Venenbeschwerden

Symptome
Geschwollene oder müde schmerzende Beine, Spannungsgefühle, Juckreiz oder auch nächtliche Wadenkrämpfe sind Symptome, die in frühen Stadien bei Venenproblemen auftreten können. Äußerlich zeigen sich Venenerkrankungen meist durch Krampfadern (Varizen, oberflächliche, erweiterte Venen) oder Besenreiser (Besenreiservarizen, kleine und dicht unter der Haut verlaufende, erweiterte Venen). Wenn erste Anzeichen nicht ernst genommen werden, können aus leichten Beschwerden durchaus ernsthafte Probleme entstehen. Oft entwickeln sich die Symptome erst im Laufe des Tages, lassen dann aber über Nacht oder bei hoch gelagerten Beinen spürbar nach.

Ursachen
Eine erbliche Veranlagung kann zu der Entstehung von Venenproblemen beitragen. Hauptursache ist allerdings meist eine Bindegewebsschwäche, verbunden mit starker Belastung der Venen durch häufiges und langes Stehen, mangelnde Bewegung oder eine Schwangerschaft.

Vom Herz aus wird durch die Arterien das Blut in den gesamten Körper gepumpt, durch die Venen wird es zurücktransportiert – von den Füßen aus gegen die Schwerkraft, was Schwerstarbeit für die Venen bedeutet. Um einen Rückfluss zu verhindern, unterstützen Ventilklappen und die so genannte Muskelpumpe den Transportweg. Wenn dieses System gestört oder geschwächt ist, staut sich das Blut in den Beinvenen. Die Venen werden gedehnt, Krampfadern entstehen, die Ventilklappen schließen nicht richtig – unbehandelt können Durchblutungsstörungen entstehen, bis hin zur tiefen Venenthrombose.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Insbesondere gegen akute Beschwerden helfen Venengele, -salben oder -cremes, die meistens zusätzlich zu ihren Wirkstoffen auch kühlende Eigenschaften haben. Gerade bei Juckreiz oder Brennen kann dies Erleichterung verschaffen, auch reduzieren sich bereits durch das Einreiben vorhandene Schwellungen.

Die Venengesundheit lässt sich durch die Einnahme von so genannten Ödemprotektiva verbessern. Ihre Aufgabe ist es, die Venenwände zu stärken, Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) zu reduzieren und die Blutzirkulation zu fördern. Viele Präparate dieser Gruppe sind rein pflanzlich, zu den Inhaltsstoffen zählen unter anderem Rosskastanienextrakt, Extrakt aus rotem Weinlaub, Steinkleekraut oder Mäusedornextrakt. Neben pflanzlichen Mitteln sind es vor allem Heparine, die auch äußerlich aufgetragen einer Blutgerinnung und Thrombosen vorbeugen können. Bei schweren Ödemen und starken Beschwerden können kurz-fristig zur Entwässerung pflanzliche Diuretika eingesetzt werden, dazu eignen sich Präparate aus Birkenblättern oder Brennnesselkraut.

Wer aufgrund seiner Berufstätigkeit immer wieder unter Venenbeschwerden, unter geschwollenen oder schmerzenden Beinen leidet, kann mit speziellen Stütz- oder Kompressionsstrümpfen seine Blutzirkulation in den Beinen gezielt anregen. Damit eine venenaktivierende Wirkung erzielt werden kann, ist eine fachliche Beratung und Anpassung wichtig.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Wenn Krampfadern auftreten, ist das ein erstes Zeichen für einen Arztbesuch. Bei starken Schwellungen oder Hautveränderungen sowie schlecht heilenden Wunden an den Beinen sollte unbedingt ein Arzt zurate gezogen werden. Bei leichten Beschwerden sollten Schwangere, Diabetiker sowie Patienten mit Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen sofort an einen Arztbesuch denken.

Das sollte man tun
Bei längerem Stehen sollte öfter das Standbein gewechselt werden. Viel Bewegung – Treppensteigen statt Aufzug, Fahrrad fahren statt Auto und kleinere Wege zu Fuß zurücklegen – hilft dabei, Beschwerden vorzubeugen. Ausdauersportarten und ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützen die Venengesundheit langfristig, kalte Wadenbrausen können akute Beschwerden lindern.

Das kann man tun
Reisen ist oft mit längeren Phasen des Sitzens verbunden. Falls möglich, sollte man ausreichend und regelmäßig Pausen einplanen und für Bewegung sorgen und die Beine hoch lagern. Kompressions- oder Stützstrümpfe können Beschwerden vorbeugen.

Das sollte man besser lassen
Ein Schonen der Beine ist nur dann von Vorteil, wenn die Beine – möglichst liegend – hochgelagert werden. Einengende Hosen sind nicht gleichzusetzen mit Kompressions- oder Stützstrümpfen, die aufgrund ihres Gewebes die Durchblutung fördern und nicht behindern. Wannenbäder sollten für Menschen mit Venenleiden nicht zu heiß und zu ausgedehnt stattfinden.