Prophylaxe im Kindesalter

Die beste Vorbeugung gegen Allergien beim Kind ist in erster Linie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sauberkeit und Schmutz. Das kindliche Immunsystem braucht immer wieder neue Herausforderungen, um zu lernen, was „Freund“ und was „Feind“ ist. Darum sollen die Kleinen viel mit anderen Kindern zusammen sein, Infektionen durchstehen und ab und zu ruhig mit einer Portion Dreck in Berührung kommen. Auch die Wissenschaft vertritt die Hypothese, dass zu viel Hygiene im Kindesalter dazu beitragen kann, später eine Allergie zu entwickeln. Denn es ist auffällig, dass Kinder mit mehreren Geschwistern und solche, die im Hort aufwachsen, seltener an Allergien leiden als Einzelkinder und Kinder aus einem stark behütenden Elternhaus.

Den Allergie gefährdeten Säugling allerdings sollte man möglichst lange vor Allergieauslösern bewahren. Allergiegefährdet ist ein Kind, wenn Mutter und/oder Vater oder Geschwister an einer Erkrankung wie Asthma, Neurodermitis und/oder Heuschnupfen leiden oder litten.

Maßnahmen zum Schutz des Babys

  • Während der Schwangerschaft nicht rauchen
  • Generell rauchfreie Wohnung
  • Auf gut durchlüftete Räume achten
  • Säuglinge sollten möglichst lang voll gestillt werden (vier bis sechs Monate Muttermilchgabe ist die einzige zweifelsfrei erwiesene Maßnahme, die einer Allergie bei Kindern vorbeugt)
  • Nach der Stillzeit langsam auf fremde Nahrung umstellen; den Speiseplan nur um ein neues Lebensmittel pro Woche erweitern
  • Ist Ersatznahrung notwendig, nur hypoallergene Babynahrung auf Kuhmilchbasis verwenden
  • Kleine Haustiere abschaffen, wenn möglich bereits vor der Schwangerschaft
  • Matratzen und Bettzeug milbendicht umhüllen (Encasings)
  • Empfohlene Richtlinien für Allergiker zur Einrichtung und Reinigung beherzigen