Juckreiz

Symptome
Juckreiz (Pruritus) ist unangenehm und geht mit dem Bedürfnis des Kratzens einher. Dadurch wird die Haut gereizt oder sogar geschädigt – mit der Folge einer Aufrechterhaltung oder Verstärkung von Entzündungsvorgängen, die wiederum Pruritus fördern. Juckreiz dient als Schutzmechanismus dazu, Fremdkörper, wie z. B. Insekten, von der Hautoberfläche zu entfernen. Zunehmender, chronischer Pruritus, der länger als sechs Monate besteht, ist ein Warnsymptom und sollte nicht mehr selbst behandelt werden.

Ursachen
Hauterkrankungen, die von einem besonders starken Juckreiz begleitet werden, sind beispielsweise Neurodermitis, Kontakt- und Sonnenallergie
oder Nesselsucht (Urtikaria). Auch Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus können zu Juckreiz führen, Medikamente können als Nebenwirkung Pruritus hervorrufen. Hauttrockenheit ist ebenfalls eine wichtige Ursache, sie kommt insbesondere bei alten Menschen häufig vor.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Um die Beschwerden zu lindern, ist es hilfreich, die entsprechenden Stellen mehrmals täglich, besonders nach dem Waschen, mit einer wirkstofffreien Fettsalbe einzucremen oder die Haut gezielt mit einem Pflegeprodukt für trockene, empfindliche, zu Juckreiz neigende Haut zu behandeln. Dafür gibt es Spezialkosmetika, z. B. mit Harnstoff (Urea), Dexpanthenol, Vitamin E und Allantoin. Auch Cremes oder Lotionen mit Menthol, Kampfer oder Gerbstoffen können den Juckreiz kurzfristig lindern. Bei juckenden Ekzemen und Hautentzündungen erweist sich der körpereigene Wirkstoff Hydrocortison als besonders effektiv, da der Juckreiz rasch gestoppt und der Heilungsprozess gefördert wird – allerdings ist es nicht zur Dauertherapie geeignet. Wird der Juckreiz durch eine andere Krankheit ausgelöst, ist eine gezielte Therapie dieser Grunderkrankung erforderlich.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Wenn Sie unter einem starken, anhaltenden und generalisierten Juckreiz leiden, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, ebenso wenn der Juckreiz zunimmt, das Hautareal stark anschwillt oder weitere Symptome wie Quaddelbildung auftreten. Kinder und Erwachsene mit Verdacht auf Neurodermitis gehören grundsätzlich in ärztliche Behandlung.

Das kann man tun
Kühlen ist eine einfache und gute Methode, den Juckreiz zu lindern. Je nach Größe der juckenden Bereiche ist eine kalte Dusche empfehlenswert.

Das sollte man besser lassen
Vermeiden Sie lange Dusch- und Wannenbäder, denn heißes Wasser und Seife können die Hautirritationen verstärken. Parfümierte Seifen und Duschgele sollten bei gereizter, juckender Haut nicht verwendet werden.