Neurodermitis

Die Neurodermitis, auch Atopisches Ekzem oder Atopische Dermatitis genannt, ist zum Teil durch Vererbung oder auch durch Veranlagung bedingt. Wichtig zu wissen: Sie ist nicht ansteckend. Hauptsächlich treten rote, schuppende, manchmal auch nässende Ekzeme auf der Haut auf, begleitet von starkem Juckreiz. Die Erkrankung verläuft in Schüben und hat ein sehr unterschiedliches, individuelles Erscheinungsbild, das je nach Lebensalter variieren kann. Im Winter kommt es häufig zur Verschlimmerung, da nur noch wenig Hautoberfläche der Luft ausgesetzt ist und dicke, oft auch enge Kleidung eine Reizung der Haut hervorruft.

Die Neurodermitis gilt als nicht heilbar, aber behandelbar. Die Therapie besteht in erster Linie aus der Behandlung der charakteristischen Hauttrockenheit. Dem Hautzustand entsprechend werden passende Pflegeprodukte zur äußerlichen Anwendung mit entzündungshemmenden Wirkstoffen eingesetzt, zu denen beispielsweise Kortikosteroide und Makrolide gehören. Die tägliche Pflege besteht aus speziell für die neurodermitische Haut entwickelten Präparaten, wie z. B. von Avène, La Roche-Posay oder Imlan (Birken). Bei einer großflächigen Ausbreitung oder bei schwerer Ausprägung kann eine medikamentöse Behandlung
erforderlich sein. Zur Verbesserung einer Neurodermitis können auch licht- und klimatherapeutische Maßnahmen beitragen.