Zähne und Mundhygiene

Symptome
Karies macht sich erst nach längerer Zeit bemerkbar und verursacht zunächst keine Beschwerden. Zuerst entstehen lediglich Verfärbungen an den Zähnen, im weiteren Verlauf reagieren die erkrankten Zähne empfindlich auf heiße und kalte Speisen und Getränke. Schmerzen kommen hinzu, wenn der Kariesdefekt die Zahnpulpa erreicht.

Unter einer Gingivitis versteht man eine oberflächliche Entzündung des Zahnfleischsaumes: Das gerötete und geschwollene Zahnfleisch ist druckempfindlich und neigt zu Blutungen. Unbehandelt kann sich auch das Gewebe entzünden, das den Zahn im Kieferknochen verankert.
Als Folge entsteht eine Zahnbettentzündung (Parodontitis), dabei werden Gewebe und Kieferknochen nach und nach zerstört, schließlich kann es zum Verlust der Zähne kommen.

Ursachen
Die Bakterien in der Mundhöhle wandeln den Zucker aus der Nahrung in Säuren um, die als weicher Zahnbelag (Plaque) an den Zähnen haften und die den Zahnschmelz entmineralisieren. Bei längerer Einwirkung dieser Säuren entstehen Löcher im Zahnschmelz, die gefürchtete Karies.
Die Plaque ist auch die Ursache für die so genannte Parodontopathien,
bei denen der Zahnhalteapparat und das Zahnbett geschädigt werden.

Die Plaque wird durch Zähneputzen zwar entfernt, entsteht aber nach jedem Essen immer wieder. Zahnstein ist ein harter, mineralisierter Belag, der sich aus Plaque entwickelt, und der sich durch Zähneputzen allein nicht entfernen lässt.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Empfehlenswert zur gründlichen Zahnreinigung sind mittelharte oder weiche Zahnbürsten mit abgerundeten Kunststoffborsten. Alternativ können elektrische Bürsten, Schallzahnbürsten oder eine Ultraschallzahnbürste (nur mit spezieller Zahncreme zu verwenden) eingesetzt werden. Zahnpasta sollte einen Fluoridgehalt von etwa 1.400 ppm aufweisen. Die Fluoridierung härtet den Zahnschmelz, was den Kariesschutz erhöht.

Zusätzlich sollte man die Zahnzwischenräume mit Mundduschen,
Interdentalbürsten und/oder fluoridierter, ungewachster Zahnseide täglich reinigen. Mundspüllösungen, zum Beispiel mit antimikrobiell
wirksamen Chlorhexidin, wirken aktiv gegen Entzündungen. Zungenreiniger entfernen den Belag auf der Zunge, der oft die Ursache
für Mundgeruch ist.

Wichtig ist, bereits ab dem ersten Milchzahn auf die Zahnpflege zu
achten. Ideal ist eine Kinderzahncreme, die über karieshemmende Eigenschaften verfügt.

Wann ein Zahnarztbesuch nötig ist
Bei einer Zahnfleischentzündung und bei Zahnschmerzen, die nicht
innerhalb kurzer Zeit wieder von selbst zurückgehen, sollte man einen Zahnarzt um Rat bitten. Bei Kindern und Jugendlichen von sechs bis 18 Jahren sollte zwei Mal pro Jahr eine Kariesprophylaxe durchgeführt werden.

Das sollte man tun
Grundsätzlich sollte man seine Zähne zwei Mal täglich gründlich putzen. Wer stark zu Karies neigt, kann zudem einmal wöchentlich Fluoridgelee verwenden, um den Schutz zu erhöhen.

Lassen Sie die Zähne mindestens einmal jährlich durch den Zahnarzt kontrollieren sowie eine professionelle Zahnreinigung durchführen.

Das kann man tun
Häufiger Zuckerkonsum begünstigt Karies, vor allem wenn zuckerhaltige
Produkte langsam oder nach und nach konsumiert werden. Besser ist ein Stück Schokolade auf einmal statt viele kleine Stücke über den Tag verteilt. Zahnpflegekaugummis helfen bei der Remineralisierung der Zähne und unterstützen den Speichelfluss.

Das sollte man besser lassen
Putzen Sie Ihre Zähne nicht sofort nach Süßigkeiten, Fruchtsäften oder Wein, denn das schadet dem Zahnschmelz. Warten Sie besser eine Stunde, bis sich der erhöhte Säurewert im Mund wieder normalisiert hat. Raucher haben ein höheres Risiko für entzündetes Zahnfleisch, Zahnstein und Karies, zudem verfärben sich die Zähne dunkel.