wissenschaftlich gut belegt. Im Unterschied zu Rotklee und Soja sind die Wirksubstanzen der Traubensilberkerze keine Phyto-Hormone, sondern sie verändern Rezeptoren in bestimmten Körpergeweben so, dass sich dort eine östrogenähnliche Wirkung entfaltet. Extrakte aus dem Cimicifuga-Wurzelstock gelten daher als eine hormonfreie Alternative.