Was passiert bei einer Hypo- oder Desensibilisierung?

Kann sich der Körper an Allergene gewöhnen? Kurzum: Ja! Jedoch ist das Verfahren der Hyposensibilisierung sehr aufwendig, das heißt, dass der Patient muss viel Geduld und Einsatz aufbringen muss, die Behandlung ist langwierig. Diese Therapie eignet sich besonders bei jugendlichen Patienten mit einem engen Allergenspektrum. Sehr gute Erfolge erzielt man mit dieser Therapie bei der Insektengift-Allergie, gute bei Heuschnupfen.

Nachdem der Allergologe im Test das oder die „reizenden“ Allergene herausgefunden hat, wird vom Labor eine individuelle Allergenlösung in steigender Konzentration hergestellt. Damit wird der Körper regelmäßig konfrontiert: Er bekommt die Lösungen in regelmäßigen Abständen für mindestens ein Jahr gespritzt, oft sogar über drei Jahre hinweg. Ziel der Therapie ist, dass sich der Organismus langsam an das Allergen gewöhnt, bis hin zur vollständigen Toleranz.

Auf lange Sicht gesehen lohnt sich der Aufwand, denn die Beschwerden werden auf Jahre hinaus gemildert oder sogar ganz zum Verschwinden gebracht.

Eine Hyposensibilisierung sollte nur erfolgen, wenn …

  • die Krankheitssymptome sehr stark sind und den Patienten ernsthaft beeinträchtigen.
  • die Erkrankung noch nicht länger als fünf Jahre besteht.
  • nicht mehr als vier Allergene zur Injektion in Frage kommen.
  • der Patient nicht älter als 50 Jahre ist.
  • die medikamentöse Therapie den Krankheitsverlauf nicht bremsen kann.