Sonnenallergie und Sonnenbrand

Zu den Hautekzemen zählt auch der Sonnenbrand, der durch ein Übermaß an natürlicher oder künstlicher UV-Strahlung hervorgerufen wird.

Bei einer so genannten „Sonnenallergie“ kommt es ebenfalls zu den typischen Hautreaktionen: Gerötete Haut, Juckreiz, Quaddeln, Bläschen über den ganzen Körper verteilt. Die genaue Ursache ist bislang noch nicht bekannt, vermutet wird ein Zusammenwirken von Allergie auslösenden Stoffen, zum Beispiel in der Sonnencreme, und der UV-Strahlung. Hier ist Vorbeugen wichtig: Die Vermeidung zu intensiver Sonnenbestrahlung (keine Mittagssonne und das Sonnenbad nicht zu lange ausdehnen) sowie ein Wechsel des Sonnenschutzes. Sonnenschutz- und Pflegeprodukte sollten hypoallergen sein, also ohne Zusatz von Konservierungsstoffen, Emulgatoren und Duftstoffen. Wer zu Sonnenallergie neigt, sollte etwa zwei Wochen vor der Sonnenexposition mit der Einnahme von Calcium, Zink sowie den Vitaminen C, B und E beginnen.

Verwechselt mit der Sonnenallergie wird häufig die so genannte Mallorca-Akne. Hier ist es vorrangig das Zusammenwirken der durch das UV-ALicht
gebildeten freien Radikale, der fetthaltigen Inhaltsstoffe oder der Emul-gatoren des Sonnenschutzpräparates und dem körpereigenen Talg. Die Entzündung bildet sich in den Haarfollikeln und wird meistens zuerst am Dekolleté in Form kleiner Pickelchen und Pusteln sichtbar. Vorbeugen kann man durch die Verwendung möglichst fettfreier Produkte, vor allem Sonnengele mit hohem UV-A-Lichtschutz. Hilfreich ist, wie bei der Sonnenallergie, die Einnahme von Calcium-Präparaten, mit der ebenfalls zwei Wochen vor dem Urlaub begonnen wird (Calcium Sandoz Sun).

Harmlose Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln oder Medikamenten können durch Sonneneinwirkung unangenehme Hautreaktionen hervorrufen. Verschiedene Gemüse, wie Sellerie und Pastinaken, oder Pflanzen, wie Bergamotte, Wiesenraute oder Johanniskraut, wirken bei manchen Menschen phototoxisch, d. h. sie können Rötung, Juckreiz, Austrocknung, Schuppenbildung, unter Umständen sogar schwer heilende Verbrennungserscheinungen hervorrufen. Johanniskraut ist zwar als Heilpflanze bekannt und bewährt, allerdings sollte während der Einnahme die Sonneneinstrahlung vermieden werden. Auch Medikamente wie Antibiotika oder Diuretika sind dafür bekannt. Daher sollten vor allem chronisch Kranke vor dem Urlaub ihre Arzneimittel auf „Sonnentauglichkeit“ prüfen lassen. Das übernimmt Ihre Apotheke gerne.