Verlangsamte oder gestörte Stoffwechselprozesse

Im Alter verlangsamt sich die Verdauungs- und Stoffwechselkapazität, wie beispielsweise die Leberfunktion und die Nierentätigkeit. Auch die Bauchspeicheldrüse und der Dünndarm sind in ihrer Leistungsfähigkeit oft eingeschränkt. Das ist normal, muss aber bei der Auswahl und der Dosierung der Medikamente und der Nahrungsergänzungsmittel berücksichtigt werden.
Generell gilt: Mehrere Einzelgaben in niedriger Dosierung sind sinnvoller als umgekehrt. So sollte zum Beispiel Calcium beim alten Menschen nicht mehr so hoch dosiert werden (maximal 250 mg zwei Mal täglich mit viel Wasser), da oft die Nierenkapazität eingeschränkt ist und dadurch das Calcium viel langsamer ausgeschieden wird. Besser ist es, wenn es sich bei der Calcium-Salz-Verbindung nicht um Calciumcarbonat, sondern um andere Salze handelt, wie beispielsweise Calciumcitrat (Osteointercell CF, NICA pur). In diesen beiden Präparaten sind zusätzliche, ergänzende Vitamine erhalten.

Durch die veränderte Stoffwechsellage kommt es nicht selten zu einer Mangelernährung des älteren Menschen, obwohl er das Gefühl hat, genug und abwechslungsreich zu essen. Der Körper kann die angebotene Nahrung nicht vollständig erschließen, das heißt, viele Nährstoffe werden unverdaut ausgeschieden. In der Folge verliert der Organismus immer mehr an Gewicht und niemand versteht so recht, warum. Hier sollte rechtzeitig an hochkonzentrierte Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in flüssiger Form gedacht werden, die der Organismus leicht aufnehmen kann (Resource OptiFibre, Fortimel Compact, Meritene, Fresubin).

Ein anderer Grund für eine stetige Gewichtsabnahme bei Senioren ist der oft chronisch dünnflüssige Stuhlgang, den ältere Menschen als normal interpretieren, weil sie sich ganz einfach daran gewöhnt haben. Auf Dauer ist Durchfall auf keinen Fall akzeptabel. Rasche Abhilfe schaffen Imodium akut N oder Vaprino, letzteres hat den Vorteil, dass es die Darmbeweglichkeit nicht beeinträchtigt. Wenn möglich, sollten diese Präparate nur kurz-fristig (über zwei Tage) eingesetzt werden. Sollte das Problem nach dieser Zeit weiterhin vorliegen, sind Gerbstoffe (Tannalbin) oder Durchfall-Tee auch längerfristig einsetzbar.

Mit zunehmendem Alter wird es immer wichtiger, die Körperfunktionen regelmäßig zu überwachen, so zum Beispiel Herzfunktion, Leberwerte, Blut- und Cholesterinwerte, Säure-Basen-Balance, Knochendichte etc., um bei Bedarf früh gegenzusteuern. Neben leichter sportlicher Aktivität und gesunder Ernährung ist die Verwendung von Aufbaupräparaten mit Schutzfunktion wichtig. So gibt es zum Beispiel Pflanzen oder Stoffe, die die Leber schützen (Mariendistel, Löwenzahn, Artischocke), das Herz stärken (Weißdorn, Q10, Elektrolyte) oder Blase und Niere unterstützen (Goldrutenkraut, Brennnessel, Birkenblätter), um nur einige zu nennen. Für den gesamten Organismus sind Vitamine, Mineralien und Spurenelemente wichtig. Als Nahrungsergänzung sind leicht lösliche oder flüssige Präparate am besten geeignet. So sind zum Beispiel flüssiges Vitamin B 12 (Vitasprint) oder Eisen (Floradix mit Eisen) Präparaten in Tablettenform vorzuziehen.

Ebenfalls sinnvoll sind Aufbaukuren mit Infusionen und Spritzen durch den Arzt. Pflanzliche Arzneimittel sind, soweit möglich, den chemisch-synthetischen Arzneistoffen überlegen, da die Phytopharmaka etliche sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die die Wirkung des Hauptwirkstoffs verstärken. Um die Stoffwechselfunktionen anzukurbeln und der Zelle ausreichend Vitalstoffe zuzuführen, sollte auch im Alter an Gerstengras-saft, Moringa Baum, Alfalfa Alge und Chia-Samen gedacht werden. Sie alle enthalten einen extrem hohen Anteil an Antioxidantien, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ebenfalls wichtig ist eine aus-reichende Flüssigkeitszufuhr, wobei zwei bis drei Liter Flüssigkeit (Wasser oder Kräutertee) täglich empfohlen werden. Obstsäfte sollten so weit wie möglich frisch hergestellt werden oder Apothekenqualität aufweisen, wie zum Beispiel die Säfte von Vitagarten.

Diabetes – im Alter häufig, aber durchaus vermeidbar
Zwei Diabetes-Typen sind zu unterscheiden.
• Jugendlicher Diabetes (Typ 1)
Hierbei tritt bereits in der Jugend Insulinmangel als Folge gestörter oder fehlender Funktion der Bauchspeicheldrüse auf. Der Jugendliche muss Insulin spritzen. Diese Form des Diabetes wird ärztlich therapiert und hier nicht näher erläutert.
• Altersdiabetes (Typ 2)
Er tritt erst im Alter auf und seine Therapie beschränkt sich, oft über mehrere Jahre hinweg, auf so genannte orale Antidiabetika, im Volksmund „Zuckertabletten“. Schreitet die Erkrankung voran und reichen die Tabletten nicht mehr aus, um den Zuckerspiegel zu senken, so wird eine Insulin-Therapie erforderlich.

Die Therapie des Diabetes gehört in jedem Fall in die Hände eines erfahrenen Arztes, eines Diabetologen. Diabetiker sollten neben der medikamentösen Therapie eine vom Arzt oder Ernährungsberater
festgelegte Diabetes-Diät einhalten. Sie müssen vor allem die Berechnung der aufgenommenen Kohlenhydrate lernen. Zusätzlich zur ärztlichen Therapie gibt es etliche Möglichkeiten der Selbstmedikation. Traditionell angewendete „Diabetikertees“ aus Heidelbeerblättern, Bohnenschalen oder anderen Arzneidrogen können diese positiv begleiten. Ebenfalls zu berücksichtigen ist der Säure-Basen-Haushalt. Ist der Organismus stark übersäuert, können Verdauungstrakt, Bauchspeicheldrüse und Darm stark überbelastet sein. Hier helfen Basensalze, wie zum Beispiel Rebasit Mineral, Basica.

Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass Zimt bzw. Cassia-Zimt (chinesischer Zimt) im Rahmen eines Diätplanes den Zuckerstoffwechsel
günstig beeinflusst. Die Inhaltstoffe des Zimts sollen die Insulinsensitivi-tät steigern und antioxidativ wirken, so beispielsweise Diabetruw, Glucobel.

Die Wirksamkeit pflanzlicher Heilmittel (Ginkgo, Artischocke) aus anderen Kulturkreisen oder auch begleitende Therapien mit Homöopathika können ebenfalls die ärztliche Therapie unterstützen.
Ebenso die Einnahme von Zink. Auf jeden Fall darf die Einnahme der oralen Antidiabetika oder die Menge des gespritzten Insulins nicht eigenmächtig verändert werden. Besprechen Sie sich immer mit Ihrem Therapeuten.