Neues Verständnis der Krebsentstehung

In jeder Zelle unseres Körpers steckt unsere gesamte Erbinformation, die DNA. So genannte Methylgruppen regulieren, dass im Genkörper aber jeweils nur die Erbinformationen ausgelesen werden, die für ein spezielles Gewebe nötig sind.

Forscher vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lippmann-Institut (FLI) in Jena haben nun erstmals nachgewiesen, dass das Fehlen dieser Methylgruppen innerhalb eines Gens zur fehlerhaften DNA-Aktivierung führt und damit zur Krebsentstehung beitragen kann. „Dieses völlig neue Verständnis davon, dass am Genkörper ohne DNA-Methylierung entartete Proteine entstehen können, liefert einen neuen Ansatz für die Krebstherapie. Denn wenn wir einen Weg finden, Methylgruppen zu freiliegenden DNA-Sequenzen von Krebszellen zu transportieren, können wir die Vermehrung von Krebszellen in Zukunft möglicherweise verhindern“, hofft Dr. Francesco Neri, Forschungsgruppenleiter am FLI und einer der Leiter der Studie.