Muskel- / Gelenkschmerzen

Symptome
Muskel- und Gelenkschmerzen können durch die täglichen Strapazen oder eine kurzfristige Überlastung entstehen, aber auch auf schwerwiegende Erkrankungen hinweisen. Wichtig ist, die Schmerzen möglichst genau beschreiben und lokalisieren zu können. So können sich Beschwerden zum Beispiel erst im Laufe des Tages entwickeln oder im Ruhezustand auftreten. Wenn Gelenke nicht nur schmerzen, sondern auch anschwellen, sich röten oder warm werden, sind dies Anzeichen eines Entzündungsprozesses. Eine schmerzende Muskulatur zeigt sich meist im Rücken-, Schulter- oder Nackenbereich oder in Form eines Muskelkaters.

Ursachen
Muskelkrämpfe sind oft ein Zeichen dafür, dass die entsprechende Muskelpartie stark bzw. zu stark belastet wurde. Rücken-, Schulter- oder Nackenschmerzen lassen sich in der Regel auf eine Fehlhaltung oder Fehlbelastung zurückführen. Gerade Schreibtischtätigkeit führt bei falschem Sitzen, zu wenig Pausen mit zu wenig Bewegung zu Beschwerden zwischen Lenden- und Halswirbelsäule.

Gegen die normalen, altersbedingten Verschleißerscheinungen an den Gelenken und die damit verbundenen Probleme kann man nur wenig tun. Die Symptome können gelindert werden, aber wichtig ist eine genaue Diagnose der Ursache, denn Rheuma, Arthrose und Arthritis bedürfen unterschiedlicher Medikamente.

Vor allem bei Frauen entwickelt sich im Laufe der Jahre häufig ein Hallux Valgus. Der Großzehenballen wölbt sich dabei nach außen, in der Folge kann es zu Schmerzen kommen bis hin zu Versteifungen des Gelenks. Rückgängig machen lässt sich der Prozess nicht, aber durch mechanische Hilfen, beispielsweise Bandagen oder Druckschutzpolster, wird der Verlauf oft gemildert und verlangsamt.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Gegen Schmerzen sind Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Diclofenac im akuten Fall schnell wirksam, beide wirken auch gegen Entzündungsprozesse. Ebenso Paracetamol, welches für Patienten mit einem sensiblen Magen besser verträglich ist. Schmerzsalben, -gele oder -cremes mit entsprechenden Wirksubstanzen tragen ebenfalls zur Linderung bei.

Teufelskrallenwurzel oder Weidenrinde zählen zu den pflanzlichen Wirkstoffen, die langfristig eingenommen werden können, allerdings auch erst nach einiger Zeit eine Wirkung zeigen. Schmerzsalben auf natürlicher Basis bestehen unter anderem aus Beinwellwurzelextrakt oder Arnika.

Die Apotheke bietet auch Präparate, um durch eine gezielte Nährstoffzufuhr die Gelenkschmiere und den Gelenkknorpel zu ersetzen.
Inhaltsstoffe sind beispielsweise Kollagen-Hydrolysat, Hyaluronsäure oder Glucosaminsulfat. Bei akuten Beschwerden an den Gelenken ist eine Kältebehandlung wirkungsvoller als Wärme, die einen bestehenden Entzündungsprozess noch beschleunigen kann. Um schmerzende Muskeln zu beruhigen, eignet sich jedoch Wärme besser. Neben Wärmflaschen oder Wärmeauflagen können Schmerzpflaster oder -salben mit Wirkstoffen wie das pflanzliche Capsaicin oder Nonivamid eingesetzt werden.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Sobald sich durch die Gelenkbeschwerden eine erhebliche Einschränkung der Beweglichkeit zeigt oder wenn die Schmerzen stark zunehmen, Rötungen oder Schwellungen hinzukommen, sollte ein Arzt die Ursache der Beschwerden herausfinden.

Das sollte man tun
Bewegung ist die beste Möglichkeit, um Muskel- wie auch Gelenkbeschwerden vorzubeugen. Allerdings in einem moderaten Ausmaß, dafür mit konstanter Regelmäßigkeit.

Das kann man tun
Jedes Pfund zu viel bedeutet für die Gelenke zusätzliche Arbeit. Ein Körpergewicht im Normalbereich unterstützt die Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates.

Bei immer wiederkehrenden Verspannungen kann die Ursache eine seelische Belastung oder chronischer Stress sein. Entspannungstechniken können in diesen Fällen helfen, Stress abzubauen und die körperlichen Beschwerden zu lindern.

Das sollte man besser lassen
Schonhaltungen vermeiden, sie können zu Fehlbelastungen führen, was andere Gelenk- und Muskelpartien in Mitleidenschaft ziehen kann.