Hautpflege und Hautkrankheiten

Die Haut, das größte Organ des Menschen, hat viel mehr Aufgaben als nur den Zusammenhalt des Körpers. Durch ihren Säureschutzmantel schützt sie vor äußeren Einflüssen, vor dem Eindringen von Krankheitserregern und Sonnenstrahlen sowie vor Austrocknung. Mit der Haut fühlen wir Berührungen – sanfte, zarte, die positive Emotionen auslösen, wie auch schmerzhafte Stöße.

Stoffwechselfunktionsstörungen, Gefühlsirritationen oder pubertäre Entwicklungsschübe zeigen sich häufig über den Zustand der Haut. Übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss lässt unseren Körper und unsere Haut schneller altern, unausgewogene Ernährung lässt sie ebenfalls fahl und grau erscheinen.

Im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses verliert die Haut kontinuierlich an Feuchtigkeit. Dazu kommen belastende Umwelteinflüsse, die das Wasserdepot der Zellen angreifen und zu
Elastizitätsverlust, Trockenheit und Faltenbildung führen. Insbesondere die Haut ab 30 braucht eine regenerierende, feuchtigkeitsspeichernde Gesichtspflege, um den Reparaturmechanismus in den Hautzellen zu unterstützen und die Zeichen der Hautalterung sichtbar zu mildern. Spezielle Produkte können durch ihre Inhaltsstoffe (beispielsweise Mineralienkomplexe aus dem Toten Meer und Hyaluronsäure wie in DermaSel Med) diesen Anforderungen gerecht werden. Eine gute Hautpflege ist nicht nur für ein „gesundes“ Aussehen wichtig, sondern ist ein Beitrag zum eigenen Wohlgefühl. Sowohl körperlich als auch seelisch – die Haut wird nicht zu Unrecht als Spiegel der Seele bezeichnet.

Entzündungen der Haut oder Schleimhaut, Irritationen und Wunden sind unangenehm, oft auch schmerzhaft und je nach Lokalisation auch langwierig. Der Heilungsprozess sollte daher gezielt unterstützt werden, um langwierige Folgeerscheinungen, wie beispielsweise eine bakterielle Infektion, zu verhindern. Heilpflanzen können in diesen Fällen gut in Kombinationen miteinander eingesetzt werden. Zum einen, um den Entzündungsprozess zu stoppen, wie beispielsweise mit Kamille. Zum anderen, um den Wundheilungsprozess zu fördern, z. B. mit Schafgarbe, Salbei, Ringelblume oder Hamamelis. Kombiniert werden beide Prozesse in speziellen Gelen (z.B. Tyrosur Wundheilgel), die dem Prinzip der feuchten Wundbehandlung entsprechen und die gerade bei Riss-, Kratz- und Schürfwunden effektiv sind.

Einer der äußeren Einflüsse, denen die Haut ausgesetzt ist, sind Mücken – im Sommer für einige Menschen eine besondere Heraus-forderung. Zwar ist das so genannte „süße Blut“ ein reiner Mythos, doch je nachdem, was man isst und wie sich die Körperdüfte entwickeln, sind einige Personen eher für Mücken attraktiv als andere. Ziel ist es daher, sich vor Mücken zu schützen und bei einem Stich für Linderung des Juckreizes und Vermeidung von Entzündungsprozessen zu sorgen. In beiden Fällen kann die Phytotherapie helfen.

Helfer aus dem Pflanzenreich sind beispielsweise Zitronen-Eukalyptus oder Citronella-Öl. Man kann sie mittels Aromatherapie in den Räumen verbreiten, z. B. in Duftschalen oder über spezielle Duftsteine. Im Sommer müssen viele Menschen besonders auf ihre Haut achten – schon leichte Sonneneinstrahlung kann zu Hautschäden führen, allen voran der Sonnenbrand. Ein kühlendes Gel ermöglicht eine schnelle Linderung der Beschwerden und regt durch Inhaltsstoffe wie Arnika die Regeneration der Haut an (z.B. Combudoron Gel von Weleda). Auch der Winter hat seine Tücken: Die kühle und trockene Luft draußen wie auch in den beheizten Innenräumen kann die Haut austrocknen – rissige Hände, eingerissene Mundwinkel können ein Zeichen dafür sein. Mit einer Pflegesalbe, die Inhaltsstoffe wie Leinöl und Bienenwachs enthält, wie z. B. Arhama-Salbe, lässt sich irritierte und gereizte Haut leicht beruhigen.

Bei der Neurodermitis oder Psoriasis leiden die Betroffenen durch die unangenehmen Symptome wie Juckreiz, aufgekratzte Hautstellen und Entzündungen sowohl lokal wie auch emotional. Die Veranlagung zu Neurodermitis ist erblich, sie wird aber durch Umwelt- und psychische Faktoren beeinflusst. Die Ursachen einer Psoriasis, der Schuppenflechte, sind noch weitgehend unerforscht, es steht jedoch fest, dass es sich um eine Fehlfunktion des Immunsystems handelt. Bei dieser Autoimmunerkrankung können neben der Haut auch Nägel und Gelenke befallen sein. Es gibt eine Vielzahl an Pflegeprodukten für Neurodermitiker und Psoriatiker. Wichtig ist, dass sie mineralölfrei, ohne synthetische Fette und parfümfrei sind. Innovativ sind basische Pflegeprodukte wie beispielsweise Siriderma.

Phytotherapie bei Hautpflege und -krankheiten
Borretschsamenöl
• Äußerliche Anwendung: Neurodermitis
• Enthalten z. B. in Glandol Creme
Eichenrinde
• Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut, vermehrte Fußschweißsekretion, ergänzende Behandlung von Frostbeulen und Analfissuren
• Enthalten z. B. in Wala Quercus Salbe
Kamillenblüten
• Äußerliche Anwendung: Bei Haut- und Schleimhautentzündungen sowie bakteriellen Hauterkrankungen einschließlich der Mundhöhle und des Zahnfleisches; Bäder und Spülungen bei Erkrankungen im Anal- und
Genitalbereich
• Enthalten z. B. in Kamillan, Kamillosan, Kamistad
Ringelblumenblüten
• Entzündungen von Haut und Schleimhäuten; Riss-, Quetsch- und Brandwunden
• Enthalten z. B. in Calendumed, Dr. Theiss Ringelblumen-Heilsalbe, Weleda Calendula Essenz
Salbeiblätter
• Entzündungen von Zahnfleisch, Mund- und Rachenschleimhaut; Prothesendruckstellen
• Enthalten z. B. in Salbei Curarina, Salus Salbei Tropfen, Salvysat Bürger, Salviathymol
Stiefmütterchenkraut
• Leichte seborrhoische Hauterkrankungen, z. B. Milchschorf bei Kindern
• Enthalten z. B. in Ekzevowen, Weleda Hautcreme
Bienenwachs
• Sonnenbrand und Hautrötungen, trockene Hautstellen, Narbenpflege, Intensivpflege
• Enthalten z. B. in Arhama-Salbe

Homöopathie bei Hautkrankheiten
Um das passende Präparat zu finden, ist der Rat eines kundigen Apothekers oder Therapeuten sinnvoll.
Silicea terra
• Hautprobleme
Acidum hydrofluoricum, Clematis
• Hautentzündungen
Hepar sulfuris calcareum
• Akne, Hautentzündungen

Schüssler Salze bei Hautkrankheiten
Nr. 1 Calcium Fluoratum (D 12)
• Hauterkrankungen, Gelenkschmerzen
Nr. 13 Kalium arsenicosum (D 6)
• Hauterkrankungen

Spagyrik bei Hautkrankheiten
Solunat Nr. 3 Azinat
• wirkt entzündungshemmend, auch bei starken Entzündungsprozessen, z.B. Neurodermitis
• stärkt das Immunsystem
Solunat Nr. 9 Lymphatik
• aktiviert das Lymphsystem
• zusammen mit Solunat Nr. 8 und Nr. 16 zur Entgiftung des Lymphsystems