Husten

Symptome
Ein typisches Erkältungssymptom ist der Husten. Nach einem trockenen Reizhusten folgt der produktive Husten, bei dem Schleim ausgeworfen wird. Dieser kann farblos, zähflüssig oder leicht abzuhusten sein. Eine gelblich-grünliche Färbung ist ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion. Husten ist aber auch ein Schutzreflex: Durch die bis zu 900 Stundenkilometer schnell ausgestoßene Luft werden Fremdkörper und Schmutzpartikel ausgeworfen. Im Falle einer Erkältung dient der Husten dazu, festsitzendes Sekret und die darin enthaltenen Bakterien und Viren aus den Atemwegen zu entfernen.

Ursachen
Alle bekannten Erkältungsviren werden durch die Atemluft übertragen. Im Winter, wenn sich Menschen vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten und Klimaanlagen dort für eine Verbreitung der Viren sorgen, sind Erkältungen – und damit Husten – so gut wie unvermeidbar.

Die Viren sorgen dafür, dass sich die Schleimhaut der Atemwege entzündet und mit einem Hustenreiz reagiert. Die Schleimhaut sondert nach ein bis zwei Tagen ein zähflüssiges Sekret ab. Wenn dieses nicht „abgehustet“ wird, kommt es zu einem Stau – die ideale Grundlage für Bakterien, die aus einer eher harmlosen Erkältung eine ernste Erkrankung machen können.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Bei der Behandlung von Husten gibt es zwei Möglichkeiten. Ein Hustenstiller dient dazu, einen Reizhusten zu unterdrücken und für einen erholsamen Schlaf zu sorgen. Ein Husten- bzw. Schleimlöser hilft, festsitzende Sekrete zu lösen und das Abhusten zu erleichtern. Für beide Formen gibt es zahlreiche rezeptfreie Medikamente in unterschiedlichen Darreichungsformen sowie ohne Zucker, ohne Alkohol, ohne Konservierungs- oder Farbstoffe; bei der Auswahl des geeigneten Präparates unterstützt Sie Ihre Apotheke gerne.

Pflanzliche Arzneimittel mit Spitzwegerich, Isländisch Moos, Malve oder Eibisch sind als Hustenstiller gut wirksam. Efeu und Thymian wirken als natürliche Hustenlöser. Chemische Hustenlöser wie Ambroxol oder Acetylcystein (ACC) sind auch als Brausetabletten erhältlich und tragen somit zu einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr bei. Bei einem sehr starken, schmerzhaften Hustenreiz kann die chemische Substanz Dextromethorphan hilfreich sein.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Wird der Husten trotz eigener Maßnahmen und/oder innerhalb einer Woche schlimmer, so sollte ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn starkes Fieber auftritt, sich ein heftiges Krankheitsgefühl einstellt, Atemnot oder Schmerzen in der Lunge bzw. rasselnde Geräusche beim Husten auftreten, könnten dies Anzeichen einer „echten Grippe“ oder einer Lungenentzündung sein, die ärztlicher Diagnose und Therapie bedürfen.

Das sollte man tun
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern Wasser täglich ist nicht nur ein zentraler Baustein der Gesundheit, sondern wird besonders wichtig, wenn man unter einer Erkältung leidet. Im Falle einer Erkältung unterstützen ungesüßte Bronchial- bzw. Hustentees aus der Apotheke die Flüssigkeitszufuhr.

Erkältungsbalsam auf Brust und Rücken ist ebenfalls sinnvoll, wobei man beachten muss, dass für Babys und Kleinkinder spezielle Präparate ohne Menthol anzuwenden sind.

Das kann man tun
Wer unter einer Erkältung leidet, ist krank und sollte sich und seinem Körper Ruhe gönnen. Zwar ist es nicht so, dass man drei Wochen mit den
Symptomen im Bett liegen muss … aber weitermachen, als ob nichts wäre, das schwächt den Organismus – und macht ihn anfälliger für die nächste Welle von Erkältungsviren. Ruhe lässt Erkältungen schneller verschwinden und unterstützt das Immunsystem dabei, sich zu regenerieren und sich gegen kommende Erkältungsviren zu wappnen.

Das sollte man besser lassen
Es ist keine gute Idee, Hustenlöser und Hustenstiller gleichzeitig einzunehmen. Die Faustregel lautet: Hustenlöser tagsüber, Hustenstiller zur Nacht.