Kopfschmerz / Migräne

Symptome
Es kann ziehen, drücken, pressen oder einfach nur ein dumpfes Schmerzgefühl sein. Am häufigsten macht einem ein Spannungskopfschmerz zu schaffen, der sich allmählich über den gesamten Kopf ausbreitet. Wenn parallel Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit oder Erbrechen auftreten, so deutet dies auf eine Migräne hin, ein pochender oder hämmernder, meist aber nur einseitiger Schmerz. Ein Migräneanfall macht sich meist schnell und heftig bemerkbar, vorab kann es zu einer so genannten Aura mit Seh- und Sprachstörungen oder anderen Symptomen kommen.

Ursachen
Anspannungen, Sorgen oder Stress können Spannungskopfschmerz hervorrufen, aber auch Fehlhaltungen, Schlafmangel oder Zahnprobleme.
Migräne ist oftmals Veranlagung und wird durch so genannte Triggerfaktoren, beispielsweise Alkohol, Nahrungsmittel, unregelmäßige Tag-Nacht-Rhythmen, Erschöpfung, Hormone oder Wetterwechsel, ausgelöst.

Gesundheit aus der ApothekeSchmerzmittel, beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Paracetamol oder Naproxen, helfen meist gut und schnell gegen Kopfschmerzen. Es gibt die Wirkstoffe in unterschiedlichsten Darreichungsformen (Tabletten, Kau-, Brause-, Schmelztabletten, Granulat, Zäpfchen) und verschiedenen Wirkstärken, es sind aber nicht alle auch rezeptfrei erhältlich. Pflanzlich hat sich gegen Spannungskopfschmerz unter anderem Pfefferminzöl bewährt, das auf Stirn und Schläfen auftragen wird.

Auch bei Migräneanfällen können die obigen Wirkstoffe die Schmerzen lindern. Daneben gibt es spezifische Migränemittel, die aber bei anderen Kopfschmerzen wirkungslos sind und von denen einige vom Arzt rezeptiert werden müssen. Bei Migräne kann die längerfristige Einnahme von hoch dosiertem Magnesium dazu beitragen, Häufigkeit und Ausmaß von Migräneanfällen zu reduzieren.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Sehr heftige und plötzliche Kopfschmerzen sind mit einem Arzt abzuklären, ebenso häufige Kopfschmerzen, die Schmerzmittel an mehr als zehn Tagen im Monat erforderlich machen, oder wenn rezeptfreie Arzneimittel keine Besserung mehr erzielen.

Das sollte man tun
Ein Kopfschmerzkalender kann helfen, sich selbst über die Art und das Ausmaß der Beschwerden Klarheit zu verschaffen – und es ist eine Grundlage für das Gespräch mit Arzt oder Apotheker.

Das kann man tun
Entspannungstechniken helfen, Spannungskopfschmerzen zu lindern und unter Umständen auch zu vermeiden.

Das sollte man besser lassen
Bei Migräne sollte man nicht zu lange mit der Einnahme spezifischer Medikamente warten. Einige können nur bei rechtzeitiger Einnahme gezielt und gut wirken.