Reinigung und Pflege – weniger ist mehr

Alles, was von der Babyhaut mit Wasser alleine entfernt werden kann, sollte auch ohne Reinigungsmittel abgenommen werden. Noch ist die Haut eher trocken, die Talgdrüsen haben ihre Arbeit noch nicht wirklich aufgenommen. Im Verhältnis zum Körpergewicht besitzen die Kleinen übrigens doppelt so viel Hautoberfläche wie Erwachsene – mit der Folge, dass mehr Flüssigkeit verdunstet und die Haut schneller austrocknen kann. Außerdem wird von jedem chemischen Stoff, der mit der Haut in Berührung kommt, verhältnismäßig mehr aufgenommen als bei den Großen. Nur wenige Stoffe bestehen daher den Babyhaut-Tauglichkeits-
Test. So ist beispielsweise Sheabutter, auch Karité-Butter genannt, geeignet. Sie beruhigt die Hautoberfläche, spendet Feuchtigkeit und kann darüber hinaus auch vor Witterungseinflüssen schützen. Calendula, die Ringelblume, ist fast schon ein Standard in der Babypflege aufgrund ihrer entzündungshemmenden und heilungsfördernden Wirkungen, die gerade im Windelbereich von unschätzbarem Vorteil sind. Mandel-, Jojoba- oder Nachtkerzen-Öl spenden der Haut Feuchtigkeit und beugen Hautreizungen vor, auch Woll- oder Bienenwachs halten die Haut geschmeidig
und zart.

! Tipp: Bei Babyöl handelt es sich meist um ein Reinigungsöl. So ist z. B. Penaten Kinderöl ein Reinigungsöl und kein Pflegeöl. Achten Sie auf den entsprechenden Hinweis.

Neben der Pflege muss auch der Reinigung Aufmerksamkeit geschenkt werden. Badezusätze oder Babyshampoos sollten auf jeden Fall pH-neutral sein und möglichst mit rückfettenden Substanzen angereichert sein. Ein Bad oder eine ausgedehnte Wäsche entzieht der ohnehin trockenen Babyhaut Feuchtigkeit, die aber nötig ist, um den Säureschutzmantel der Haut zu stabilisieren.