Verstopfung

Eine anhaltende Verstopfung beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität, sondern schadet auf Dauer auch der Gesundheit. Oft sind zu wenig Bewegung, zu wenig Flüssigkeit, zu viel Fleisch, d. h. zu viel schwer verdauliche Nahrung, zu wenig Gemüse und Salat oder, bei Senioren, zu wenig Nahrung die Auslöser. Durch eine Ernährungsumstellung oder durch mehr Bewegung, auch Darmbewegung durch Bauchmassage, kann eine chronische Verstopfung geheilt werden. Alternativ ermöglicht das Spektrum der Abführmittel eine verträgliche Therapie durch akut wirksame, aber auch langfristig einsetzbare Präparate.

Leinsamen oder Psylliumsamen (Metamucil) regen die Darmtätigkeit über die Volumenzunahme des Darminhaltes an. Achtung: Zu diesen Präparaten muss viel Flüssigkeit getrunken werden! Chemische Stoffe wie Bisacodyl oder Natriumpicosulfat (Dulcolax, Laxoberal Tropfen) können bei akuten Beschwerden kurzfristig empfohlen werden. Agiolax, ein einfach dosierbares Granulat, ist zwar pflanzlich (Flohsamen und Sennesfrüchte), wirkt aber dennoch stark (durch die Sennesfrüchte) und ist nur kurzzeitig anzuwenden. Wenn auf der Packung „rein pflanzlich“ steht, so bedeutet dies nicht, dass dieses Abführmittel auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden kann – auch Pflanzen können einen Gewöhnungseffekt auslösen und abhängig machen! Eine rasche und schonende Entleerung des Enddarms erreicht man mit Glycerin Zäpfchen, Lecicarbon oder einem Klistier (Klysma). Der Wirkstoff Macrogol (z. B. Movicol) ist ein gut wirksames Abführmittel, welches die gesunde Darmfunktion wiederherstellt. Dabei ist es so verträglich, dass es für fast alle Patienten geeignet ist, einschließlich Kindern und Senioren. Der Wirkstoff hat sich über 15 Jahre klinisch bewährt und ist das von Ärzten am häufigsten verordnete Abführmittel, aber nichtverschreibungspflichtig. Bei einer Verstopfung, die in Zusammenhang mit einer Grunderkrankung steht, wie z. B. Tumorleiden, Megacolon, Mukoviszidose, chronische Niereninsuffizienz u. a., kann Macrogol zu Lasten der Krankenkasse verordnet werden. Die Präparate gibt es in einfach einzunehmenden Portionsbeuteln, in verschiedenen Geschmacksrichtungen.