Kummer mit dem Schlummer?

Millionen von Menschen wälzen sich jede Nacht von einer Seite auf die andere und finden dabei keine Ruhe. Manche plagen sogar schon vor dem Schlafengehen massive Ängste.

Schlafstörungen können zahlreiche Gründe haben. Mediziner unterscheiden äußere, organische und psychologische Ursachen. Äußere Ursachen sind zum Beispiel Wetterfühligkeit, Lärm (Partner schnarcht), Schichtarbeit, Zeitverschiebung (Jetlag), körperliche Überanstrengung, schlechte Schlafbedingungen. Zu den organischen Ursachen gehören allgemeine Erkrankungen, Schmerzen aller Art, Infektionen, nächtliche Atemstillstände (Schlafapnoe). Die dritte Gruppe, und somit rund 90 Prozent der Fälle, sind psychologisch bedingte Ursachen wie Stress, Aufregung, Sorgen, Suchterkrankungen.

Stress ist demnach der Schlafkiller Nummer 1. Unaufgelöste Ängste sowie Belastungen in Beruf und Familie bescheren fast jedem schlaflose Nächte. Anspannungen dieser Art sorgen nicht nur für einen erhöhten Blutdruck, sondern lassen die nagenden Gedanken auch noch nächtelang wie wild im Kopf herumspuken.

Schlafstörungen können ernsthafte Folgen haben

Treten Schlafstörungen häufiger auf, so müssen diese in jedem Fall behandelt werden. Denn dauerhafter Schlafentzug kann ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Immunschwäche bedeuten. Wobei die Therapien so vielfältig wie die Ursachen sein können. Daher ist es bei schwerwiegenden Schlafstörungen wichtig, zum Arzt zu gehen. Erst wenn die Ursache bekannt ist, kann die Schlafstörung gezielt und effektiv behandelt werden.

Bei leichteren Einschlafproblemen helfen Entspannungstechniken. Diese bieten eine gute Basis, einfach mal abzuschalten, den Kopf frei zu bekommen und die Ruhe für den Schlaf zu finden. Ob nun Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung – einen Kerngedanken haben sie alle gemeinsam: Durch diese Techniken erlernt der Mensch wieder, sich auf seinen Geist, seinen Körper, seine Haltung und seine Atmung, abseits von den belastenden Gedanken, zu konzentrieren.

Tipp:

Vorbereitungen für die Nacht

• Der Körper kann sich auf einen Schlaf-Wach-Rhythmus einstellen, wenn immer die gleichen Bettgeh- und Aufstehzeiten eingehalten werden – auch am Wochenende.
• Einen Gute-Nacht-Spaziergang unternehmen. Viele Menschen schlafen besser, nachdem sie sich noch ein wenig die Beine vertreten haben.
• Bett und Schlafzimmer werden für den Körper zu einem Ort der Ruhe und des Wohlbefindens, wenn sie nicht zweckentfremdet werden.
• Nie mit vollem Magen ins Bett gehen!
• Erst schlafen gehen, wenn die Müdigkeit kommt.
• Für ausreichend Luftfeuchtigkeit und eine Zimmertemperatur zwischen 19 bis 20 Grad sorgen.
• Einen frischen Apfel neben das Bett legen. Der Duft fördert die Entspannung.