Spagyrik

Die Spagyrik betrachtet Körper, Geist und Seele des Menschen als eine im gesunden Gleichgewicht stehende Einheit, deren Balance im Krankheitsfalle unausgeglichen ist. Diese philosophischen Prinzipien findet man in der Pflanze als Träger arzneilicher Wirkstoffe wieder, deren feste Bestandteile (Blätter, Wurzel, Blüte) den Körper und die ätherischen Öle den Geist und die Seele widerspiegeln.
Paracelsus (1493 – 1541) proklamierte die Spagyrik als umfassende ärztliche Disziplin. Einer seiner Nachfolger, Alexander von Bernus, übertrug sein Wissen in die Moderne und begründete 1921 das Laboratorium Soluna, in dem in alter Tradition spagyrische Heilmittel, so genannte Solunate, hergestellt werden: Komplexmittel aus sich entsprechenden und ergänzenden Metallen, Mineralien und Arzneipflanzen.