Mittel gegen Husten

Husten kommt in drei Varianten vor, die unterschiedliche Präparate erfordern.

Der uneffektive Reizhusten
Er tritt meist zu Beginn der Erkältung auf. Ein völliges Unterdrücken des Hustens mit Hustenblockern ist nur in der Nacht sinnvoll, damit man schlafen kann. Den Teufelskreis „Hustenreiz-Schlaflosigkeit-Hustenreiz“ können Kombinationspräparate durchbrechen, die einen erholsamen Schlaf und eine Hustenreizstillung herbeiführen (Silomat, Wick Hustensirup gegen Reizhusten mit Honig). Als Faustregel gilt: Hustenlöser tagsüber, Hustenblocker oder -stiller nachts.

Die größte Gruppe der Hustentherapeutika kommt aus dem Reich der Heilpflanzen. Spitzwegerich-Präparate lindern den Hustenreiz durch die enthaltenen „Schleimstoffe“ (Broncho-Sern, Plantago Hustensaft Wala, Plantago lanc. von Ceres), die sich wie ein antibakteriell und entzündungshemmend wirkender „Schutzfilm“ über die Schleimhäute legen. Extrakte aus Thymian- und Primelwurzelextrakt dämpfen den Hustenreiz (Bronchicum Elixir), wirken aber auch lösend. Bei akuter Bronchitis hilft die südafrikanische Pflanze Pelargonium sidoides (Umckaloabo). Neu ist Silomat gegen Reizhusten mit Eibisch und Honig, das den Husten beruhigt und einen Schutzfilm um die entzündeten Stellen legt.

Der Krampfhusten
Eine Steigerung des uneffektiven Reizhustens stellt der Krampfhusten dar. Er tritt häufig bei Kindern auf, aber auch Erwachsene können unter Hustenkrämpfen leiden. In den Bronchien konnte noch kein Schleim gebildet werden, sie sind jedoch entzündet und der Krampfhusten tut sehr weh. „Hustenblocker“, die Mittel der Wahl, bestehen aus synthetischen Arzneistoffen wie Codein, sind verschreibungspflichtig und gehören in die ärztliche Therapie. Frei verkäufliche Hustenstiller (Silomat, Wick Hustensirup gegen Reizhusten) sind zwar effektiv, jedoch sollte bei Husten-krämpfen ärztlicher Rat eingeholt werden.

Der „rollende“ Husten mit Schleimauswurf
Im Endstadium einer Erkältung produzieren die Schleimhäute einen zähen dickflüssigen Schleim, mit welchem die Bakterien umschlossen und ausgeschieden werden. Aus der Schulmedizin sind ACC, Mucosolvan mit dem Wirkstoff Ambroxol die Hustensäfte der Wahl. Ein neues ACC-Präparat heißt Bromuc, die Portionsbeutel mit je 600 mg ACC sind einmal täglich zu nehmen. Noch effektiver, weil es mit Vitamin C und Zink auch die Immunabwehr stärkt, ist ACC akut Z. Die Brausetabletten werden in einem Viertelliter Wasser aufgelöst und getrunken. Auch Mucosolvan mit dem Inhaltsstoff Ambroxol zählt zu den wichtigen Schleimlösern. Neu aus dem Hause von Mucosolvan ist Mucohelix, das mit der Pflanzenkraft der Efeublätter schleimlösend wirkt. Auf dem Gebiet der Phytotherapie gibt es verschiedene Schleimlöser aus Efeublätter-Trockenextrakt (Prospan), Primelwurzeln (Bronchicum Elixir) Thymian (Thymiverlan) und Süßholzwurzeln. Schleimlösende Samen oder Pflanzen mit ätherischen Ölen sind Anisfrüchte, Fenchelfrüchte, Eukalyptusblätter und vor allem Thymiankraut, dessen ätherisches Öl eine starke Desinfektionswirkung enthält. Eukalyptusöl und Minzöl eignen sich für Inhalationen, Bäder, Brustwickel sowie als Tropfen (JHP Rödler) oder Kapseln zum Einnehmen (Gelomyrtol forte, Soledum).

!Ätherische Öle wirken in den Atemwegen gegen die Entzündungen, sie lösen die Krämpfe, verflüssigen den Schleim und regen die Arbeit der Bronchialschleimhaut an.