Schlafstörungen

Symptome
Oft scheitert es schon am Einschlafen: Statt sanft in den Schlummer zu gleiten, liegt man stundenlag wach, grübelt oder wälzt sich herum. Andere finden zwar zunächst in den Schlaf, wachen dann aber zu früh oder während der ganzen Nacht immer wieder auf. Oder der Schlaf ist zwar lang genug, aber so flach und unruhig, dass sich keine Erholung einstellen will. Als Folge sind Betroffene dann tagsüber müde, gereizt und unkonzentriert, wodurch die allgemeine Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt wird.

Ursachen
Häufig sind Stress, ungünstige Schlafgewohnheiten, Schichtdienste, private oder berufliche Sorgen, Ängste und psychische Probleme bis hin zur Depression dafür verantwortlich, dass man nicht zur Ruhe kommt. Auch äußere Auslöser wie Lärm- und Lichtbelästigung und eine unkom-fortable Schlafumgebung können hinderlich wirken. Manche Medikamente sowie Genussmittel (Alkohol, Nikotin, Koffein) beeinträchtigen ebenfalls einen ruhigen Schlaf. Nicht zuletzt können Schlafprobleme körperliche Gründe haben, beispielweise Schmerzen, Atemstörungen (Schlafapnoe), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Störungen im Hormonhaushalt.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Gegen vorübergehende Schlafstörungen gibt es pflanzliche Medikamente, die weitgehend nebenwirkungsfrei sind und nicht abhängig machen. So haben sich etwa Auszüge aus der Baldrianwurzel als sanfte, beruhigende Entspannungs- und Einschlafhilfe bewährt, ebenso Hopfen, Melisse, Hafer und Passionsblume. Der schlaffördernde Effekt eines abendlichen Wannenbades lässt sich mit Badezusätzen wie Lavendel, Melisse oder Lindenblüten noch verstärken. Eine stärkere Wirkung haben freiverkäufliche Schlafmittel aus der Gruppe der H1-Antihistaminika mit Wirkstoffen wie Diphenhydramin und Doxylamin. Diese sollten allerdings nur nach guter Beratung und nicht über längere Zeit eingenommen werden.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Wer mehr als einen Monat lang öfter als drei Mal in der Woche schlecht schläft und mit Selbsthilfe nicht weiterkommt, der sollte sich untersuchen lassen. Zur Erleichterung der Diagnose trägt das Führen eines Schlaftagebuchs bei.

Das sollte man tun
Eine „gute Schlafhygiene“ fördert die gesunde Nachtruhe. Dazu gehören zum Beispiel möglichst regelmäßige Schlaf- und Aufstehzeiten sowie eine angenehme Schlafumgebung. Zwischen der Hektik des Tages und dem Einschlafen helfen entspannende Rituale.

Das sollte man besser lassen
Ein langer Mittagsschlaf hilft zwar gegen die Tagesmüdigkeit, sorgt aber dafür, dass man am Abend noch wacher ist. Fernseher und PC haben im Schlafzimmer nichts zu suchen.