Wundversorgung

Symptome
Chronische Wunden, auch Ulzera oder Dekubitus (Wundliegen) genannt, sind Wunden, die aus biologischen oder physiologischen Gründen nicht heilen. Die Symptome hängen von der Form und dem Schweregrad der Wunden ab.

Erstes Anzeichen ist eine bleibende Rötung; die Haut kann leicht erwärmt sein. In diesem Anfangsstadium verspüren Betroffene oft gar nichts oder nur wenig. In den nachfolgenden Stadien, die von einer oberflächlichen Hautschädigung bis hin zu tiefen Wunden mit Beteiligung von Muskel- und Knochengewebe reichen, treten Juckreiz, ein Brennen und starke Schmerzen auf.

Ursachen
Ein Druckgeschwür oder ein Dekubitus entsteht, wenn die Blutzufuhr zu einem Körperbereich über einen längeren Zeitraum verringert oder gestoppt wird. In der Folge dieser Mangelversorgung mit Sauerstoff kann das Gewebe absterben. Daher sind besonders bettlägerige oder auf einen Rollstuhl angewiesene Menschen oder Patienten mit chronischen Stoffwechselstörungen, beispielsweise Diabetes, gefährdet.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Das Druckgeschwür muss mindestens zwei Mal täglich mit sterilen, feuchten Verbänden versorgt werden. Die Anwendung feuchter Verbände ist wichtig, damit das Verbandmaterial nicht mit der offenen Wunde verklebt und die gerade verheilte Wunde erneut aufreißt. Bei den Produkten zur Wundversorgung sowie bei allen verwendeten Hautpflegemitteln ist es wichtig, den natürlichen Schutzmantel der Haut zu erhalten und der Haut Feuchtigkeit zuzuführen – denn trockene Haut gilt als Risikofaktor für die Entstehung eines Druckgeschwürs. Der Fettgehalt der Produkte muss dem individuellen Hautzustand angepasst werden.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Die regelmäßige ärztliche Inspektion der Wunde und eine eventuelle Anpassung der Wundbehandlung sind für den Heilungsverlauf ausschlaggebend.

Das sollte man tun
Vorbeugende Maßnahmen sind besonders wichtig: Häufige Lagewechsel, gute Säuberung und Pflege der gesamten Haut sowie Polsterung oder Entlastung der Stellen, die besonders schnell wund gelegen sind, wie beispielsweise der Rücken im Lendenbereich. Für letzteres stehen spezielle Matratzen, Lagerungskissen oder Hüftprotektoren zur Verfügung.

Das kann man tun
Jeder, der an der Versorgung von Dekubituspatienten beteiligt ist, sollte an einer Schulung zur korrekten Pflege teilnehmen, einschließlich der Patienten selbst.