Schnupfen

Schnupfen kann unterschiedliche Ursachen haben und ist nicht immer die Folge einer Virusinfektion. Aus diesem Grunde sind zuerst milde Maßnahmen anzuraten. Dazu zählen Kamillendampfbäder, Inhalation von ätherischen Ölen wie Eukalyptus- oder Minzöl oder die Anwendung von Nasensalben mit mineralischen oder pflanzlichen Wirkstoffen. Bei den ersten Anzeichen eines Schnupfens helfen Nasensprays, wie Wick Erste Abwehr Mikro-Gel Spray oder das neue algovir, sowie das Rachenspray Viru Protect. Alle drei verhindern auf unterschiedliche Weise das Eindringen der Viren in die Nasenschleimhaut und bekämpfen somit die Erreger, bevor die Erkältung richtig ausbrechen kann. Die Anwendung von Schleimhaut abschwellenden Nasentropfen oder besser -sprays, beispielsweise Otriven, Imidin, Hysan oder Nasivin, ist dann erforderlich, wenn die Nasenschleimhaut bereits sehr stark angeschwollen und die Nasenatmung deutlich erschwert ist. Ohne abschwellenden Wirkstoff befreit Aspecton Nasenspray die Schnupfennase durch den Einsatz reiner ätherischer Öle. Das Präparat Nasic hat den Vorteil, dass es zusätzlich einen heilenden Wirkstoff enthält. Preiswerte Generika zu Nasic sind XyloDuo ratiopharm und Septanasal. Produkte mit Hyaluronsäue, zum Beispiel hysan Pflegespray, pflegen und schützen die Nasenschleimhaut
und reduzieren das Risiko einer erneuten Infektion.
In weniger akuten Fällen kann ein Nasenspray auf Meerwasserbasis (Rhinomer, Mar) hilfreich sein. Auch wenn die Atmung durch die Nase beschwerlich erscheint, sollte es vermieden werden, durch den Mund zu atmen – denn dadurch werden zusätzliche Infektionen mit verunreinigter Luft begünstigt.

Es ist wichtig zu wissen, dass der Dauergebrauch von Schleimhaut abschwellenden Nasensprays zur Austrocknung der Nasenschleimhaut führen kann, sie kann rissig werden, wodurch die Infektionsgefahr steigt.
Ferner kann ein Abhängigkeitsgefühl entstehen. Sind die Schleimhäute bereits angegriffen, so hilft die sanfte Pflege des Naseninnenraumes mit naturbelassenem Sesamöl, zum Beispiel Gelositin, oder mit einer Nasensalbe, beispielsweise Nisita, Bepanthen oder Emser.

Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei der Gabe von Schleimhaut abschwellenden Nasentropfen bei schnupfenden Säuglingen zur Erleichterung des Stillens oder zur Nacht. Fast alle Anbieter von Nasentherapeutika bieten auch eine Säuglingsvariante an. Sie sind nur bei stark angeschwollenen Nasenschleimhäuten angezeigt, also bei starkem Fließschnupfen. Babynasen sind jedoch meist mit dickem, zähflüssigem Schleim verstopft. Oft sind Nasentropfen aus 0,9%-iger Kochsalzlösung oder auf Meerwasserbasis optimal (wenn man sie überhaupt in die kleinen
Nasenöffnungen hinein bekommt). Besser ist das vorsichtige Entfernen des Schleims mit einem Baby-Nasensauger. Dabei sollte der Schleim langsam und vorsichtig aus jeder Nasenöffnung abgesaugt werden. Das schafft sofortige Erleichterung.
Gut wirksam ist Babix N Inhalat, das nicht mit der Nase des Babys in Berührung kommt, sondern auf die Bettwäsche oder den Schlafanzug geträufelt wird. Ätherische Öle als Raumspray, wie beispielsweise Erkältungsduft Raumspray (Taoasis) oder Eucalyptus Spray (Weleda), erleichtern das Atmen durch die Nase.

Das homöopathische Präparat Euphorbium comp. stellt eine sanfte Alternative zu den gängigen Schnupfentropfen für Säuglinge, Kleinkinder und Erwachsene dar. Es eignet sich für alle Formen des Schnupfens, für Stock-, Fließ- und Heuschnupfen.

Man beachte, dass bei einer gleichzeitigen Therapie mit abschwellenden Nasensprays und einem Antibiotikum Nasensekret in Stirn- und Nebenhöhle eintrocknen kann und möglicherweise dumpfen Kopfdruck verursacht. Um dies zu vermeiden, sollte man nach dem Benutzen eines Nasensprays direkt einen Sekretlöser wie Gelomyrtol forte oder Sinupret forte einnehmen. Beide Präparate können sowohl bei akutem als auch bei chronischem Sekretstau Festes wieder zum Fließen bringen. Über einige Wochen eingenommen führen sie meistens zum Erfolg. Wenn das Nasensekret nicht mehr wässrig-farblos und dünnflüssig, sondern gelbgrünlich und zähflüssig ist, liegt eine bakterielle Folgeinfektion vor. Betroffen sind dann meist die Stirn- und Nasennebenhöhlen, verbunden mit dumpfem Kopfschmerz, sowie eventuell auch Ohrenschmerzen. Bei beginnenden Ohrenschmerzen ist immer ein abschwellendes Nasenspray (Olynth, Otriven) einzusetzen. Verschlechtert sich der Allgemeinzustand des Patienten, ist ärztlicher Rat einzuholen.