Vaginalprobleme

Symptome
Ausfluss, Brennen, Jucken – eine Infektionskrankheit im Intimbereich ist höchst unangenehm. Im Falle einer Pilzerkrankung kommt es zu einem geruchlosen Ausfluss, dünnflüssig, weißlich und letztendlich auch krümelig. Bei bakteriellen Infektionen ist der Ausfluss durch einen intensiven Geruch gekennzeichnet.

Ursachen
Erreger einer Vaginalmykose, einem Scheidenpilz, sind hauptsächlich Hefepilze, die aufgrund falscher Hygienemaßnahmen in die Scheide gelangen oder die über Sauna- oder Whirlpool-Besuche übertragen wurden. Die Einnahme oraler Verhütungsmittel oder Antibiotika erhöht die Anfälligkeit, auch in der Schwangerschaft sind Frauen häufig betroffen. Natürlich lassen sich auch über Geschlechtsverkehr Viren und Bakterien übertragen.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Vaginalmykosen sind gut mit rezeptfreien Präparaten aus der Apotheke behandelbar. Spezielle Präparate (Antimykotika) müssen dabei über einen spezifischen Zeitraum eingesetzt werden. Ein Antiseptikum (Wirkstoff Octenidin) mit einem Sprühapplikator ist einfach anwendbar und hilft gegen Bakterien, Pilze wie auch bestimmte Viren. Erhältlich sind Selbsttests für Vaginalinfektionen, im Zweifel ist ein Arztbesuch die sichere Alternative.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Bei einem ersten Auftreten oder bei mehr als vier Infektionen pro Jahr sollte ein Arztbesuch erfolgen, ebenso bei einer vaginalen Infektion während einer Schwangerschaft. Symptome einer Chlamydien-Infektion sind unspezifisch. Mit Schmerzen beim Harnlassen oder beim Geschlechtsverkehr sollte man einen Arzt aufsuchen.

Das sollte man tun
Auf jeden Fall den Partner informieren: Je nach Art und Ausmaß einer Infektion ist eine Mitbehandlung notwendig, auch um einer erneuten eigenen Infektion vorzubeugen. Bis zum Abklingen der Symptome sollte Geschlechtsverkehr gar nicht oder mit Kondomen stattfinden. Wichtig zur Vorbeugung vaginaler Infektionen: Waschlappen, Handtücher und Unterwäsche täglich wechseln und mit mindestens 60°C waschen.

Das sollte man besser lassen
Übertriebene Hygiene im Vaginalbereich macht die Intimflora anfälliger für Krankheitserreger, besser sind klares, warmes Wasser und milde Waschlotionen.