Studie: Q10 wirksam gegen Herzschwäche

Etwa zwei Prozent der Bevölkerung leiden an chronischer Herzinsuffizienz, einer Erkrankung, die dem Herzmuskel seine Kraft entzieht. Schon geringe körperliche Anstrengung kann zu Atemnot führen, weil das Herz infolge des Energiemangels der Herzmuskelzellen die Fähigkeit verliert, Blut effizient durch den Körper zu pumpen. Die konventionelle Behandlung umfasst die Einnahme von Wirkstoffen, die die Herzfunktion erhöhen und dazu beitragen, der Einlagerung von Flüssigkeit vorzubeugen. Neuerdings richtet sich das Interesse der Forschung verstärkt auf den natürlichen Wirkstoff Coenzym Q10, der vielversprechende Ansätze zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz bietet.

Laut einer Studie ist das Sterberisiko von Herzinsuffizienz-Patienten um 43 Prozent geringer, wenn sie täglich Nahrungsergänzungsmittel mit Coenzym Q10 (Prüfpräparat: Q10 Bio-Qinon Gold) einnehmen. Die vitaminähnliche Substanz findet sich in allen Zellen des Körpers und ist ein Teil der Elektronentransportkette, die während der aeroben Zellatmung abläuft und Energie in Form von Adenosintriphosphat erzeugt. 95 Prozent der Energie des Körpers werden auf diese Weise produziert, daher enthalten die Organe mit dem höchsten Energiebedarf auch das meiste Q10.

Das positive Ergebnis der Studie lässt den Schluss zu, dass die Einnahme von Q10 den Energiestoffwechsel wirksam unterstützt. Forschungsleiter Prof. Dr. Svend Aage Mortensen, Chefarzt des Herzzentrums am Universitätsklinikum Kopenhagen, spricht von einem „Paradigmenwechsel in der Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz“. Eine höhere Überlebensrate, weniger Herztransplantationen und Krankenhausaufenthalte könnten einige Vorteile einer Behandlung mit dem natürlichen Wirkstoff sein.