Schnupfen

Symptome
Erstes Anzeichen ist meist ein Jucken oder Kribbeln in der Nase, dann kommt Niesreiz hinzu, schließlich lässt eine übermäßige Sekretbildung die Nase erst wässrig, dann schleimig bis zäh laufen. Oft schwellen auch die Nasenschleimhäute an und die Atmung wird behindert. Der Geruchs- und damit auch der Geschmackssinn können beeinträchtigt sein.

Oft greift ein Schnupfen auch auf die Nasennebenhöhlen über. Denn durch Schwellungen und Sekret werden ihre Öffnungen verstopft und Schleim kann nicht mehr abfließen, so dass Keime sich leicht vermehren können. Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) sind etwa Druckgefühle und Kopfschmerzen im Stirn- und Augenbereich, die beim Vorbeugen oder Bücken schlimmer werden, auch Fieber kann auftreten.

Ursachen
Der akute Schnupfen ist eines der typischen Erkältungssymptome, kann aber auch Begleiterscheinung anderer Infektionskrankheiten sein, wie Grippe, Masern, Keuchhusten oder Scharlach. Ebenso wird Schnupfen häufig durch eine Allergie ausgelöst, beispielsweise Heuschnupfen.

Bestimmte Medikamente (z.B. Blutdrucksenker, Antidepressiva, Verhütungsmittel) können die Ursache sein, außerdem auch Fremdkörper, Temperaturschwankungen, Gift- und Reizstoffe sowie Fehlbildungen in der Nase oder chronische Erkrankungen.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Bei einem akuten Schnupfen wirken Nasenspülungen oder eine Nasendusche mit isotonischer Kochsalzlösung schleimlösend und spülen Erreger fort. Salz- oder Meerwassersprays befeuchten die Schleimhäute, lösen Verkrustungen, verflüssigen den Schleim und sind dabei sehr gut verträglich. Zur Erleichterung der Atmung und zur Vorbeugung von Nasennebenhöhlenentzündungen können abschwellende Nasentropfen
mit den Wirkstoffen Xylometazolin und Oxymetazolin eingesetzt werden. Diese wirken gefäßverengend und sorgen für besseres Durchatmen. Sie sollten aber nicht öfter als drei Mal täglich und nicht länger als eine Woche angewendet werden, da sie sonst die Nasenschleimhäute schädigen können. Dann schwillt die Nase ohne Tropfen überhaupt nicht mehr ab, es kommt zur so genannten ‚Nasentropfen-Nase‘. Bei empfindlicher, angegriffener Nasenschleimhaut helfen Tropfen und Sprays, die zusätzlich Dexpanthenol enthalten. Dexpanthenol als Salbe kann einer roten, wunden Schnupfennase gut tun, ebenso wirkt eine Zinksalbe beruhigend und heilungsfördernd. Bei allergischem Schnupfen sind dagegen Nasensprays mit Antihistaminika wie Azelastin, Levocabastin oder Chromoglycinsäure für die lokale Behandlung empfehlenswert. Bei anderen Ursachen und chronischem Schnupfen muss die Behandlung durch einen Arzt individuell festgelegt werden.

Bei Babys und Kleinkindern lässt sich die Nase mit einem Sekretabsauger vorsichtig reinigen.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Dauert ein Schnupfen länger als ein bis zwei Wochen an, kommt er immer wieder oder wird gar chronisch, sollte man sich untersuchen lassen. Bei blutigem oder eitrigem Sekret, Fieber oder starken Schmerzen im Kopf oder Gesicht ist ein Arztbesuch angesagt. Ebenso, wenn die Nase dauerhaft verstopft ist und man deswegen nicht richtig atmen kann.

Das sollte man tun
Viel trinken und eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Schlafräumen tun den Schleimhäuten gut, weil sie so feucht gehalten werden und der Schleim verflüssigt wird. Man kann etwa feuchte Handtücher aufhängen oder eine Schüssel mit Wasser auf die Heizung stellen. Ein Tropfen Eukalyptusöl darin wirkt zusätzlich wohltuend, darf aber nicht bei Babys und Kleinkindern eingesetzt werden.

Das kann man tun
Omas gute alte Hühnerbrühe zu trinken, tut bei Schnupfen nachweislich gut. Sie sollte frisch gekocht und nicht aus der Tüte sein. Inhalieren ist ebenfalls eine Möglichkeit, Sekret in der Nase zu verflüssigen, den Abfluss zu erleichtern und die Symptome zu lindern.

Das sollte man besser lassen
Über die Hände werden die Erkältungsviren großzügig verbreitet, etwa beim Kontakt mit Türklinken oder beim Händeschütteln. Daher nicht in die Handinnenflächen, sondern besser in ein Taschentuch oder in die Ellenbeuge niesen.

Beim Naseputzen nicht mit zu viel Druck schnäuzen – denn dann können die Erreger in die Nebenhöhlen gedrückt werden und dort eine Entzündung auslösen. Also nur sanft putzen und dabei jedes Nasenloch einzeln ausschnauben, während man das andere zuhält.

Sind Nasentropfen im Einsatz, dürfen diese nur von einer einzigen Person verwendet werden. Sind mehrere Familienmitglieder erkrankt, muss jeder ausschließlich seine eigenen Produkte einsetzen, um eine Neuansteckung der anderen zu vermeiden.